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Sonntag, April 21, 2024

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NBA-Preview Southeast Division

Cheerleader UCLA

Miami Heat ( 54 – 28 )

Matthias: Als wäre die deutliche Finals-Pleite gegen die Spurs nicht schon bitter genug gewesen und als hätte man innerhalb der Franchise nicht schon genügend andere Probleme, verkündete LeBron James im Sommer auch noch seinen Abschied aus Miami und seinen Wechsel nach Cleveland. Der Schock saß tief am South Beach nach der Homecoming-Entscheidung ihres nun ehemaligen Stars und Publikumsliebling. Ein weiteres Problem ergab sich aus der ungeklärten Zukunft von Starspieler Chris Bosh – der Ex-Raptor kokettierte schließlich seit einer gewissen Zeit mit einem Wechsel nach Houston. Doch Pat Riley wäre nicht Pat Riley, hätte er auf (fast) alle Situationen eine passende Antwort. So überzeugte er in Windeseile seinen neuen Franchise-Player Bosh von einem Verbleib im Süden der USA und machte ihm diesen mit einem Maximalvertrag schmackhaft. Überdies verpflichtete man einen der besten verbliebenden Small Forwards auf dem Markt in Person von Luol Deng. Da auch Wade seiner alten Liebe treu blieb und einen neuen Vertrag unterschrieb, konnte das zweifelsohne entstandene Loch angemessen geschlossen werden. Sowohl Wade als auch Bosh sind nun in der Verantwortung, zu zeigen, dass sie mehr als nur Sidekicks sind und eine Franchise nach wie vor schultern können. Da zudem altbekannte und altbewährte Spieler wie Udonis Haslem oder Chris Andersen blieben, geht Miami mit einer recht eingespielten Truppe an den Start. Auf der Vier muss man allerdings Josh McRoberts integrieren und seine Passing- und Shooting-Skills zur Geltung bringen. Hinter Deng wird auch Danny Granger nach einem für ihn persönlich verkorksten Jahr beweisen wollen, dass aus der ehemaligen Hoffnung der Pacers mehr übrig geblieben ist, als ein verletzter 30+ Spieler. Sorgen machen dagegen zwei Dinge: Die Verletzungsanfälligkeit von Dwayne Wade und die Besetzung der Point Guard-Position. Letztere ist zwar in Sachen Quantität gut besetzt, dafür fehlt es allen Playmakern jedoch an Qualität oder Erfahrung. Gelingt es Spoelstra allerdings, die Verantwortung von eben diesen Spielern auf Routiniers wie Wade, Deng oder Bosh zu übertragen und seinen Plan vom schnellen und laufintensiven Small-Ball weiterhin am Leben zu halten, dann werden die Heat auch in dieser Saison ein Playoff-Teilnehmer sein!

Enes: Riley ist der Wahnsinn. Er hat wirklich auf alles eine Antwort. Für den LeBron-Abgang ist er unschuldig, das war LeBrons Decision. Dass er Andersen (der ein Angebot von Cleveland hatte) und Bosh überzeugen konnte, ist stark, auch wenn er für Bosh einen Max-Contract opfern musste. Was mir in Miami überhaupt nicht gefällt, ist, dass außer Andersen kein anständiger Center im Kader ist und Andersen wird bestenfalls 10-15 produktive Minuten geben können. Von McRoberts oder Bosh auf der Fünf halte ich wenig bis gar nichts. Gegen Spieler wie Marc Gasol, Joakim Noah oder Dwight Howard sind sie da chancenlos. Des Weiteren gefallen mir die Verträge von Bosh und Wade nicht. Bei Wade wären 8-9 Millionen angemessen gewesen. Man weiß ja nie, wie es bei ihm aussieht und er verliert Jahr für Jahr an Explosivität. Bei Bosh ist klar, ohne den Max wäre er in Houston gelandet, deswegen mussten die Heat ihm den Vertrag geben. Wenn Bosh auf der Vier spielen würde, wäre der Vertrag wohl in Ordnung. Er sorgt zwar für Spacing, dafür hat er aber große Nachteile in der Defense. Sonst finde ich die Moves der Heat gut. Von Napier halte ich sehr viel. Er hat nach einer schwachen Summer League eine starke Preseason hinter sich. Auch Deng und McRoberts sind tolle Neuverpflichtungen. Alles in Allem müssen die Heat trotz des LeBron-Abgangs die Playoffs erreichen!

