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Walter Tigers Tübingen – der Kader für 2014/15

Walter-Tigers-Tübingen-Teamportrait

Die Walter Tigers Tübingen hatten im vergangenen Jahr viele personelle Probleme (unter anderem der Hirntumor von Johannes Lischka, aber auch viele Verletzte) und waren über die komplette Saison im Abstiegskampf. Mitte der Saison kam mit Daequan Cook der ehemalige 3-Punkte-Contest-Sieger der NBA. Mit seiner Verpflichtung kam die Wende und die Walter Tigers konnten mit dem Sieg über Phoenix Hagen am letzten Spieltag die Klasse halten.

Headcoach: Igor Perovic

Zugänge: Till-Joscha Jönke (ratiopharm Ulm), Augustine Rubit (University of South Alabama), Nick Wiggins (Wichita State University), Michael Cuffee (Mitteldeutscher BC)

Abgänge: Daequan Cook (SPO Rouen Basket), Nils Mittmann (Weißenhorn Youngstars), Johannes Lischka (Mitteldeutscher BC), Joshua Adam Young (rent4office Nürnberg), Robert Oehle (rent4office Nürnberg), Tyrone Nash (Ziel unbekannt)

Point Guards: Branislav Ratkovica / Till-Joscha Jönke

Branislav “Bane“ Ratkovica wird wohl auch in der neuen Saison der Starter auf der Eins sein. In der anstehenden Spielzeit ist er sogar der Kapitän der Tigers. Der Serbe ist ein Pass-First-Point-Guard und zieht die Fäden im Tübinger Spiel. Seine Passqualitäten sind unbestritten. Dennoch muss er seine Turnoverzahl runterschrauben, denn 3.3 Ballverluste pro Spiel sind zu viel. Er kann scoren, hat aber Probleme von Dowtown zu punkten. Stellt er diese Probleme nicht ab, dann sollten die Gegner ihm ein wenig Platz geben und den Wurf erzwingen.
Sein Backup ist Till-Joscha Jönke. In den vergangenen beiden Jahren spielte der junge Point Guard für den Rivalen ratiopharm Ulm und bekam ausschließlich nur Garbage-Time-Minuten. Meistens spielte er für den Kooperationspartner Weißenhorn Youngstars in der ProB und war dort unterfordert. Jönke ist ein Edelverteidiger und zieht in der Offense gut zum Korb. Seinen Jumpshot muss er noch verbessern.

In der vergangenen Saison hatten die Tübinger mit Ratkovica nur einen etatmäßigen Point Guard. Als er auf der Bank saß, übernahm Wallace die Rolle des Spielgestalters. Obwohl Wallace eher ein Shooter ist, ist er der bessere Spieler als Jönke. Deswegen ist es ein Downgrade gegenüber dem Vorjahr.

Shooting Guards: Jonathan Wallace / Julian Albus

Diese beiden waren das Shooting-Guard-Duo am Saisonende, als die Siege eingefahren wurden. Mit der Verpflichtung von Jönke kann sich Wallace ganz auf seinen Job auf der Zwei konzentrieren. Wallace ist sehr schnell und zieht deswegen sehr gut zum Korb. Außerdem ist er einer der besten Shooter der Beko BBL. Seine 41.4% von Downtown bei ungefähr 5.5 Dreipunkteversuchen pro Spiel sind überragend. Zwar ist Wallace ein sehr guter Spieler in der Offense, aber seine Defense ist schwach. Da muss er sich noch steigern.
Julian Albus ist der andere Shooting Guard. Der junge Deutsche war einer der überraschenden Garanten für den Klassenerhalt im vergangenen Jahr. Albus hat mit seiner Defense vielen Spielern den Zahn gezogen. In der Offense sticht er durch seinen guten Dreipunktewurf heraus. Gerade die offenen Würfe von Downtown trifft er hochprozentig.

Jonathan Wallace wird nur noch auf der Zwei spielen. Mit Albus hat er einen Backup, der für Stabilität in der Defense sorgt. Alles in Allem ein Upgrade gegenüber dem Vorjahr.

