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EWE Baskets Oldenburg – der Kader für 2014/15

EWE Baskets Oldenburg Teamportrait

In der vergangenen Saison scheiterten die EWE Baskets Oldenburg bereits in der Gruppenphase des Eurocup. Im Pokal schieden die Oldenburger im Viertelfinale gegen die Brose Baskets Bamberg aus. In der Beko BBL wurden sie Vierter in der Hauptrunde, gewannen im Viertelfinale der Playoffs mit 3:2 gegen die Telekom Baskets Bonn und scheiterten dann im Halbfinale nach großem Kampf mit 2:3 am deutschen Meister FC Bayern Basketball. Für die kommende Saison wollten die Oldenburger eine tiefere Bank mit besseren Rotationsspielern. Wir werfen einen Blick auf den Kader und schauen, ob dies gelungen ist.

Headcoach: Sebastian Machowski

Zugänge: Tywain McKee (UNICS Kazan), Maurice Stuckey (s.Oliver Baskets Würzburg), Philipp Zwiener (Eisbären Bremerhaven)

Abgänge: Dominik Bahiense de Mello (BG Göttingen), Konrad Wysocki (Anwil Wloclawek), Dru Joyce (Basketball Löwen Braunschweig), Kevin Smit (RASTA Vechta), Jannik Freese (Ziel unbekannt), Travon Bryant (Ziel unbekannt)

Point Guards: Tywain McKee / Maurice Stuckey

Es wurde ein Top-Point-Guard versprochen, mit Tywain McKee kommt ein hochkarätiger Spielmacher nach Oldenburg. Zwar war der US-Amerikaner im vergangenen Jahr nur der dritte Point Guard in Kazan. Die beiden Point Guards vor ihm waren mit Andrew Goudelock und Nikos Zisis hochklassige Point Guards. Nun will er wieder die Chef-Rolle und ist deswegen von Kazan nach Oldenburg gewechselt. McKee ist ein Spieler, der einen sehr schnellen Antritt besitzt. Beim Zug zum Korb ist er schwer zu stoppen. Sein Jumpshot dagegen ist solide. Die offenen Würfe trifft er dennoch häufig. McKee ist zudem ein ausgezeichneter Passgeber, der eine überragende Courtvision besitzt. Außerdem reboundet er für einen Einser hervorragend. Dazu ist der US-Amerikaner ein überdurschnittlich guter Verteidiger. Sein Backup wird Maurice Stuckey sein, der aus Würzburg kommt. Er besitzt auch einen schnellen Antritt und zieht gut zum Korb. Stuckey ist auch ein guter Werfer, vor allem von jenseits der Dreipunktelinie. Seine Passfähigkeiten sind mehr als ausbaufähig. Dafür reboundet auch Stuckey für einen Guard sehr gut. In der Defensive ist der junge Deutsche ein sehr unangenehmer Spieler, der seinen Gegenspielern keinen offenen Wurf gewährt.

Im vergangenen Jahr hatten die Oldenburger Joyce und Kramer auf der Eins. Nun haben sie mit McKee einen noch besseren Spieler als Joyce gefunden. Auch Stuckey ist als Point Guard besser geeignet als Kramer. Klares Upgrade gegenüber dem Vorjahr.

Shooting Guards: Chris Kramer / Julius Jenkins / Dominic Lockhart

Chris Kramer dürfte auch in dieser Spielzeit der Starter bei den EWE Baskets sein. Der US-Amerikaner ist ebenfalls ein sehr schneller Spieler. Er ist der Energizer der Oldenburger. In der Offense glänzt er durch seine sehr gute Penetration. Er trifft in Korbnähe hochprozentig, kann dort aber auch noch einmal zum freien Mitspieler passen. Sein Jumpshot ist wackelig, vor allem sein Dreipunktewurf. Den muss er auf jeden Fall verbessern. Kramer kann auch den Ballvortrag übernehmen und als Shooting Guard den Playmaker geben. Beim Rebounding ist er für einen Guard überragend. In der Defense ist der Guard ein Terrier und gehört zu den besten Backcourt-Verteidigern der Liga. Sowohl in der On-Ball als auch in der Off-Ball Defense ist er eine Pest für seine Gegenspieler. Julius Jenkins wird aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison der 6th Man bei den EWE Baskets Oldenburg sein und die Second Unit anführen. Jenkins ist ein überragender Scorer. Er zieht nicht mehr oft zum Korb, da er aufgrund seines Alters an Schnelligkeit verliert. Dafür hat der ehemalige MVP einen sehr verlässlichen Jumpshot und versenkte fast 50% seiner Dreipunktewürfe in der der Hauptrunde. Jenkins ist aber auch für den ein oder anderen Rebound gut. In der Verteidigung hat er gerade Off-Ball Probleme. Dritter Shooting Guard ist Dominic Lockhart, der in der anstehenden Saison wohl nur Garbage-Time-Minuten bekommen und hauptsächlich im Farmteam zum Einsatz kommen wird.

Die beiden Hauptakteure auf der Zwei sind die gleichen. Der Abgang von Bahiense de Mello wird überhaupt nicht schwer wiegen, da Kramer nicht mehr auf die Eins muss und sich somit auf seine Aufgaben auf der Zwei konzentrieren kann. Deswegen ist es ein Upgrade zum Vorjahr.

