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Dienstag, September 21, 2021

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Ryan Thompson – Zwischenstopp in Bamberg?

Bamberg Thompson

Jeff Brooks, Ricky Hickman und Kyle Hines sind einige Beispiele, wenn es um Spieler geht, die in der zweiten italienischen Liga aktiv waren und nun Stars in Europa sind. Ein anderer Spieler ist gerade dabei, diesen Weg zu gehen. Die Rede ist von Ryan Thompson, der vor der Saison zu den Brose Baskets Bamberg wechselte. Nun nehmen wir den US-Amerikaner genauer unter die Lupe.

Spielerinformationen zu Ryan Thompson

Ryan Thompson wurde am 9. Juni 1988 in Mount Laurel, New Jersey geboren. Er ist 1.96 Meter groß und 96 Kilogramm schwer. Der US-Amerikaner bekleidet die Position des Small Forwards, kann aber auch als Shooting Guard auflaufen. Wer ihm auf Twitter oder Instagram folgen will, findet ihn unter seinem Pseudonym „@RyT5“. Er ist der jüngere Bruder von Jason Thompson, der für die Sacramento Kings aktiv ist.

Größte Erfolge:

  • Belgischer Meister 2014
  • Belgischer Pokalsieger 2014

Ein Allrounder auf dem Court

Ryan Thompson kann eigentlich alles. Er kann als erste Scoringoption agieren, muss es aber nicht unbedingt. Der US-Amerikaner braucht den Ball nicht lange in der Hand, um effektiv zu sein. Außerdem glänzt er durch eine gute Wurfauswahl und nimmt keine wilden Würfe. Der Small Forward kann zum Korb penetrieren, aber auch shooten. Auffällig ist vor allem, dass er seinen Dreipunktewurf immer verbessert. Deswegen ist es extrem schwer, ihn zu verteidigen. Des Weiteren bewegt er sich auch Off-Ball sehr gut, um Lücken für seine Mitspieler reißen. Thompson hat aber auch ein gutes Auge für freie Mitspieler und bedient diese immer wieder. Beim Rebounding stellt er sich ziemlich ordentlich an. In der Defense ist er ein Terrier. Gerade in der 1-on-1 Defense ist Thompson ein sehr starker Verteidiger, der seine Gegenspieler schnell abkühlen kann.

Brother Act an der Rider University

Ryan besuchte die Rider University in Lawrenceville (New Jersey). In den ersten zwei Jahren spielte er sogar an der Seite seines Bruders Jason. Im ersten Jahr fand er seinen Touch noch überhaupt nicht und traf nur 40.3% seiner Wurfversuche aus dem Feld und 24.7% seiner Dreipunktewürfe. Thompson kam auf 8.3 Punkte, 5.3 Rebounds, 2.9 Assists und 1.3 Steals pro Spiel.

Im zweiten Jahr machte Thompson einen Schritt nach vorne und traf 53.8% der Würfe aus dem Feld und 43.8% von Downtown. Am Ende erzielte er 15 Punkte, 6.2 Rebounds, 3.4 Assists und 1.6 Steals pro Partie. Auch die Advanced Stats bestätigen seine starke Leistung. Denn in diesem Jahr konnte er ein Offensive Rating von 121.2 und ein Defensive Rating von 97 vorweisen.

In seinem dritten Jahr legte er 18 Punkte, 6.5 Rebounds, 3.2 Assists und 1.8 Steals pro Spiel auf. Dabei traf er 50.9% seiner Feldwürfe und 42.2% seiner Würfe von draußen.

Im letzten Jahr am College gingen die Wurfquoten von Ryan Thompson in den Keller. Er konnte zwar immerhin 17.2 Punkte, 5 Rebounds, 2.8 Assists und 1.2 Steals pro Begegnung auflegen. Dafür traf er aber nur 42.2% seiner Würfe aus dem Feld und 32.4% aus dem Dreipunktebereich. Mit diesen Stats konnte er sich nicht wirklich für die NBA Draft empfehlen.