Atlanta Hawks ( 38-44 )

Enes: Die Hawks haben sich vor der vergangenen Saison toll verstärkt. Mit Paul Millsap konnten sie einen begehrten Free Agent verpflichten und fanden somit einen adäquaten Nachfolger für Josh Smith. Mit Mike Budenholzer verpflichteten sie einen Coach, der einer der wichtigen Assistenten von Spurs-Legende Gregg Popovich war. Somit weiß er, was Teambasketball bedeutet. In der vergangenen Saison sah man bei den Hawks gewisse Spielzüge, die man schon von den Spurs kennt. Die Hawks waren zu Saisonbeginn extrem stark und auf dem dritten Rang, bis sich Franchise-Player Al Horford verletzte. Am Ende schafften es die Hawks als Achter gerade noch in die Playoffs, wo sie in der ersten Runde in sieben Partien nur knapp ein Upset gegen Indiana verpassten. In der Offseason haben die Hawks ordentlich gearbeitet. Die Verträge von Mike Scott, Shelvin Mack und Elton Brand wurden verlängert. Per Draft kommt Power Forward Adreian Payne, der auch von Downtown schießen kann. Mit den Free Agents Kent Bazemore und Thabo Sefolosha konnten sich die Hawks weiter verstärken. Vor der Saison bleibt hinter Al Horford ein dickes Fragezeichen. Wie stark wird er zurückkommen? Wie lange braucht er, um wieder in Topform zu sein? Obwohl hinter Horford ein Fragezeichen steht, sollten die Hawks mit diesem Roster die Playoffs erreichen.

Charlotte Hornets ( 43 – 39 )

Matthias: Irgendwie passt es nur allzu gut ins Bild, dass die Franchise aus Charlotte nicht mehr den Beinamen ,,Bobcats‘‘ trägt, sondern seit dieser Saison ,,Hornets‘‘ heißt. Die Veränderungen äußerlicher Natur stehen nämlich in engem Zusammenhang mit den durchaus positiven Geschehnissen auf dem Parkett. Vor allem die letztjährigen Verpflichtungen von Al Jefferson und Trainer Steve Clifford haben dem Verein eine neue Lackierung beschert. Weg vom Loserimage vergangener Tage und hin zu knallharter Defense und Besinnung auf die eigenen Tugenden. Die Playoffs sind das klare Ziel und dieses zu erreichen, ist keinesfalls utopisch. Mit Lance Stephenson als Wunderwaffe auf der Zwei/ Drei, Kemba Walker als Spielgestalter im Backcourt und Low-Post-Dominator Al Jefferson kann einiges gehen in der neuen Spielzeit. Zwar verließ mit Josh McRoberts ein essentieller Baustein das Team, dafür konnte mit Marvin Williams ein guter Schütze unter Vertrag genommen und mit Noah Vonleh ein vielseitiger Spieler gedraftet werden. Auch vom jungen Sophomore Cody Zeller erwartet man in Charlotte einen Sprung nach vorne und es scheint nicht ausgeschlossen, als würde Wurfallergiker Michael Kidd-Gilchrist vom ergiebigen Wurftraining in der Offseason profitieren können. Von der Bank hat man zudem genügend Alternativen, deren Stärken man je nach Spielverlauf und Gegner akzentuieren kann. Brian Roberts etwa hat bereits letzte Saison seine NBA-Tauglichkeit unter Beweis gestellt und auch Gerald Henderson dürfte mit seiner neuen Rolle als 6th Man nicht vollkommen überfordert sein. Einzig die Frage nach dem so überlebenswichtigen Spacing bleibt derzeit noch offen. Stephenson ist nicht der geborene Schütze, Walker allenfalls solide und über die Distanzwurffähigkeiten von MKG braucht man nicht zu diskutieren. Vor allem Neal, Henderson und Vonleh müssen zeigen, dass sie eine ernstzunehmende Gefahr von außen darstellen und dem Team so eine offensive Identität bescheren, die nicht nur auf dem Können von Jefferson und Walker basiert.

Enes: Die Hornets haben ein tolles Team. Clifford hat mit der harten Defense auch einen guten Plan. Dass selbst Jefferson gut verteidigt, hätte ich nie gedacht. Seine Offensivkünste sind sowieso unbestritten. Ich habe die gleichen Befürchtungen wie du, was das Spacing angeht. Aber andererseits haben sie dann auf der Vier Spieler wie Marvin Williams und Noah Vonleh, die Dreipunktespezialisten sind. Von Kidd-Gilchrist muss endlich mal der nächste Schritt in der Offense kommen. Er wirft viel zu schwach für einen Small Forward. Stephenson ist eine Rakete. Sein Dreier fällt nicht immer, aber sonst kann er alles. Selbst seine Verteidigung gegen LeBron James war sehr stark. Der Kader der Hornets sieht gut aus. Die Playoffs sind Pflicht!

Washington Wizards ( 44-38 )

