9.8 C
New York City
Donnerstag, Dezember 8, 2022

Buy now

Rudy Fernández – The Human Highlight

Rudy_Fernandez

Vor ein paar Wochen sorgte der neue Vertrag von Rudy Fernández bei Real Madrid für Schlagzeilen. Der Spanier erhält für die nächsten vier Saisons insgesamt 10 Millionen Euro netto. Auch wenn es auf dem ersten Blick viel erscheint, wird Rudy diesen Vertrag rechtfertigen, da er zu den besten Spielern in Europa gehört. Nun stellen wir den Superstar von Real Madrid genauer vor.

Spielerinformationen zu Rudy Fernández

Rodolfo „Rudy“ Fernández Farrés wurde am 4. April 1985 in Palma da Mallorca geboren. Der Spanier ist 1.96 Meter groß und wiegt 84 Kilogramm. Er ist ein Swingman und kann deswegen als Shooting Guard oder Small Forward auflaufen. Rudy stammt aus einer Basketballerfamilie. Sein Vater war Profi, seine Mutter war spanische Nationalspielerin und seine Schwester spielte einige Jahre in der WNBA und hat schon über 100 Länderspiele auf dem Buckel.

Ein Superstar in Europa

Fernández begann bei Palma de Mallorca mit dem Basketballspielen und wechselte 1997 in die Jugendakademie des spanischen Traditionsklubs Joventut Badalona. Bei Joventut feierte er im April 2002 mit gerade einmal 17 Jahren sein Profidebüt gegen keinen geringeren Gegner als Real Madrid. In der Saison 2003/04 gehörte Rudy endgültig in den Profikader von Badalona und erzielte in der Liga 11.2 Punkte, 3.9 Rebounds, 2.2 Assists und 1.6 Steals pro Spiel. Im ULEB Cup legte der Swingman 9.9 Punkte, 4.1 Rebounds, 1.7 Assists und 1.8 Steals pro Partie auf. Die Saison 2004/05 war schwächer gegenüber dem Vorjahr. Er erzielte in der Liga durchschnittlich 10.4 Punkte, 3.1 Rebounds, 2.9 Assists und 1.4 Steals pro Begegnung, während es im ULEB Cup 11.3 Punkte, 2.5 Rebounds, 2.5 Assists und 2.3 Steals pro Spiel waren. In der Spielzeit 2005/06 gab es dann den ersten Titel für Rudy. Er gewann mit Joventut den EuroCup und wurde zum Finals-MVP gekürt, nachdem er im Halbfinale 22 und im Finale 17 Zähler auflegte. In der Liga kam der Spanier auf 13.7 Punkte, 3.8 Rebounds, 2.6 Assists und 1.9 Steals pro Partie. In der Saison 2006/07 durfte der Mallorquiner erstmals in der Euroleague spielen und erzielte dort durchschnittlich 15.8 Punkte, 3.8 Rebounds, 1.7 Assists und 2.1 Steals pro Begegnung, während is in der Liga 15.9 Punkte, 3.8 Rebounds, 2.9 Assists und 1.9 Steals pro Spiel waren. In der Spielzeit 2007/08 drehte Rudy richtig auf, legte in der Liga 21.2 Punkte, 3.1 Rebounds, 4.1 Assists und 2.2 Steals pro Partie auf und war Topscorer und bester Stealer der Liga. Zudem gewann er den ULEB Cup, in dem er durchschnittlich 15.2 Punkte, 3.4 Rebounds, 3.7 Assists und 2 Steals pro Begegnung erzielte. Außerdem wurde Joventut Badalona spanischer Pokalsieger. Ende 2011 hatte Fernández ein kurzes Intermezzo bei Real Madrid. In neun Ligaspielen kam er auf durchschnittlich 16.1 Punkte, 3.8 Rebounds, 2.7 Assists und 2.4 Steals pro Spiel, während er in acht Euroleague-Partien durchschnittlich 11.5 Punkte, 3.1 Rebounds, 2.3 Assists und 1.3 Steals pro Partie erzielte. Zu Beginn der Saison 2012/13 wechselte Rudy endgültig zu Real Madrid, legte in der Liga durchschnittlich 11.7 Punkte, 3.2 Rebounds, 2.3 Assists und 1.4 Steals pro Begegnung auf und führte seine Mannschaft zur Meisterschaft. In der Euroleague kam er auf durchschnittlich 13.7 Punkte, 3.9 Rebounds, 3.1 Assists und 1.5 Steals pro Spiel und schied mit seiner Mannschaft im Halbfinale gegen Olympiakos Piräus aus. In der vergangenen Saison 2013/14 erzielte Fernández in der Liga 13.2 Punkte, 3.6 Rebounds, 2.7 Assists und 1.7 Steals pro Partie, scheiterte aber mit seiner Mannschaft in den Finals am FC Barcelona. In der Euroleague verbuchte Rudy 13.2 Punkte, 4.4 Rebounds, 3.3 Assists und 1.5 Steals pro Begegnung und verlor mit seinem Team das Finale gegen Underdog Maccabi Tel Aviv.

