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Brose Baskets Bamberg – der Kader für 2014/15

Brose Baskets Bamberg Teamportrait

Die vergangene Saison war für die Brose Baskets eine einzige Enttäsuchung. In der Euroleague schieden sie bereits in der Gruppenphase aus. Daraufhin war im Eurocup in der Top-32-Runde Endstation. Im Pokal nahmen sie zwar am Top-Four-Wochenende teil, verloren aber im Halbfinale gegen ALBA Berlin. In der Liga war bereits im Viertelfinale nach eine 1:3-Niederlage gegen die Artland Dragons Schluss. Daraufhin wurde Headcoach Chris Fleming entlassen. Casey Jacobsen und John Goldsberry beendeten ihre Karriere. Außerdem wechselte Anton Gavel zum FC Bayern Basketball. Einige Ausländer bekamen keinen neuen Vertrag. Mit Maik Zirbes verließ auch noch ein deutscher Nationalspieler das Team. In der kommenden Saison wird der Italiener Andrea Trinchieri das Team betreuen. Er bekam viele seiner Wunschspieler. Wir werfen einen Blick auf den Kader der kommenden Saison.

Headcoach: Andrea Trinchieri

Zugänge: Janis Strelnieks (Budivelnyk Kiew), Bradley Wanamaker (Giorgi Tesi Group Pistoia), Joshua Duncan (Hapoel Jerusalem), Carlon Brown (Hapoel Tel Aviv), Trevor Mbakwe (Acea Roma), Dennis Kramer (University of San Diego), Daniel Theis (ratiopharm Ulm), Ryan Thompson (BC Telenet Oostende)

Abgänge: Casey Jacobsen (Karriereende), John Goldsberry (Karriereende), Rakim Sanders (Dinamo Basket Sassari), Maik Zirbes (Roter Stern Belgrad), D’Or Fischer (UNICS Kazan), Jamar Smith (CSP Limoges), Jared Jordan (Gipuzkoa BC San Sebastian), Sharrod Ford (Paris-Levallois Basket), Robert Zinn (Mitteldeutscher BC), Anton Gavel (FC Bayern Basketball)

Point Guards: Bradley Wanamaker / Janis Strelnieks / Daniel Schmidt

Bradley Wanamaker kommt als einer der besten Point Guards der vergangenen Saison der italienischen ersten Liga nach Bamberg. Wanamaker ist ein Alleskönner. Er kann auf jede Art scoren und dank seiner starken Physis hervorragend zum Korb ziehen. Aber auch seinen Jumpshot trifft er sehr sicher. Darüber hinaus ist er auch ein überdurchschnittlich guter Passgeber. Außerdem kann der US-Amerikaner auch herausragend rebounden. Zudem ist er ein exzellenter Defender. Nicht umsonst wurde er in das All-Defensive Second Team der italienischen Liga gewählt. Der zweite Point Guard wird Janis Strelnieks sein. Der Lette ist ebenfalls ein variabler Scorer und kann sowohl zum Korb ziehen, als auch per Jumpshot scoren. Neben dem Scoring ist er ein ausgezeichneter Passgeber und kann für den ein oder anderen Highlight-Pass sorgen. Der lettische Nationalspieler ist zwar ein brauchbarer Spieler in der Offense, dafür ist er in der Verteidigung sehr schwach. Dritter Point Guard wird wohl Daniel Schmidt sein. Er wird wohl nur Garbage-Time-Minuten bekommen.

Im vergangenen Jahr hatten die Bamberger zu Beginn der Saison Zack Wright auf der Eins. Er floppte dermaßen, dass sein Vertrag aufgelöst wurde. Nachfolger Jared Jordan war zwar besser, konnte aber auch nicht überzeugen. Auch Jamar Smith und John Goldsberry spielten eine schwache Saison. Mit diesen beiden neuen Spielmachern haben die Bamberger die Point-Guard-Position deutlich geupgraded.

Shooting Guards: Carlon Brown / Karsten Tadda

Mit Carlon Brown haben die Bamberger einen Spieler verpflichtet, der offensiv fast nicht zu stoppen ist. Der US-Amerikaner ist ein überragender Scorer. Brown trifft seine Dreier, Würfe aus dem Dribbling, aber auch Fadeaways. Zudem zieht er aufgrund seiner Schnelligkeit sehr gut zum Korb. Brown kann aber auch passen. Vor allem beim Pick’n Roll ist er als Ballführer sehr gefährlich. Darüber hinaus reboundet er für einen Shooting Guard sehr gut. In der Defense agiert der US-Amerikaner manchmal sehr lustlos, was zu einfachen gegnerischen Punkten führen kann. Sein Backup wird Karsten Tadda sein, der offensiv eine ganz schwache Saison hinter sich hat. In der Nationalmannschaft sah es aber so aus, als könnte er in der kommenden Saison wieder ein Faktor in der Offense sein. Sein Jumpshot ist, wenn er fällt, sehr gefährlich, vor allem von jenseits der Dreipunktelinie. Dennoch liegen die Stärken von Tadda in der Defense. Er ist ein Kettenhund und sorgt dafür, dass seine Gegner nicht zu einfachen Punkten kommen.

Im letzten Jahr waren Anton Gavel, Karsten Tadda und zeitweise Jamar Smith auf der Zwei, nun wird Carlon Brown die Gavel-Rolle übernehmen. Offensiv hat er einiges mehr drauf als Gavel, dafür ist der Deutsch-Slowake der viel bessere Defender. Unentschieden.