Enes: Man kann wohl sagen, die Wizards waren die Überraschung der vergangenen Saison und das, obwohl vom 3. Pick des 2013er Drafts, Otto Porter, der nach seiner Verletzung nicht in die Saison fand, überhaupt nichts kam. Dafür blühte der Backcourt um John Wall und Bradley Beal regelrecht auf. Auch der Frontcourt um Marcin Gortat, Nene und Trevor Ariza war stark. Vor allem Ariza war von jenseits der Dreipunktelinie nicht zu stoppen. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war die Verpflichtung von Veteran Andre Miller. Er sollte als Mentor für John Wall dienen. Die Wizards wurden Fünfter in der Eastern Conference und schlugen in der ersten Runde die Chicago Bulls. In der zweiten Runde war gegen die Indiana Pacers Schluss. In der Offseason war das primäre Ziel, Marcin Gortat und Trevor Ariza zu halten. Während der Pole blieb, wechselte Ariza zu den Houston Rockets. Für Ariza haben die Wizards einen namhaften Nachfolger gefunden: Paul Pierce! „The Truth“ will es noch einmal wissen und mit den Wizards so weit wie möglich kommen. Außerdem sollen Spieler wie Wall, Beal und Porter von seiner Routine profitieren. Mit Rasual Butler, Kris Humphries und DeJuan Blair kommen kommen weitere erfahrene Spieler hinzu. Ein Problem haben die Wizards in den ersten Saisonwochen. Shooting Guard Bradley Beal fällt vorerst aus. Einen adäquaten Ersatz haben sie da nicht. Trotzdem werden sie locker die Postseason erreichen. Sollte Beal schnell fit werden und die Wizards dort weitermachen, wo sie aufgehört haben, könnten sie um den Homecourt-Advantage kämpfen.

Matthias: Die Wizards haben einen hungrigen und qualitativ hochwertigen Kern, der mit der Akquisition von Paul Pierce noch weiter verstärkt wurde. Schmerzen wird dafür der Wegfall von Small Forward Trevor Ariza, welcher vorzugsweise aus den Ecken die perfekt getimten Anspiele von John Wall mit traumwandlerischer Sicherheit zu verwerten wusste und so für jeden Gegner eine ernsthafte Bedrohung vom Perimeter darstellte. In der neuen Spielzeit wird vieles von der Genesung von Bradley Beal abhängen und inwieweit sich die jungen Talente um Otto Porter und Glen Rice Jr. weiterentwickelt haben. Die starke Preseason macht in dieser Hinsicht berechtigte Hoffnungen, dass beide bedeutend weiter sind als noch vor einem Jahr und dass der Ausfall von Beal sowie Webster kompensiert werden kann. Der Nukleus um Wall, Nene, Gortat und Pierce wird aber auch in der neuen Spielzeit für genügend Wirbel und Furore sorgen, sodass eine Playoffteilnahme fest eingeplant werden kann. Die smarten Entscheidungen, Spieler wie Blair oder Humphries zu verpflichten, beweisen, dass in Washington vieles richtig gemacht wird. Die diesjährigen Playoffs waren da sicherlich nur der Anfang!

Orlando Magic ( 23-59 )

Matthias: Orlando befindet sich mitten im Rebuild. Das Ziel der Verantwortlichen vor Ort ist daher eher die Talententwicklung denn der ganz große Teamerfolg. Da letzteres mit dem Kader aber sowieso nicht im Bereich des Machbaren ist, kann man den Jungspunden um Sophomore Oladipo, Center Vucevic und den Draftees Gordon und Payton genügend Platz zum Austoben bieten. Der Trade aus der Vorsaison, der Leistungsträger Afflalo nach Denver brachte, kann daher nur so interpretiert werden, dass Minuten für die zahlreichen Talente geschaffen werden soll. Da es in der NBA aber nicht nur mit Rising Stars geht, wurde Channing Frye aus Phoenix verpflichtet. Der Vierer ist ein ausgewiesener Experte von Downtown und wird das Feld für die athletischen, dafür aber eher wurfschwachen Guards breit mache. Eine Schlüsselrolle im Team kommt auch Tobias Harris zu, welcher zwar beileibe kein Rookie mehr ist, dafür trotzdem noch genügend Upside verspricht und um einen neuen Contract kämpfen will. Insgesamt wird Orlando auch diese Saison nichts mit den Playoffs zu tun haben, da echte Größen fehlen und der kurzfristige Ausfall von Oladipo die Qualität deutlich vermindert.

Enes: Die Magic sind ein sehr interessantes Team. Anstelle der Magic würde ich gucken, dass der Vertrag von Harris so schnell wie möglich verlängert wird. Er ist ein starker Allrounder und könnte, wie du sagtest, bei diesem jungen Team eine Schlüsselrolle übernehmen. Zwei Vorwürfe muss ich noch machen. Erstens: Es war klar, dass Arron Afflalo in Orlando nicht verlängern wird. Wieso haben die Magic ihn nicht getraded, als er stark aufgespielt hat? Da hätten sie viel mehr Gegenwert bekommen als nur einen Evan Fournier und einen Zweitrundenpick. Zweitens: Wie zum Teufel kommen die Magic auf die Idee, Frye so einen hochdotierten Vertrag zu geben? Aus welchem Grund setzen sie Aaron Gordon einen gestandenen Spieler vor die Nase? Bei der Prognose stimme ich dir zu, die Magic werden nichts mit den Playoffs zu tun haben.

Matthias‘ Tipps:
1. Washington Wizards
2. Charlotte Hornets
3. Miami Heat
4. Atlanta Hawks
5. Orlando Magic

Enes’ Tipps:
1. Charlotte Hornets
2. Washington Wizards
3. Atlanta Hawks
4. Miami Heat
5. Orlando Magic

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Enes Cakmak
Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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