Ein solider Rotationsspieler in der NBA

Der Swingman wurde beim NBA Draft 2007 an 24. Stelle von den Phoenix Suns gedrafted, wurde aber im Tausch mit James Jones an die Portland Trail Blazers abgegeben. In der NBA spielte Rudy ausschließlich als Shooting Guard. 2008/09 war seine Rookie-Season bei den Portland Trail Blazers. In dieser legte der Spanier in durchschnittlich 26 Minuten 10.2 Punkte, 2.7 Rebounds und 2 Assists pro Spiel. Mit diesen Stats wurde er in das All-Rookie Second Team gewählt. In den Playoffs erzielte Fernández in durchschnittlich 7.5 Punkte, 2.8 Rebounds, 1 Assist und 1.3 Steals pro Partie, konnte die 2:4-Erstrundenniederlage gegen die Houston Rockets aber nicht verhindern. In seinem Sophomore-Jahr 2009/10 kam Rudy auf 8.1 Punkte, 2.6 Rebounds, 2 Assists und 1 Steal in durchschnittlich 23 Minuten pro Begegnung. Die Blazers zogen erneut in die Playoffs ein und schieden wiederholt in der ersten Runde aus. Portland verlor gegen die Phoenix Suns mit 2:4. Rudy legte in der Serie in durchschnittlich 20 Minuten 6.8 Punkte, 1.7 Rebounds und 1.3 Assists pro Spiel auf. In der Saison 2010/11 erzielte der Spanier in durchschnittlich 23 Minuten 8.6 Punkte, 2.2 Rebounds, 2.5 Assists und 1.1 Steals pro Partie. Die Blazers zogen erneut in die Playoffs ein und scheiterten erneut in der ersten Runde, dieses Mal mit 2:4 gegen den späteren Champion, den Dallas Mavericks. Dort legte Fernández in durchschnittlich 14 Minuten 2.8 Punkte und 2 Rebounds pro Begegnung auf. Nach der Saison wurde Rudy im Trade gegen zwei Draftpicks zu den Dallas Mavericks transferiert. Da es jedoch einen Tarifstreit gab, begann die NBA Saison 2011/12 noch nicht. Währenddessen tradeten die Mavs den Spanier weiter nach Denver. Nachdem es zum Ende des Tarifstreits kam, durfte Fernández für die Denver Nuggets debütieren. Weil er sich im März einer Rückenoperation unterziehen musste, stand Rudy nur 31 mal für die Nuggets auf dem Court und erzielte in durchschnittlich 23 Minuten 8.6 Punkte, 2.1 Rebounds, 2.4 Assists und 1 Steal pro Spiel. Nach der Saison kehrte der Spanier nach Europa zurück.