Small Forwards: Rickey Paulding / Philip Zwiener / Jan Niklas Wimberg

Mr. Oldenburg Rickey Paulding wird wohl auch in der kommenden Saison der Starter auf der Drei sein. Der US-Amerikaner geht bereits in seine achte Saison in Oldenburg. Auch er zieht, ähnlich wie Jenkins, immer seltener zum Korb. Paulding ist ein hervorragender Shooter, seine Halbdistanzwürfe fallen ebenso sicher wie seine Dreier. Paulding reboundet für einen Small Forward sehr ordentlich. Seine Passfähigkeiten sind solide. Von der Bank wird wohl Philip Zwiener die erste Alternative für die Drei sein. Der deutsche Nationalspieler bringt Firepower von der Bank mit. Zwiener ist ebenfalls ein guter Shooter, der hochprozentig von draußen trifft. Er kann aber auch in Korbnähe scoren. Der ehemalige Bremerhavener ist auch ein solider Passer und Rebounder. Dritter Small Forward im Kader ist Jan Niklas Wimberg. Er wird ähnlich wie Lockhart hauptsächlich für das Farmteam spielen.

Im vergangenen Jahr war Konrad Wysocki der zweite Small Forward hinter Paulding. Dieser konnte nicht scoren. Das Problem sollte behoben werden und mit Zwiener haben die EWE Baskets einen sehr guten deutschen Small Forward gefunden. Deswegen ist es ein Upgrade zum Vorjahr.

Power Forwards: Nemanja Aleksandrov / Robin Smeulders

Das ehemalige Supertalent Nemanja Aleksandrov geht in seine zweite Saison in Oldenburg. Der Serbe glänzt durch sein Offensive-Skillset. Er hat einen butterweichen Jumpshot, der meistens durch die Reuse fällt. Auch beim Dreipunktewurf ist der Power Forward äußerst erfolgreich. Aleksandrov ist für einen Power Forward sehr beweglich. Beim Rebounding muss er sich besser anstellen. Da kommt von einem 2.10 Meter großen Power Forward zu wenig. Auch im kommenden Jahr dürfte Robin Smeulders von der Bank kommen. Der fliegende Holländer nimmt zwar nicht viele Würfe, er trifft aber ganz ordentlich. In Korbnähe ist er sehr effektiv. Sein Mitteldistanzwurf fällt für einen Big Man sehr sicher. Dass er auch für den ein oder anderen Dreipunktewurf gut ist, hat er des Öfteren bewiesen. Auch Smeulders hat in ähnliches Problem wie Aleksandrov. Er reboundet zu schwach.

Die Rotation ist gleich geblieben. Von keinem der beiden sollte man einen großen Sprung erwarten. Deswegen haben sich die EWE Baskets weder verbessert noch verschlechtert.

Center: Adam Chubb / Philipp Neumann

Adam Chubb war in der vergangenen Saison fast die komplette Hauptrunde verletzt und wird sich wohl in der kommenden Saison steigern können, nachdem er die komplette Vorbereitung mitmacht. Chubb war früher Hochspringer und besitzt auch deswegen auch eine gute Sprungkraft. Der US-Amerikaner fühlt sich in der Zone wohl und ist in Korbnähe ein sicherer Scorer. Da er auch ein guter Blocksteller ist, kann er mit einem geeigneten Ballführer Pick’n Roll spielen. Chubb kann auch aus der Mitteldistanz abschließen. Beim Rebounding macht er einen ordentlichen Eindruck. In der Defense ist der Center engagiert und ist der einzige Big Man im Team, der den Laden einigermaßen dicht hält. Philipp Neumann wird wohl auch in der kommenden Saison von der Bank kommen. Der junge Center ist beweglich und ist in der Zone am effektivsten. Häufig sieht man von ihm, dass er den Ball an der Freiwurflinie bekommt und danach in die Zone marschiert, um dort abzuschließen. An seinem Jumpshot arbeitet er. Dieser verbessert sich auch. In Sachen Rebounding und Defense muss sich Neumann aber noch verbessern.

Chubb und Neumann sind dieses Mal von Anfang an bei den Oldenburgern dabei und konnten die Vorbereitung mitmachen. Somit sind sie von Anfang an auf einem guten Level, was im vergangenen Jahr nicht der Fall war. Deswegen ist es ein Upgrade zum Vorjahr.

Das Ziel, die Bank zu verstärken, hat bei den Oldenburgern eindrucksvoll geklappt. Eine Bank mit Stuckey, Jenkins, Zwiener, Smeulders und Neumann als Rotationsspieler kann sich sehen lassen. Die Nachteile beim Rebounding im Frontcourt können sie mit ihren starken Reboundern im Backcourt kaschieren. Im Eurocup muss man auf die Auslosung warten, bevor eine Prognose abgegeben werden kann. In der Beko BBL werden sie höchstwahrscheinlich die Playoffs erreichen. Ein Kampf um den dritten Platz hinter den starken Kadern vom FC Bayern und den Brose Baskets scheint realistisch zu sein.

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Enes Cakmak
Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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