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Dienstag, Juli 27, 2021

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Tim Hardaway – der PointGuard mit dem gewissen Etwas

NBA Player Cards

In Sachen Point Guards haben die USA viele große Namen zu bieten, doch gilt es dabei auch Tim Hardaway nicht zu vergessen. Viele jüngere Fans kennen den Guard sicherlich noch von seiner Zeit bei den Miami Heat, doch war er auch ein Teil der legendären Run TMC, welche mit Golden State Showtime nach Oakland bringen konnten.

Persönliches und Wissenswertes

Timothy Duane Hardaway lautet der bürgerliche Name, mit welchem Tim Hardaway geboren wurde. Doch bereits in jungen Jahren wurde der spätere NBA Guard nur Tim gerufen, weshalb er in den NBA Spielberichten zu seiner Zeit auch nur so genannt wurde. Geboren wurde Tim Hardaway am 1. September 1966 in Chicago, Illinois. Inzwischen ist der ehemalige Point Guard nicht nur mit Yoladna Adkins Hardaway seit 1993 verheiratet, sondern kann zugleich zwei Kinder vorweisen. Besonderes Tim Hardaway Junior ist dabei vielen Basketballfans inzwischen selbst ein Begriff geworden.

Der Beginn einer steilen Karriere

Nachdem Tim Hardaway die Carver High School in Chicago besucht hatte, ging er an das UTEP College. In der Zeit von 1985 bis 1989 zeigte er bereits früh sein Können, weshalb die Golden State Warriors mit ihrem vierzehnten Pick im Jahre 1989 den jungen Guard zogen. Ab diesem Jahr begann eine steile Karriere, welche bis ins Jahr 2003 dauern sollte und in deren Verlauf Tim Hardaway mit der 5, 10 und 14 auf seinem Trikot auflief. Die Karriere brachte ihm zudem nicht nur in seinen Clubs hohe Verdienste ein, sondern auch im US Team konnte der Guard nachhaltig auf sich aufmerksam machen.

Tims Karriere in Zahlen

– 1989 bis 1996 Golden State Warriors
– 1996 bis 2001 Miami Heat
– 2001 bis 2002 Dallas Mavericks
– 2002 Denver Nuggets
– 2003 Indiana Pacers
– 15173 erzielte Punkte in der NBA (17,3 Punkte im Schnitt)
– 7095 gespielte Assists (8,2 Assists im Schnitt)
– 1428 Steals (1,6 Steals im Schnitt)

Die Karriere im US Team

Tim Hardaway war einer der besten Point Guards seiner Zeit, weshalb die Nominierung in das US Nationalteam folgen musste. Doch bis Tim sein erstes Spiel machen konnte, dauerte es sehr lange. Bereits 1994 wurde er ausgewählt für das Dream Team II, doch konnte er wegen einer Verletzung bei den Basketball Weltmeisterschaften 1994 nicht teilnehmen. Auch 1998 platzte der Traum der Teilnahme bei den Weltmeisterschaften, als der NBA Lockout hierfür sorgte. Doch Tim Hardaways Karriere im US Team hatte ein Happy End. Er wurde für die Olympischen Spiele in Sydney nominiert, bei denen er 5,5 Punkte im Schnitt auflegte und Gold gewinnen konnte.

Karriere Highlights und Auszeichnungen

– Olympia Gold 2000 in Sydney
– 5 x All Star (1991, 1992, 1993, 1997, 1998)
– All NBA First Team (1997)
– 3 x All NBA Second Team (1992, 1998, 1999)
– All NBA Third Team (1993)
– NBA All Rookie First Team (1990)

Die Zeit nach der Karriere

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wurde Tim Hardaway eine große Ehre zuteil. Die Miami Heat haben das Trikot mit der Nummer 10 retired und ihren ehemaligen Point Guard die Aufwartung gemacht. Diese Ehre wird nur den Großen zuteil und ohne Frage hatte Tim Hardaway mit seinem Spiel großen Einfluss auf die Wahrnehmung seiner Heat und die Entwicklung dieser Franchise. Seit 2014 ist der ehemalige Guard zudem als Assistant Coach bei den Detroit Pistons tätig. Bereits auf dem Court wusste er seine Mitspieler bestens einzusetzen, weshalb eine Nominierung als Head Coach sicherlich in der NBA nicht lange auf sich warten lassen wird.

