25.2 C
New York City
Donnerstag, August 11, 2022

Buy now

NBA-Preview Southwest Division

Cheerleader
Im letzten Teil der NBA-Preview wird ein Blick auf die Southwest Division geworfen. In dieser sind die Houston Rockets, die Memphis Grizzlies, die New Orleans Pelicans, die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki sowie der Champion, die San Antonio Spurs.

Houston Rockets ( 54-28 )

Enes: Die Houston Rockets wurden Vierter im Westen und mussten in der ersten Playoffrunde gegen die Portland Trail Blazers antreten. Sie erlebten eine böse Überraschung und schieden mit 2:4 aus. Zu Beginn kamen per Draft das Schweizer Talent Clint Capela und Nick Johnson. Als dann die Free Agency begann, sah alles gut aus. Chris Bosh sollte bei einem LeBron-James-Abgang aus Miami kommen. Mit Chandler Parsons hätten die Rockets ebenfalls verlängert. Dann begann die Free Agency, die Dallas Mavericks boten Chandler Parsons einen hochdotierten Vertrag an. Somit hatten die Rockets 3 Tage Zeit, um zu matchen. In dieser Zeit entschloss sich Chris Bosh, einen Max-Contract bei den Miami Heat zu unterschreiben. Dann war für die Rockets klar: Entweder sie verlängern mit Parsons und werden unflexibel, oder sie lassen ihn gehen. Die Rockets ließen ihn gehen und wurden vom vermeintlichen Gewinner schnell zum Verlierer der Offseason. Danach kam doch ein kluger Schazug. Als Parsons-Nachfolger wurde Trevor Ariza verpflichtet, der eine tolle Saison für die Washington Wizards gespielt hat. Auffällig bei ihm ist, dass er immer im Contract-Year aufblüht. Sonst wurde das Team nur mit Rollenspielern (Kostas Papanikolaou, Joey Dorsey und Tarik Black) sowie mit Veteran Jason Terry gefüllt.
Die Bank hat durch die Abgänge von Jeremy Lin und Ömer Asik an Qualität verloren. Nun muss der nächste Schritt von den Youngstern wie Terrence Jones und Donatas Motiejunas kommen. Außerdem müssen James Harden und Dwight Howard mehr Verantwortung übernehmen.
Die Houston Rockets werden die Playoffs erreichen. Dort könnten sie aber im starken Westen gegen jeden Gegner ihre Probleme bekommen. Howard und Harden als One-Two Punch wird nicht für einen tiefen Playoffrun reichen.

Matthias: Im Grunde hat Chris Bosh so ziemlich alle Hoffnungen der Rockets-Anhänger auf eine starke Big Three samt potenten Rollenspielern im Nu zerstört, indem er in Miami verlängerte und GM Daryl Morey dadurch auch vor die Entscheidung stellte, Parsons überzubezahlen oder ihn gehen zu lassen. Die Verantwortlichen in Houston wählten den Weg der Flexibilität und zogen sich im Grunde noch recht achtbar aus der Affäre. Trevor Ariza ist nämlich bekanntermaßen ein besserer Verteidiger und Schütze vom Perimeter als der Neu-Maverick Parsons. Auch Papanikolaou ist ein sehr flexibler Spieler, der allerdings noch an seiner Konstanz und an seinem Jumpshot arbeiten muss. Terry als Veteran von der Bank zu verpflichten, ist überdies auch nicht die schlechteste Form, das Team zu verbessern. Da auch Howard wieder vollkommen genesen ist und Harden sicherlich den einen oder anderen Kritiker Lügen strafen will, welcher an seinen Defensiv-Qualitäten zweifelt, können die Rockets weiterhin auf ihre starken Stars bauen. Alleine diese beiden garantieren eine gewisse Anzahl an Siegen, wie viele genau, das wird neben der wahren Stärke der Bankspieler auch in großem Maße von Spielern wie Ariza und Jones abhängen. Beide können sich in den Vordergrund spielen und eine gewisse Scoringlast übernehmen. Alles in allem sind die Rockets für mich ein nicht zu unterschätzender Playoffkandidat, welcher allerdings nicht den Status als Contender verdient.

