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Samstag, Januar 28, 2023

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Phoenix Hagen – der Kader für 2014/15

Phoenix Hagen Team

Phoenix Hagen spielte eine ordentliche Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Gegen einige Topteams gab es Siege, gegen manche Kellerkinder dafür unnötige Niederlagen. Die Feuervögel spielten wieder einmal Smallball. Die Defense war wie immer anfällig. Die Hagener ließen die meisten gegnerischen Punkte pro Spiel (85.2 Punkte) zu. Coach Ingo Freyer setzte bei den Neuzugängen auf junge, hungrige, deutsche Spieler und auf Ausländer, die in schwächeren Ligen spielten.

Headcoach: Ingo Freyer

Zugänge: Arber Tolaj (MTV Wolfenbüttel), Todd Brown (Lapeenranta NMKY), Zamal Nixon (WBC Raiffeisen Wels), Marcel Keßen (Phoenix Hagen Juniors), Urule Igbavboa (RASTA Vechta), Jonas Grof (Lee Academy)

Abgänge: Ole Wendt (s.Oliver Baskets Würzburg), Henry Dugat (Atomeromu SE Paks), Sören Fritze (ratiopharm Ulm), Bernd Kruel (RheinStars Köln), Dino Gregory (Ziel unbekannt), Mark Dorris (Ziel unbekannt)

Point Guards: Zamal Nixon / Niklas Geske

Zamal Nixon dürfte der Starting-Point-Guard der kommenden Saison sein. Er ist sehr schnell und kann daher gut zum Korb ziehen. Der US-Amerikaner besitzt aber auch einen guten Jumpshot und kann somit variabel scoren. Er besitzt ordentliche Passfähigkeiten und findet den freien Mitspieler. Bei den Rebounds macht er einen guten Eindruck. In der Defense ist der Playmaker für Steals gut, sonst ist seine Verteidigung eher schwach, auch weil er das ein oder andere Mal seinen Gegenspieler aus den Augen verliert. Sein Backup wird Niklas Geske sein, der noch reifen und an seinem Jumpshot arbeiten muss. Auch seine Freiwurfquote ist mehr als ausbaufähig. Auch an seinem Passspiel muss der Jungnationalspieler noch feilen, damit sein Spiel in der Offense nicht nur auf das Shooting ausgelegt ist. Beim Rebounding stellt er sich für einen Point Guard sehr gut an.

Henry Dugat spielte in der vergangenen Hinrunde konstant gut. In der Rückrunde war er dann die Unkonstante. Außerdem war er kein wirklicher Spielgestalter, sondern Shooter. Nixon kann mehr für seine Mitspieler kreieren, aber auch scoren. Deswegen ist es ein Upgrade zum Vorjahr.

Shooting Guards: David Bell / Arber Tolaj / Jonas Grof

David Bell ist ein Shooter auf der zwei. Meistens scort er per Jumpshot. Das liegt auch daran, dass er immer älter wird und somit an Schnelligkeit einbüßt. Sein Zweipunktewurf war im vergangenen Jahr enttäuschend, während der Dreier sehr gut fiel. Beim Rebounding und beim Passing ist er grundsolide. Mit Arber Tolaj kommt ein sehr athletischer Spieler nach Hagen. Der Youngster ist aufgrund seiner Physis beim Zug zum Korb nur schwer zu stoppen. Der junge Deutsche könnte sogar in den Post gehen und so scoren. Er hat auch in der vergangenen Saison bewiesen, dass er einen ordentlichen Wurf aus dem Feld hat. Dieser ist aber noch ausbaufähig. Tolaj reboundet zudem für einen Guard sehr gut. Aufgrund seiner starken Physis hat er in der Defensive einige Vorteile. Gegen schnelle Guards hat er aber seine Probleme. Der dritte Guard ist Jonas Grof. Er dürfte nur Garbage-Time-Minuten bekommen.

Tolaj muss den Abgang von Mark Dorris kompensieren. So weit ist er leider noch nicht. Deswegen ist es ein Downgrade gegenüber dem Vorjahr.