Kuriose Vorfälle und die Entwicklung vom Saulus zum Paulus

Tim Hardaway war eine prägende Figur seiner Zeit. Doch in seiner Karriere und auch danach, gab es dennoch auch negative Schlagzeilen. Im Trikot der Denver Nuggets wurde Tim Hardaway 2002 für zwei Spiele gesperrt und zusätzlich mit einer Geldstraße von 10000 US Dollar belegt, nachdem er einen TV Monitor auf das Spielfeld geworfen hatte. Im Jahr 2007 kam jedoch der große Schock der US Nation, als Tim Hardaway einige sehr unglückliche Aussagen über Homosexualität machte. Auf die Frage, was er denn hiervon halte, gab Tim Hardaway live zu Protokoll, dass er homophob sei und Homosexualität als Fehler sieht, welcher nicht auf Erden vorhanden sein sollte. Diese Aussagen zogen natürlich hohe Wellen der Entrüstung nach sich, doch ist Hardaway inzwischen geläutert und zum Paulus geworden. Inzwischen setzt der ehemalige Point Guard sich öffentlich für gleichgeschlechtliche Ehen ein und stand auch Ex Profi Jason Collins bei seinem Coming Out in den USA zur Seite.

Die Zeiten der Run TMC

Die wohl stärkste Zeit seiner Laufbahn konnte Tim Hardaway bei den Golden State Warriors erleben. Er war in dieser Zeit zusammen mit Mitch Richmond und Chris Mullin Teil der legendären Run TMC, welche in Anlehnung an die damals erfolgreiche Rap Gruppe Run DMC so bezeichnet wurde. Die Drei standen nicht nur für sehr schnelles Fastbreak Spiel, jede Menge Punkte und spektakuläre Szenen, sondern zugleich auch für den unbändigen Willen zu siegen. Sie waren somit die ultimativen Vorgänger der heutigen Warriors, denn zur damaligen Zeit waren die Run TMC das wohl spektakulärste Trio, dass die NBA zu bieten hatte. Leider wurde diese Zeit nicht mit einem Titelgewinn belohnt, doch spätestens seit diesen Jahren war Tim Hardaway bei allen Basketballfans als große Spielerpersönlichkeit bekannt.

Wie der Vater so der Sohn

Das Basketballspiel liegt der Familie Hardaway in den Genen. Nachdem Tim Hardaway selbst große Erfolge erzielen konnte, ist nun auch auch sein Sohn Tim Hardaway Junior in der NBA angekommen. Er wurde als 24. Pick beim Draft 2013 von den New York Knicks gedraftet und ist seitdem als Shooting Guard fester Teil der Rotation. Die Nominierung in das NBA All Rookie First Team 2014 ist zudem eine Parallele zur Karriere von Tim Hardaway, welcher seinem Sohn mit Rat und Tat zur Seite steht.

Ohne Frage – Tim Hardaway gehört als PointGuard zum Besten, was dieser Sport jemals zu bieten hatte. Seine Zeit bei den Golden State Warriors mit den Run TMC bleibt für immer unvergessen, wenngleich er auch das Gesicht der Miami Heat in den Folgejahren prägen konnte. Dass er abseits des Courts für negative Schlagzeilen sorgte, sei ihm verziehen, denn er hat seinen Fehler eingesehen, daran gearbeitet und ist hieraus stärker hervorgegangen. Auch deshalb wird das Trainerdebut als Head Coach in der NBA von Tim Hardaway sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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Tobias Forsterhttps://www.bblprofis.de
Tobias Forster ist seit vielen Jahren glühender Basketballfan. In der Basketball Bundesliga hält er dem FC Bayern München die Treue, während in der NBA die Dallas Mavericks und die Chicago Bulls seine Favoriten sind. Tobias berichtet über Neuigkeiten, ist jedoch zugleich im Bereich Interviews und Portraits aktiv.

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