Dallas Mavericks ( 49 – 33 )

Matthias: Die Franchise aus Dallas ist bekannt dafür, im Sommer gerne mal den einen oder anderen Spieler auszutauschen und nach Höherem zu streben. Auch in diesem Jahr konnte man diese Gier nach einem weiteren Star und Puzzlestück wieder beobachten. Doch auch 2014 kam wieder kein Superstar ala LeBron James oder Carmelo Anthony. Und ja – manche erahnen es schon – musste wieder auf die 1B-Lösung zurückgegriffen werden. Diese sah vor, in Puncto Defense und auf der Position des Small Forwards nachzubessern. Dafür aquirierte man via Trade in Person von Tyson Chandler den Meisterschaftscenter von 2011. Mit ihm wechselten zudem Raymond Felton, Jose Calderon und Samuel Dalembert die Seiten. Überdies konnten die Free Agents Jameer Nelson, Al-Farouq Aminu und Richard Jefferson von einem Engagement bei den Mavs überzeugt werden. Der nahmhafteste Neuzugang ist allerdings ein noch recht junger Mann aus Houston. Er hört auf den Namen Chandler Parsons und möchte bei seinem neuen Arbeitgeber mehr Verantwortung übernehmen als zuvor beim Texasrivalen. Seine Verpflichtung wurde allerdings erst durch eine andere Verlängerung ermöglicht, welche für viele Fans Vorrang genoss. Dirk Nowitzki muss an dieser Stelle genannt werden, denn indem der deutsche Superstar auf viel Geld verzichtete, ermöglichte er es seinem Management, das nun vorhandene Geld in Spieler wie Parsons zu stecken. Dieser wiederum muss vor allem Defensivspezialist Marion ersetzen, welcher in Cleveland sein Glück und einen weiteren Ring sucht. Auch Energiebündel DeJuan Blair und Vince Carter sind nicht mehr im Kader von Trainer Rick Carlisle, welcher in der neuen Saison eine Verbesserung zum Vorjahr anstrebt. Angetrieben durch Nowitzki und Ellis soll Dallas eine der besten Offensiven der NBA stellen und zugleich nicht die Defensive vernachlässigen. Denn gerade dort ist die große Schwachstelle auszumachen, wenngleich Chandler einen positiven Einfluss haben wird. Insgesamt muss das Erreichen der Playoffs das klare Ziel sein und auch ein Sieg in der ersten Runde wäre gerne gesehen. Alles andere wäre dann Zubrot!

Enes: Die Offense der Mavs ist schon extrem krass und gehört auf jeden Fall zu den besten der Liga. Parsons muss halt seine Leader-Qualitäten schnell unter Beweis stellen. Die Bank wurde gut verstärkt. Ein Jefferson kann beispielsweise mit seiner Erfahrung im Locker Room helfen. Brauchen die Mavs einen starken Defender auf den Forward-Positionen, dann darf Aminu ran, der zudem exzellent rebounden kann. Die Mavs werden dieses Jahr erneut in den Playoffs landen und solange sie den Spurs aus dem Weg gehen, haben sie eine gute Chance, die Serie zu gewinnen.

Memphis Grizzlies ( 50-32 )

Enes: Vor dem Beginn der vergangenen Saison trafen die Grizzlies eine radikale Entscheidung und verlängerten den Vertrag von Headcoach Lionel Hollins, der mit dem Team bis in die Conference Finals vorgedrungen ist, nicht. Der neue Mann an der Seitenlinie war Hollins‘ bisheriger Assistent Dave Joerger. Er zog mit den Grizzlies, die die gesamte Saison auf Quincy Pondexter und lange Zeit auf Marc Gasol verzichten mussten, gerade noch so in die Playoffs ein. Dort merkte man wieder, was die Stärke der Bären ist: Die Zonendominanz und Verteidigung. In der ersten Runde trafen sie auf die Oklahoma City Thunder und hatten in den ersten fünf Spielen den One-Two Punch Durant/Westbrook im Griff. Doch in den letzten beiden Spielen waren die Superstars aus Oklahoma nicht zu stoppen, sodass die Grizzlies die Serie mit 3:4 verloren.
In der Offseason haben die Bären aus Memphis ihre Hausaufgaben gemacht. Die Verträge von Zach Randolph und Beno Udrih wurden verlängert. Die Entlassung von Jamaal Franklin sowie die Verluste von Ed Davis und James Johnson wiegen nicht schwer. Am ehesten tut der Abgang von Scharfschütze Mike Miller weh, der immer eine Bedrohung für seine Gegner war. Er wurde durch Oldie Vince Carter, der eine tolle Saison für die Dallas Mavericks spielte, ersetzt. Per Draft wurden Jordan Adams und Jarnell Stokes verpflichtet, die in ihrer ersten Saison nur wenige Einsatzminuten bekommen dürften.
Für die Memphis Grizzlies könnte mehr gehen als in der vergangenen Saison, gerade weil Marc Gasol von Beginn an fit ist. Die Grizzlies werden mit großer Wahrscheinlichkeit die Playoffs erreichen und könnten mit ihrer Defense jedem Gegner das Leben schwer machen.