Ein Eckpfeiler der spanischen Nationalmannschaft

Rudy ist seit 2004 ein Teil der spanischen Nationalmannschaft und stand in über 150 Länderspielen auf dem Parkett. Bei den Olympischen Spielen 2004, wo im Viertelfinale gegen die US-Amerikaner Schluss war, absolvierte er seine ersten Pflichtspiele. Bei diesem Wettbewerb erzielte Fernández in durchschnittlich 11 Minuten 5.1 Punkte und 1.1 Rebounds pro Spiel. Die EM 2005 war sein schwächstes Turnier. Dort erzielte er in durchschnittlich 16 Minuten nur 3.7 Punkte pro Partie. Die Spanier verloren das Halbfinale gegen Deutschland und das Spiel um Platz drei gegen Frankreich. Bei der Weltmeisterschaft 2006 legte Rudy in durchschnittlich 18 Minuten 9.1 Punkte, 2.3 Rebounds und 1.9 Steals pro Begegnung auf und wurde mit dem spanischen Team Weltmeister. Bei der EM 2007, bei der Spanien das Finale erreichte und dort Russland unterlag, erzielte der Swingman in durchschnittlich 20 Minuten 9.9 Punkte, 2 Rebounds, 1.4 Assists und 1.3 Steals pro Spiel. Bei den Olympischen Spielen 2008, bein denen die Spanier im Finale gegen die US-Amerikaner verloren, kam der Superstar von Real Madrid in durchschnittlich 20 Minuten Spielzeit auf 11.7 Punkte, 3.1 Rebounds und 1.9 Assists pro Partie. Bei der EM 2009, die die Spanier gewannen, legte Rudy 13.6 Punkte, 3.5 Rebounds, 2.1 Assists und 2.1 Steals pro Begegnung auf. Bei der Weltmeisterschaft 2010 erzielte der Spieler von Real Madrid in durchschnittlich 26 Minuten 15.6 Punkte, 6.1 Rebounds, 1.7 Assists und 1.8 Steals pro Spiel, konnte die Viertelfinalniederlage gegen Serbien aber nicht verhindern. Bei der EM 2011, als die Spanier ihren EM Titel verteidigten, legte Fernández in durchschnittlich 25 Minuten 8.2 Punkte, 3.4 Rebounds, 3 Assists und 1.5 Steals pro Partie auf. Bei den Olympischen Spielen erzielte Rudy in durchschnittlich 27 Minuten 9.6 Punkte, 4 Rebounds und 2.9 Assists pro Begegnung und verlor mit seinem Land erneut im Finale gegen die USA. Bei der EM 2013 kam der spanische Swingman in durchschnittlich 24 Minuten auf 12 Punkte, 4 Rebounds, 1.9 Assists und 1 Steal pro Spiel und schied mit der spanischen Nationalmannschaft trotz einer 15-Punkte-Führung im Halbfinale gegen Frankreich aus. Wenigstens gewannen sie das Spiel um Bronze gegen Kroatien. Bei der anstehenden Heim-WM sind die Spanier mit Rudy neben den USA der Topfavorit auf den Titel.

Seine größten Erfolge

  • MVP des spanischen Pokals 2004 und 2008
  • MVP im EuroCup-Finale 2006 (heute EuroChallenge)
  • FIBA EuroCup-Sieger 2006
  • FIBA Europe Young Player of the Year 2006
  • Weltmeister 2006
  • Euroleague Rising Star Trophy 2007
  • MVP im ULEB-Cup-Finale 2008 (heute Eurocup)
  • ULEB-Cup-Sieger 2008
  • Spanischer Pokalsieger 2008 und 2014
  • Topscorer der spanischen Liga 2008
  • Bester Balldieb der spanischen Liga 2008
  • Silber bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012
  • Teilnahme am NBA Rookie Challenge 2009
  • Teilnahme am NBA Slam Dunk Contest 2009
  • Wahl in das NBA All-Rookie Second Team 2009
  • Wahl ins All-Tournament Team der Europameisterschaft 2009
  • Europameister 2009 und 2011
  • MVP des spanischen Supercups 2012
  • Sieger des spanischen Supercups 2012 und 2013
  • Spanischer Meister 2013
  • Wahl in das All-Euroleague First Team 2013 und 2014

Auf dem Court – ein explosiver Scorer

Rudy besitzt eine hervorragende Athletik, Schnelligkeit und gute Sprungkraft. Der Spanier ist zudem sehr beweglich. Dank seiner Schnelligkeit ist er ein guter Spieler für Fastbreaks und schließt diese häufig per Dunk ab. Zudem besitzt der Superstar von Real Madrid eine hervorragende Antizipation, verfolgt Fehlwürfe seiner Mitspieler und schließt dann per Putback Dunk ab. Wer denkt, dass Rudy nur per Dunk scoren kann, der irrt sich. Er gehört zu den besten und vielseitigsten Scorern in Europa. Fernández‘ Penetration gehört zu den besten in Europa. Sein butterweicher Jumpshot ebenfalls. Er trifft über 50% seiner Zweipunktewürfe und über 35% von Downtown. Der Spanier ist eine Mikrowelle, läuft extrem schnell heiß und reißt seine Fans so mit. Er kann beispielsweise in drei aufeinanderfolgenden Angriffen per Dreier scoren. Sein Rebounding und seine Passqualitäten sind solide. Rudy hat aber zwei Schwächen, die einem sofort auffallen. Obwohl er ein exzellenter Balldieb ist, ist er in der Defense meist sehr lustlos und verliert häufiger seinen Mann. Seine andere Schwäche ist, dass er sehr leicht provozieren lässt und sich ab und zu mal ein unsportliches Foul leistet.

Aufgepasst – dieser Mann ist immer noch erfolgshungrig. Rudy will mit seinem Land bei der Heim-WM den Titel gewinnen und danach bei Real Madrid seinen Vertrag rechtfertigen und den Euroleague-Titel vor heimischer Kulisse holen. Man darf gespannt sein!

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes
Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

Related Articles

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Stay Connected

9,292FansGefällt mir
1,768NachfolgerFolgen
1,632NachfolgerFolgen

Latest Articles

spot_img
spot_img
spot_img
Basketball Wetten