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Donnerstag, Dezember 8, 2022

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Vasilije Micic – das Supertalent

Vasilije Micic

Mit Malcolm Delaney verließ erneut der Star-Point-Guard die Münchener Bayern. Wieder musste ein guter Nachfolger her. Diesmal wird es kein erfahrener Spieler wie Delaney oder Rice, sondern ein Jungspund. Das serbische Point-Guard-Talent Vasilije Micic soll die Fäden im Spiel der Bayern ziehen.

Spielerinformationen zu Vasilije Micic

Vasilije Micic wurde am 13. Januar 1994 in Kraljevo, Serbien geboren. Der junge Serbe ist 1.95 groß und bekleidet die Position des Point Guards. Micic hat eine berühmte Schwester, die zudem sehr erfolgreich ist. Nina Micic nahm als erste serbische Snowboarderin überhaupt an den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi teil.

München – der nächste Schritt

Bereits im Alter von acht Jahren begann Vasilije Micic bei OKK Belgrad mit dem Basketballspielen. Von 2002 bis 2006 spielte er für diesen Verein. Danach ging es weiter zu Roter Stern Belgrad, wo der Point Guard sich nicht durchsetzen konnte und deswegen 2007 zu FMP Zeleznik Belgrad wechselte. Dort spielte er bis 2010 und wechselte dann zu KK Mega Vizura, wo er seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Micic steigerte sich von Jahr zu Jahr und erzielte in der vergangenen Saison in der Adria Liga in durchschnittlich 31 Minuten 12.1 Punkte, 3.2 Rebounds, 5.8 Assists und 1.8 Steals pro Partie. Leider unterliefen ihm pro Spiel 3.6 Turnover. Der Serbe traf 46.2% seiner Feldwürfe und 28.9% seiner Würfe von Downtown. Mit diesen Leistungen meldete er sich beim NBA Draft 2014 an und wurde an 52. Stelle von den Philadelphia 76ers gezogen. Diese rieten ihm, dass er weiterhin in Europa bleiben solle. Daraufhin bekam Micic einige Angebote von europäischen Topklubs und unterschrieb einen Dreijahresvertrag beim FC Bayern Basketball. Dort wird er den Abgang von Malcolm Delaney kompensieren müssen. Außerdem wird der Serbe erstmals in der Euroleague spielen.

Einer der neuen Hoffnungsträger im Nationalteam

Der Point Guard nahm 2011 mit der serbischen U-18-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Polen teil. In durchschnittlich 29 Minuten erzielte er 10.1 Punkte, 4.2 Rebounds, 4.3 Assists, 2.1 Steals und 4 Turnover pro Spiel und traf 47.8% aus dem Feld und 29.4% aus dem Dreipunktebereich. Der Point Guard führte sein Team bis in das Finale, welches mit 65:71 gegen die starken Spanier um Jose Sanz und Daniel Diez verloren wurde. Bei der U-19-Weltmeisterschaft in Tschechien führte Micic sein Team mit 12.9 Punkten, 3.8 Rebounds, 4.8 Assists, 1.8 Steals und 4 Turnover in durchschnittlich 30 Minuten pro Partie ins Finale. Er traf 46.9% seiner Würfe aus dem Feld und 37.9% von Downtown. Im Finale verloren die Serben mit 68:82 gegen die USA um Elfrid Payton, Marcus Smart und Aaron Gordon. Micic erzielte im Endspiel 13 Punkte und 10 Assists und wurde als zweiter Guard neben dem australischen Supertalent Dante Exum in das All-Tournament Team gewählt. Damit stach er unter anderem die beiden hochtalentierten US-Guards Marcus Smart und Elfrid Payton aus. Ein amerikanischer Journalist gab ihm nach dieser starken Performance im Finale den Spitznamen „The Maestro“. Zur Belohnung wurde das Supertalent für die EM 2013 der A-Nationalmannschaft nominiert. Dort erzielte der junge Guard in durchschnittlich 11 Minuten 4.4 Punkte, 1.5 Rebounds und 1.3 Assists pro Spiel, traf 44.9% seiner Feldwürfe sowie 50% vom Perimeter und schied mit seinem Team im Viertelfinale gegen Spanien aus. Er stand im vorläufigen Kader der Nationalmannschaft für die anstehende Weltmeisterschaft in Spanien, muss aber wegen einer Verletzung absagen.

Seine bisherigen Erfolge

  • Silber bei der U-18-Europameisterschaft 2011 in Polen
  • Silber bei der U-19-Weltmeisterschaft 2013 in Tschechien
  • Wahl in das All-Tournament Team der U-19-Weltmeisterschaft 2013

Ein Pass-First-Guard auf dem Court

Micic ist ein Floor General. Er ist kein Scoring-Point-Guard wie Malcolm Delaney oder Tyrese Rice. Der Serbe besitzt eine ausgezeichnete Courtvision. Er sucht und findet den freien Mitspieler. Vor allem als Ballführer im Pick’n Roll kreiert das Supertalent viele Würfe für seine Teamkollegen. Sein Zug zum Korb ist sehr gut, da er für einen Point Guard sehr groß ist und über seinen Gegnern scoren kann. Sein Jumpshot dagegen ist ziemlich wacklig, egal ob per Wurf aus dem Dribbling, Spot-Up Shooting, Floater oder Dreipunktewurf. Auch an der Freiwurflinie hinterlässt er keinen guten Eindruck. Meistens trifft Micic nur 60-70% seiner Freiwürfe. Zudem könnte er sein Post-Game verbessern, da er größer ist als die meisten seiner Gegenspieler und somit leicht punkten könnte. Ein weiteres Problem in der Offense sind die Turnover. Da Micic Risikopässe liebt, misslingen einige dieser und gehen als Turnover auf sein Konto. Auch beim Ballvortrag ist er leichtsinnig und verliert ab und zu den Ball. In der Defense hat der serbische Nationalspieler dank seiner langen Spannweite einen Vorteil gegen seine Gegner. Allerdings macht ihm seine Größe in der Verteidigung auch zu schaffen, da er gegen kleine schnelle Guards nicht mithalten kann. Falls Micic mit Anton Gavel im Backcourt auflaufen sollte, könnte er die Shooting Guards übernehmen, die ihm besser liegen würden.

Die Aufgabe von Micic wird sehr schwer sein. Er muss die hinterlassene Lücke von Malcolm Delaney, dem MVP der Beko BBL, Finals-MVP und Rookie of the Year der Euroleague, füllen. Wir werden sehen, ob er sich in der Beko BBL zurechtfinden und den Abgang von Malcolm Delaney kompensieren kann.

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Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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