Matthias: Die Grizzlies sind einer der Geheimfavoriten auf den Titel, zumindest im Westen. Die (Achtung Wortspiel) bärenstarke Defense und die Eingespieltheit sind nicht zu unterschätzende Vorteile und können am Ende ausschlaggebend sein. Auch der Faktor Gasol ist entscheidend. Der Center aus Spanien ist wieder fit, befindet sich im Contract-Year und möchte endlich etwas erreichen! Gemeinsam mit Frontcourt-Partner Zach Randolph und Aufbauspieler Mike Conley – alle drei fast notorisch unterbewertet – will Gasol die Plätze 1-4 angreifen, die Heimvorteil in den Playoffs garantieren. Durch die Verpflichtung von Veteran Vince Carter, welcher im Winter seiner Karriere noch vergleichsweise viel Geld bekommt, konnte auch der Wegfall von Mike Miller kompensiert werden und nicht so sehr ins Gewicht fallen. Da man sich in Memphis zudem auf die Defensivstärken von Tony Allen und die Ballsicherheit der ganzen Mannschaft, welche nur sehr wenige Turnover produziert, verlassen kann, sieht die nahe Zukunft sehr erfolgsversprechend aus. Steigern sich die Bären in der Offensive, dann traue ich ihnen viel zu!

New Orleans Pelicans ( 34-48 )

Matthias: Die New Orleans Pelicans befinden sich zurzeit im Aufwind und dürfen dabei vor allem von den MVP-würdigen Leistungen von Franchise Player Anthony Davis beeindruckt sein. Der Forward, erst 21 Jahre alt, steigert sich von Monat zu Monat und hat nach einem Sommer mit dem Team USA weitere und sehr wichtige Erfahrungen sammeln können, die ihm im NBA-Alltag zum Vorteil gereichen können. An seiner Seite sollen die ebenfalls überdurchschnittlichen Starter wie Ömer Asik, welcher für einen Pick aus Houston kam, Jrue Holiday sowie Allzweckwaffe Tyreke Evans für zahlreiche Siege sorgen. Einzig die Form von Shooting Guard Eric Gordon gibt Rätsel auf. Da Austin Rivers allerdings endlich beweisen will, warum er zu Beginn seiner Karriere so hochgelobt wurde, kann man eine Formkrise noch einigermaßen gut auffangen. Auch die Genesung von Scharfschütze Ryan Anderson, welcher als 6th Men die Offensive ankurbeln soll, kann sehr entscheidend für ein erfolgreiches Abschneiden sein. Allerdings darf man nicht unter den Tisch kehren, dass die Pelicans einige Abgänge zu verkraften haben. So verließen unter anderem Aminu, Morrow, Roberts, Smith und Stiemsma die Franchise aus New Orleans und hinterlassen eine nicht gerade kleine Lücke, welche es zu schließen gilt. Russ Smith, Jimmer Fredette, Darius Miller und John Salmons sind hier gefordert und sollen wichtige Minuten von der Bank übernehmen. Insgesamt werden die Pelicans um die hinteren Playoffränge konkurrieren und auf Anthony Davis bauen.

Enes: Die Pelicans haben ein großes Problem: Die Bench. Außer Ryan Anderson kommt leider nicht viel. Die Starting Five ist playofftauglich, das ist klar. Vor allem der Asik-Trade war extrem gut! Er ist ein guter Defensivanker, der mit Davis ein Bollwerk bilden könnte. Tyreke Evans scheint in der Offseason an seinem 3er gearbeitet zu haben, was den Pelicans sehr gut tut. Und was ich noch loswerden will: Unibrow for MVP! Was der Junge liefert, ist klasse! Aber wenn er eine Chance auf den MVP-Award haben will, dann muss er seine Pelicans in die Postseason führen. Dazu haben sie auf jeden Fall das Zeug!