Bamberg nur eine Zwischenstation?

Nachdem Thompson bei der Draft 2010 nicht berücksichtigt wurde, gab er seinen Traum nicht auf und unterschrieb einen Einjahresvertrag bei den Utah Flash in der D-League, um sich für die NBA zu empfehlen. Dort traf er 50.7% seiner Feldwürfe und 33.3% von Downtown. Pro Spiel legte er 11 Punkte, 2.8 Rebounds und 1.3 Assists auf. Doch mit einem NBA-Engagement wurde es wieder nichts.

Daraufhin unterschrieb er einen Einjahresvertrag beim italienischen Zweitligaaufsteiger Centrale del Latte Brescia. Mit diesem Team erreichte er sogar die Playoffs und unterlag dort in der ersten Runde Givova Scafati. In 30 Partien erzielte Thompson 14.1 Punkte, 4.9 Rebounds, 1.6 Assists und 2.6 Steals pro Spiel. Er traf aber nur rund 22% seiner Dreipunktewürfe.

Nach diesen Leistungen wechselte der Small Forward für die Saison 2012/13 zum belgischen Erstligisten Okapi Aalstar. Mit Aalstar spielte er auch in der Eurochallenge. In der Eurochallenge kam er auf 15.1 Punkte, 3.5 Rebounds und 3.8 Assists pro Partie. In der Liga waren es 18.3 Punkte, 3.7 Rebounds, 3.3 Assists und 1.5 Steals pro Begegnung. Beeindruckend war zum einen, dass er seine Dreipunktequote auf ca. 35% verbessern konnte. Zum anderen hatte er eine Effektivität von 20.7, womit er in der BBL der effektivste Spieler wäre (Stand: 21.12.2014, beko-bbl.de). Mit Aalstar erreichte er das Halbfinale der Playoffs, wo gegen den späteren Meister Telenet Oostende Schluss war.

Vor der Saison 2013/14 wechselte Thompson zum belgischen Meister Telenet Oostende. Da der Klub vor Saisonbeginn Matt Lojeski an Olympiakos Piräus verkaufte, wurde Thompson als Leistungsträger eingeplant. Mit Oostende spielte er auch im Eurocup. Der US-Amerikaner holte mit dem Team das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Dabei war auch er ein wichtiger Faktor. Denn Thompson konnte 16.1 Punkte, 2.5 Rebounds und 2.1 Assists pro Spiel verbuchen. Erneut konnte er seinen Wurf von Downtown verbessern. Knapp 43% seiner Würfe von draußen traf er.

Zur Saison 2014/15 wechselte Thompson zu den Brose Baskets Bamberg. Auch bei den Brose Baskets ist er einer der besten Spieler. Im Eurocup hat er aber so seine Probleme. Dort kommt er auf 9 Punkte, 2.1 Rebounds und 2.3 Assists pro Spiel. Dabei trifft der Small Forward zwar starke 60% aus dem Zweipunktebereich, aber nur 29% von Downtown. Dafür läuft es in der BBL viel besser. Mit 15.5 Punkten, 3.4 Rebounds und 2.9 Assists pro Spiel bei einer Trefferquote von 57.3% der Zweipunktewürfe und 45.2% vom Perimeter (Stand: 21.12.2014, beko-bbl.de) gehört er zu den besten Spielern der Beko BBL. Wieso er nicht beim Allstar Day dabei sein wird, kann niemand verstehen.

Eines ist klar: Die Brose Baskets dienten in den letzten Jahren als tolles Sprungbrett für talentierte Spieler, um dann zu einem Topclub zu wechseln. Bei Bostjan Nachbar, Brian Roberts, P.J. Tucker und vielen Weiteren war dies der Fall. Wie sieht es bei Ryan Thompson aus? Macht er den nächsten Schritt und wechselt zu einem absoluten Topclub in Europa? Oder verlängert er vielleicht seinen Vertrag in Freak City? Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg.

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Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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