Small Forwards: Michael Cuffee / Nick Wiggins

Mit Michael Cuffee kommt ein sehr erfahrener Allrounder nach Tübingen. Der US-Amerikaner trifft gerade den Mitteldistanzwurf sehr sicher. Weitere Stärken von ihm sind das Rebounding und die Defense. Seine einzig auffällige Schwäche ist sein Wurf von Downtown. 31.4% sind da für einen Small Forward sehr schwach. Wenn er seinen Dreipunktewurf verbessert, dürfte er nur schwer zu stoppen sein.
Sein Backup ist Nick Wiggins, der Bruder des diesjährigen NBA-First-Picks Andrew. Seine Armspannweite und Sprungkraft sind überragend. Von ihm dürfen wir uns krachende Dunks erwarten. An seinem Jumpshot muss er aber noch arbeiten. Gerade sein Wurf von Downtown ist noch sehr wacklig, was bei einem College-Absolvent kein Wunder ist.

Im vergangenen Jahr waren Daequan Cook und Nils Mittmann die Small Forwards. Cook war mal in der NBA, dennoch ist Cuffee der bessere Spieler. Wiggins kann, wenn er seine Defense verbessert, die Rolle von Mittmann problemlos einnehmen. Somit ist es ein Upgrade zum Vorjahr.

Power Forwards: Augustine Rubit / Aleksandar Nadjfeji

Augustine Rubit ist in Europa noch unerfahren und kommt frisch aus dem College. Er macht in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck. Der US-Amerikaner kann sowohl von innerhalb als auch außerhalb der Dreipunktelinie scoren. Darüber hinaus reboundet er für einen Power Forward sehr gut. Eine weitere Stärke von ihm ist das Shotblocking. Seine 1.5 Blocks pro Spiel sind vor allem für einen Power Forward ein extrem guter Wert.
Der andere Power Forward ist Aleksandar Nadjfeji. Der Veteran sollte eigentlich Co-Trainer werden und wurde nun reaktiviert. Er zeigt in der Vorbereitung, dass er es auf alle Fälle noch drauf hat. Der Deutsch-Serbe lässt trotz seines Alters seine Gegenspieler immer noch häufig alt aussehen. Er ist vor allem für seine Pumpfakes bekannt. In der Defense hat der Big Man aufgrund seines Alters an Beweglichkeit und Schnelligkeit eingebüßt und hat mittlerweile mehr Probleme als zu früheren Zeiten.

Mit Rubit kommt zwar ein Alleskönner. Dafür ist er aber noch sehr unerfahren auf europäischem Parkett. Tyrone Nash war im vergangenen Jahr gerade auf der Vier ein wichtiger Spieler für die Tigers. Deswegen ist es ein Downgrade zum Vorjahr.

Center: Anatoly Kashirov / Bogdan Radosavljevic

Anatoly Kashirov ist ohne Zweifel ein in der Offense sehr gefährlicher Center. Sein Offensive-Skillset ist so nur sehr schwer zu finden. Beim Rebounding muss er sich steigern. Am offensiven Brett pflückt er sich viele Rebounds, aber am eigenen Brett muss er sich verbessern. Da ist auch schon Kashirovs’ Problem. Er ist trotz einer Größe von 2.15 Metern ein sehr schwacher Verteidiger.
Der andere Center ist Neu-Nationalspieler und Supertalent Bogdan Radosavljevic. Mittlerweile verbessert sich der junge Center stetig und wirft sogar von jenseits der Dreipunktelinie. Sein Reboundverhalten muss er auf jeden Fall verbessern. 3 Rebounds pro Spiel sind für einen Center viel zu wenig. Auch in der Defense muss er noch an sich arbeiten. Wenn er diese Defizite loswird, dann kann er in wenigen Jahren einer der Topcenter in Deutschland sein.

Auf der Fünf hat sich bei den Walter Tigers Tübingen eigentlich nichts verändert. Wenn von Radosavljevic der nächste Schritt kommt, ist es ein Upgrade zum Vorjahr.

Im vergangenen Jahr hat es für die Walter Tigers Tübingen gerade noch zum Klassenerhalt gereicht. Die Tübinger gehen mit einer 10-Mann-Rotation in die kommende Saison und sind qualitativ besser besetzt als im Vorjahr. Am Saisonende sollte ohne große Abstiegsangst ein Platz im unteren Mittelfeld realistisch sein.

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Enes Cakmak
Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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