Small Forwards: Ryan Thompson / Johannes Thiemann

Ryan Thompson wird aller Vorraussicht nach der Starter auf der Drei sein. Der US-Amerikaner besitzt einen sehr guten Jumpshot. Dank seiner Beweglichkeit kann er aber auch zum Korb ziehen. Thompson hat auch ein sehr gutes Ballhandling. Der Small Forward ist auch ein sehr guter Passer und hat in der vergangenen Saison häufiger die Rolle des Point Forwards übernommen. Darüber hinaus ist Thompson ein überdurchschnittlich guter On-Ball Defender. In der Off-Ball Defense hat er noch einige Defizite und verschläft einige Rotationen. Außerdem kann er sich beim Rebounding verbessern, da kommt noch zu wenig von ihm. Sein Backup wird wohl Elias Harris sein, der zwischen Small Forward und Power Forward pendeln wird. Johannes Thiemann ist zwar ebenfalls ein Small Forward, in der kommenden Saison sollte er aber ähnlich wie Schmidt nur Garbage-Time-Minuten bekommen.

In der vergangenen Saison hatten die Bamberger mit Rakim Sanders und Casey Jacobsen zwei Small Forwards. Da Harris eher auf der Vier zum Einsatz kommen soll, haben sie an Tiefe eingebüßt. Deswegen ist es ein Downgrade zum Vorjahr

Power Forwards: Joshua Duncan / Elias Harris / Dennis Kramer

Joshua Duncan wurde in das All-First Team der israelischen Liga gewählt. Das sagt eigentlich schon alles über seine Klasse aus. Er ist ein “Stretch Four“. Duncan trifft den Mitteldistanzwurf verlässlich, aber auch sein Wurf von Downtown fällt sehr sicher. Der US-Amerikaner war im vergangenen Jahr der beste Dreierschütze der israelischen Liga und das ist ein Zeichen dafür, dass dieser Mann nicht ungedeckt am Perimeter lauern sollte. Dennoch wird man ihn auch häufig in der Zone sehen, denn dort kann er auch scoren. Außerdem ist er ein sehr guter Rebounder, der sich seine 6-7 Rebounds pro Spiel pflücken kann. Elias Harris wird in dieser Saison häufig zwischen Power Forward und Small Forward pendeln, dennoch sollte er der Backup von Duncan werden. Harris ist sehr athletisch. Er hat einen guten Mitteldistanzwurf und kann auch im Low-Post scoren. Außerdem ist er für krachende Dunks gut. Der deutsche Nationalspieler muss aber an seinem Dreipunktewurf arbeiten, denn dieser fällt selten. Darüber hinaus muss er sich noch beim Ausboxen und in der Help-Defense verbessern. Ein weiterer Power Forward ist Dennis Kramer. Er wird wohl in der kommenden Saison ebenfalls nur auf Garbage-Time-Minuten kommen.

Im vergangenen Jahr war im ersten Halbjahr Novica Velickovic da, dieser zeigte aber sehr schwache Leistungen. Zur Saisonmitte kam Harris und teilte sich meistens mit Ford die Minuten. Josh Duncan ist somit der Nachfolger von Ford. Duncan ist der viel bessere Spieler und deswegen ist es ein Upgrade gegenüber dem Vorjahr.

Center: Trevor Mbakwe / Daniel Theis

Trevor “The Beast“ Mbakwe ist ein besonderer Center. Er ist sehr athletisch und beweglich. Ist der Center in Korbnähe, schließt er meist mit krachenden Dunks ab. Außerdem macht er im Low-Post einen guten Eindruck. Er besitzt auch einen Mitteldistanzwurf in seinem Repertoire. Obwohl Mbakwe mit 2.08 Metern nicht der größte Center ist, ist der US-Nigerianer ein hervorragender Rebounder. In der vergangenen Saison war er zweitbester Rebounder der italienischen Lega A. Darüber hinaus besitzt er ein exzellentes Timing und war bester Shotblocker der italienischen Liga in der vergangenen Saison. Sein Vertreter dürfte Daniel Theis werden. Der beste Nachwuchsspieler der vergangenen Beko BBL-Saison war heiß begehrt und entschied sich am Ende für die Brose Baskets. Dennoch sollte man von ihm auf der Fünf keine Wunderdinge erwarten, da er eigentlich ein Power Forward ist. Weil aber Mbakwe der einzige Center im Kader ist, wird wohl Theis den Center-Backup geben. Theis ist ebenfalls beweglich und athletisch, aber zu klein für die Center-Position. Er ist zwar auch ein hervorragender Rebounder und Shotblocker, trotzdem sollte man keine Rim Protection von ihm erwarten.

Die Abgänge von D’Or Fischer und Maik Zirbes (auch wenn er schwache Leistungen zeigte), tun weh. Mit Mbakwe haben sie nur einen echten Center im Kader. Deswegen ist es ein Downgrade gegenüber dem Vorjahr.

Die Bamberger haben viele Spieler verpflichtet, die in der vergangenen Saison in ihren Ligen zu den besten Akteuren gehörten. Beim Blick auf den Kader wird deutlich, dass die Brose Baskets im Frontcourt dünn besetzt sind. 5 Spieler könnten da in einer Saison zu wenig sein. Vor allem wenn Mbakwe längerfristig ausfallen sollte, haben die Bamberger ein sehr großes Problem. Wenn Andrea Trinchieri aus diesem Kader eine Einheit formt, dann sind die Bamberger ein Meisterschaftskandidat. Auch im Eurocup könnten sie dann sehr weit kommen.

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Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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