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Mittwoch, Dezember 1, 2021

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P. J. Tucker – Phoenix‘ harter Arbeiter

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Man könnte P. J. Tucker schon als Weltenbummler bezeichnen. Mit seinen 29 Jahren war er schon in den USA, Kanada, Ukraine, Deutschland, Israel, Puerto Rico, Griechenland und Italien als Basketballer aktiv. Mit dem zweiten Anlauf scheint er in der NBA bei den Phoenix Suns angekommen zu sein.

Spielerinformationen zu P. J. Tucker

Anthony Leon Tucker wurde 5. Mai 1985 in Raleigh, North Carolina geboren. Sein gleichnamiger Vater nannte ihn früher „Pop Junior“, deswegen besitzt er nun den Spitznamen „P. J.“. Bei 1.96 m Körpergröße bringt der physisch starke Spieler 102 kg auf die Waage. Die ersten fünf Lebensjahre verbrachte der US-Amerikaner in Frankfurt am Main, da sein Vater dort als Soldat stationiert war. Später kehrte er nach einem Jahr in Kentucky nach Raleigh zurück, wo der Forward bis zum Ende der High School blieb. Danach besuchte er von 2003 bis 2006 die University of Texas. Daraufhin wurde er 2006 im NBA Draft an 35. Stelle von den Toronto Raptors gezogen.

Vom Star in Europa zum Führungsspieler in Phoenix

P. J. Tucker hat gefühlt eine halbe Weltreise hinter sich. Der Forward wechselte nach seinem eher misslungenen ersten NBA-Jahr nach Europa. In Israel wurde er zum MVP der Liga gekürt und mit Hapoel Holon Meister vor dem haushohen Favorit Maccabi Tel Aviv. Danach bekam der US-Amerikaner ein hochdotiertes Angebot von BK Donezk. Nach eineinhalb Jahren in der Ukraine kehrte der Small Forward bis zum Saisonende nach Israel zurück und lief dort für Bnei haScharon auf. In der Saison 2010/11 schaffte er das Kunststück und spielte gleich für drei Teams. Er begann bei Aris Thessaloniki, wechselte von dort nach Italien zu Sutor Basket Montegranaro und beendete die Saison in Puerto Rico bei Piratas de Quebradillas. Daraufhin wechselte der 29-Jährige vor der Saison 2011/12 zu den Brose Baskets Bamberg und war Teil des Dreamteams um ihn, Marcus Slaughter, Brian Roberts, Julius Jenkins, Anton Gavel, Tibor Pleiß und Casey Jacobsen. Dort war er der allesüberragende Spieler. Die meisten Experten fragten sich, wie Tucker mit seiner Spielweise und seinem Impact auf das Bamberger Spiel nicht MVP wurde. Kein Grund zur Sorge beim Small Forward, denn er führte sein Team zur deutschen Meisterschaft. Nach der Saison unterschrieb der US-Amerikaner einen Vertrag mit NBA-Ausstiegsklausel beim russischen Topklub Spartak St. Petersburg. Bevor er auch nur ein Spiel für die Russen absolvierte, konnte er sich mit seinen Leistungen von der NBA Summer League für einen Vertrag bei den Phoenix Suns empfehlen. Dort hat der Forward seine zweite Saison hinter sich und ist ein Eckpfeiler des Teams. Mit seiner Erfahrung ist er eine Führungsperson für die Youngster im Team von Jeff Hornacek.

Ein harter Arbeiter auf dem Court

Zu Beginn war Tucker ein Highlight-Basketballer und nicht so sehr auf das Spiel in der NBA fokussiert. So schickten ihn die Toronto Raptors in die D-League. Nach der Saison änderte der Small Forward einiges an seinem Spiel. So verbesserte er seinen wackligen Distanzwurf, arbeitete an seinem schwachen Ballhandling und übernahm zunehmend den Ballvortrag. So wurde er mit seinen Allrounder-Fähigkeiten der MVP der israelischen Liga. In der BBL war er mit Point Guard Brian Roberts ein unfassbar starkes Duo. Häufig spielte Roberts den Alley-Oop-Pass und Tucker stopfte den Ball durch die Reuse. Der Forward ragte jedoch nicht nur mit seinen krachenden Dunks heraus, sondern mehr durch kluge Entscheidungen, denn er konnte einfach alles. Mit seiner Physis war er für jeden Gegner ein Albtraum, dazu war er sehr flink, konnte passen, rebounden, aus der Distanz werfen sowie gut zum Korb ziehen. In Europa war er so gut wie unstoppable.
In der NBA ist Tucker eher der Mann für die wichtigen Dinge. Als Small Forward muss er dafür sorgen, dass seine hochkarätigen Gegenspieler Durant, James etc. nicht heißlaufen. Darüber hinaus muss er die wenigen Würfe, die er bekommt treffen, da sonst die Einsatzzeit sinken könnte. Mit seinen guten Leistungen auf dem Court verlängerte der Forward kürzlich seinen auslaufenden Vertrag bei den Phoenix Suns. Für die kommenden drei Saisons wird P. J. Tucker 16.5 Millionen Dollar bekommen.

Seine bisherigen Erfolge

  • MVP der israelischen Liga 2008
  • Israelischer Meister 2008
  • Deutscher Meister 2012
  • Beko BBL Finals-MVP 2012
  • Benennung ins BBL-First-Team 2o12

Aktiver Instagram-User und Fan von schnellen Autos

Der Forward ist unter dem Namen „pjtucker17“ auf Instagram sehr aktiv. Dort kann man auch einen Blick auf sein Privatleben werfen. Er ist ein großer American-Football-Fan und teilt auf seinem Profil häufig Fotos von dieser Sportart. Darüber hinaus können seine Fans auch seine Fotos vom College und Bilder mit seinen Teamkollegen bewundern.
Tucker mag es, Billard zu spielen. Darüber hinaus ist er Fan von schnellen Autos. So besitzt der Small Forward einen Bentley GT mit 550 PS.

Die BBL-Fans können sich glücklich schätzen, dass mit P. J. Tucker so ein talentierter Spieler in der BBL gespielt hat. Ihm zuzusehen, war ein Genuss. Nun können seine Fans ihn in der NBA im Konzert der Großen bewundern. Dort kann man sehen, wie er sich auf der Small-Forward-Position gegen die Superstars LeBron James, Kevin Durant und Carmelo Anthony schlägt.

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Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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