San Antonio Spurs ( 62-20 )

Enes: Und erneut haben es die Spurs ihren Kritikern gezeigt und sind Meister geworden. Auch vor der vergangenen Saison kam die These: „Die Spurs sind zu alt, die Heat und die Thunder sind stärker.“ Zu Beginn der vergangenen Saison war Tony Parker, der mit Boris Diaw Europameister wurde, in einem Formtief und musste nicht so lange auf dem Court stehen, was auch an seinen verlässlichen Vertretern Mills und Joseph lag. Popovich hatte das Minutenmanagement im Griff und ging mit einer sehr fitten Truppe, die Hauptrundenerster wurde, in die Postseason, wo die Dallas Mavericks warteten. Die Mavs waren ein Albtraum für das Team aus San Antonio, weil Rick Carlisle einen Plan hatte, das Ballmovement der Spurs zu unterbinden. Erst im siebten Spiel fanden die Spurs zu sich und gewannen die Serie. In der zweiten Runde hatten sie gegen die Portland Trail Blazers, die keine produktive Bank hatten, nur wenig Probleme und zogen ins Conference Finale ein, wo sie auf die Oklahoma City Thunder trafen. Die Thunder waren aufgrund der Ibaka-Verletzung gehandicapt, sodass die Spurs die Serie in sechs Spielen gewannen und im Finale standen, wo es die Neuauflage der Finals 2013 gegen die Miami Heat gab. Diesmal hatten die Spurs keine Probleme und gewannen mit einer 4:1-Serie die Larry O’Brien Trophy. Zum Finals-MVP wurde Kawhi Leonard gekürt, der eine phänomenale Postseason spielte.
In der Offseason haben die Spurs alles Nötige gemacht. Mit Becky Hammon wurde zum ersten Mal eine weibliche Vollzeit-Assistentin eingestellt. Außerdem wurde die europäische Trainerlegende Ettore Messina als Assistant Coach verpflichtet. Des Weiteren wurden die Verträge der Eckpfeiler Boris Diaw, Tony Parker und Tim Duncan verlängert sowie der Kontrakt von Headcoach Gregg Popovich. Auch die Rollenspieler Aron Baynes, Matt Bonner und Patty Mills bekamen einen neuen Vertrag.
Die Spurs sind auch im kommenden ein heißer Anwärter auf die Championship, weil kein Team so eingespielt und tief besetzt ist. Außerdem sind die Spurs nicht so anfällig wie die anderen Teams, falls sich ein Spieler verletzten sollte.

Matthias: Was soll man zu den Spurs unter Gregg Popovich noch groß schreiben? Mittlerweile hat so ziemlich jeder mitbekommen und verstanden, dass dort im Westen der USA Jahr für Jahr grandiose Arbeit geleistet wird, die vergangene Saison auch wieder mit dem Titel belohnt wurde. Dass Tim Duncan oder Manu Ginobili noch immer nicht ans Aufhören denken und ihr Pensum abspulen ist beachtlich. Nun hat man mit Kawhi Leonard den großen Stützpfeiler für die Zukunft gefunden und mit Ettore Messina möglicherweise auch einen Nachfolger für Pop, falls dieser keine große Lust auf das Coachen der Spurs verspührt. Mit Green, Diaw, Splitter, Belinelli oder Mills sind zudem genügend gute Rollenspieler im Kader, die die Qualität im Training und vor allem im Spiel hochhalten. Nun muss von Seiten des Managements und von Seiten des Trainerstabs dafür gesorgt werden, dass sich nach der gewonnenen Meisterschaft keiner zurücklehnt und nicht mehr die Form findet. Zudem sollten die Stars weiterhin über große Teile der regulären Saison geschont werden, damit in den entscheidenden Playoffs noch genügend Energie im Tank ist. Zwar ist die Konkurrenz im Westen mit den Clippers, GSW, Memphis usw. auch nicht gerade schlecht, dennoch muss das Ziel der Spurs auch in diesem Jahr wieder die Finalsteilnahme sein.

Enes‘ Tipps:
1. San Antonio Spurs
2. Memphis Grizzlies
3. Dallas Mavericks
4. Houston Rockets
5. New Orleans Pelicans

Matthias‘ Tipps:
1. Memphis Grizzlies
2. Dallas Mavericks
3. San Antonio Spurs
4. Houston Rockets
5. New Orleans Pelicans

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes
Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

Related Articles

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Stay Connected

9,292FansGefällt mir
1,768NachfolgerFolgen
1,610NachfolgerFolgen

Latest Articles

spot_img
spot_img
spot_img
Basketball Wetten