Small Forwards: Todd Brown / Fabian Bleck / Nikita Khartchenkov

Mit Todd Brown kommt ein Spieler, der einen Teil der Scoringlast übernehmen muss. Brown könnte diese Rolle auch übernehmen. Der US-Amerikaner ist hat eine tolle Sprungkraft. Zudem hat einen sehr guten Jumpshot, kann aber auch gut zum Korb ziehen. Häufiger wird man von ihm krachende Dunks sehen. Brown kann aber mehr als nur scoren. Brown ist ein überdurchschnittlich guter Rebounder. Er ist auch für ein paar Assists gut. In der Defense ist er ein richtiger Fighter, sowohl On-Ball als auch Off-Ball. Um die Minuten hinter ihm werden Fabian Bleck und Nikita Khartchenkov kämpfen. Bleck trifft aus dem Zweipunktebereich sehr hochprozentig. Sein Wurf von Downtown ist dagegen noch wacklig. Beim Rebounding muss er sich verbessern. Khartchenkov ist ein guter Schütze. Er war zu Saisonbeginn ganz in Ordnung, litt dann unter Pfeifferschem Drüsenfieber und fand nicht mehr zur alten Verfassung zurück. Dass er nun die Vorbereitung mitgemacht hat, könnte ihm in die Karten spielen.

Todd Brown ist für Phoenix Hagen ein sehr guter Spieler. Allerdings war sein Vorgänger Larry Gordon, der nun auf der Vier spielt und Gordon ist dann doch der bessere Spieler. Ein Downgrade gegenüber dem Vorjahr.

Power Forwards: Larry Gordon / Moritz Krume

Larry Gordon ist wohl DER Go-to-Guy im Hagener Spiel. Gordon ist sehr klein und könnte wohl von der Größe her sogar als Shooting Guard auflaufen. Dafür ist er physisch sehr stark. Der US-Amerikaner besitzt eine außergewöhnlich gute Sprungkraft und gehört auch deswegen zu den besten Reboundern der Beko BBL. Er kann nicht nur rebounden, sondern auch scoren. Den Dreipunktewurf trifft er für einen Power Forward sehr gut und sorgt damit für Spacing. Trotz seiner Größe von 1.96 Metern kann er auch seinen Gegner aufposten. Sein Backup wird Moritz Krume sein, der so langsam immer mehr Spielanteile bekommen soll. Krume ist kein begnadeter Shooter und muss erst einmal seinen Jumpshot stabilisieren, vor allem von jenseits der Dreipunktelinie. Beim Rebounding macht er sich gut. In der Defense ist er stets engagiert.

Larry Gordon wird nun dauerhaft auf der Vier spielen. Natürlich verlieren die Hagenermit Gregory einen präsenten Spieler. Dafür soll nun Gordon den Power Forward geben. Da die Hagener wieder viel shooten werden, ist Gordon der richtige Mann. Ein Upgrade zum Vorjahr.

Center: Keith Ramsey / Urule Igbavboa / Marcel Keßen

Keith Ramsey ist ein typischer Hagener Center. Er ist mit seinen 2.05 Metern und 98 Kilogramm sicher kein Bulle unter den Brettern, dafür aber sehr athletisch. Der US-Amerikaner bringt eine tolle Range mit und trifft den Mitteldistanzwurf, selten auch mal den Dreier. Somit macht er das Spiel breit. Ein Nachteil von ihm ist, dass er ziemlich unkonstant ist. Er liefert selten 2-3 gute Partien nacheinander. Sein Backup wird Urule Igbavboa sein. Der Big Man ist schon sehr wertvoll, weil er einen deutschen Pass besitzt. Er ist auch sehr beweglich. Dank seinem ordentlichen Mitteldistanzwurf kann er ebenfalls für Spacing sorgen. Zudem wird er in der Defense der Mannschaft Stabilität verleihen. Der dritte Center ist Marcel Keßen. Keßen wird für Kooperationspartner Iserlohn spielen oder bei den Hagenern auf der Bank sitzen. Vielleicht könnte er schon in dieser Saison Garbage-Time-Minuten bekommen.

Igbavboa ist der Center anstelle von Kruel. Der Neuzugang ist beweglicher, defensiv besser und trifft sogar aus der Mitteldistanz. Klares Upgrade zum Vorjahr.

Phoenix Hagen geht wieder einmal mit relativ kleinen Centern in die Saison. Auch Gordon ist für einen Power Forward sehr klein. Somit ist wieder Smallball angesagt. Aufgrund der finanziellen Probleme haben die Hagener nur fünf Ausländer im Kader. Dennoch sollte der Kader stark genug sein, um nicht abzusteigen. Ein Platz im Tabellenmittelfeld dürfte realistisch sein.

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Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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