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Samstag, Juli 24, 2021

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Dirk Nowitzki – das German Wunderkind im Portrait

Dirk Nowitzki Rashard Lewis 

Dirk Nowitzki beginnt seine Karriere zusammen mit anderen aufstrebenden jungen Spielern beim zweitklassigen Verein in Würzburg. Schon früh erkennen Spieler wie Charles Barkley sein außergewöhnliches Talent. Der Weg in die NBA ist dennoch alles andere als selbstverständlich. Er geht ihn dennoch. Und startet eine außergewöhnliche Karriere, die seinesgleichen sucht.

Spielerinformationen

Dirk Nowitzki wurde am 19.6.1978 in Würzburg geboren. Er entstammt einer sehr sportlichen Familie. Vater Jörg-Werner war aktiver Handballer in der 2. Bundesliga, Mutter Helga und Schwester Silke beide Basketballerinnen. Nowitzki ist in der Jugend neben dem Basketball ein sehr guter Tennisspieler. Mit dem Basketball beginnt er mit 13 in seiner Schulmannschaft. Seine Karriere als Profi beginnt Nowitzki bei DJK Würzburg, wo er von 1994 bis 1998 zusammen mit Demond Greene spielt und in die Bundesliga aufsteigt. Er wird 1998 als 9. Pick von den Milwaukee Bucks gedraftet, aber an die Dallas Mavericks weitergegeben. Dort spielt Nowitzki noch heute. Nachdem ein Streik der Spieler einen Lockout zur Folge hat, spielt Nowitzki noch einmal für ein paar Monate für Würzburg, bevor seine Karriere in Dallas so richtig beginnt. Mit seinen 2,13 Metern spielt Nowitzki auf der Position des Power Forward, hat aber einen sehr sicheren 3-Punkte Wurf, wodurch er häufiger von außen wirft.

Seit 1997 hat Nowitzki 141 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritten. Dort erzielt er 2.912 Punkte und einen Schnitt von 20,65 Punkten pro Spiel. Es gibt immer wieder Einwände seitens der Dallas Mavericks wegen der Versicherung im Verletzungsfalle, daher kann er nicht jedes Jahr für Deutschland spielen und hat auch seit 2011 nicht mehr für Deutschland gespielt. Bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 war Deutschland mit Nowitzki am Start. Ihm wurde sogar die große Ehre zuteil, Fahnenträger bei der Eröffnungszeremonie zu sein.

Erfolge

Dirk Nowitzki hat in seiner außergewöhnlichen Karriere so viele Bestmarken geknackt, so viele sportliche Erfolge erreicht, dass hier an dieser Stelle nur die besten Erfolge und Bestmarken genannt werden können.

Nowitzki wird 2007 mit den Dallas Mavericks Vizemeister. Obwohl die Finalserie so unzufriedenstellend verläuft, wird Nowitzki zum MVP der regulären Saison gekürt. Mit den Dallas Mavericks wird er schließlich 2011 Meister. Dabei wird er zum wertvollsten Spieler der Final-Serie (Finals MVP) gekürt und macht sich unsterblich, als er mit Grippe und verletzter Wurfhand in der Finalserie zu Höchstleistungen auflief und seine Mannschaft zum Sieg trägt. Während seiner langen Karriere wird er 12-mal für das NBA All Star Game (2002-2012, 2014) nominiert. Darüber hinaus ist Nowitzki der erste Europäer, der in der Starting Five eines All-Star Teams steht (2007, 2010). Insgesamt 12-mal wird er in ein All NBA Team (2002–2012,2014) gewählt. Er ist Rekordhalter bei getroffenen Freiwürfen innerhalb einer Playoff-Saison (205 getroffene Freiwürfe, NBA Playoffs 2006). Insgesamt 3-mal (2002, 2010, 2012) wird Nowitzki zum besten ausländischen Spieler der NBA gekürt. Nowitzki ist der einzige Spieler, der mehr als 26000 Punkte, 9000 Rebounds, 3000 Assists, 1000 Blocks, 1000 Steals und 1400 erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe verbuchen kann. Mit der gewonnen Meisterschaft 2011, der Wahl zum MVP der regulären Saison 2007 und der Finals 2011 steigt Nowitzki in einen erlesenen Kreis von nur 7 Spielern auf, die diese 3 Dinge bisher erreicht haben. Am 8. April 2014 überholt Nowitzki mit seinen 21 Punkten beim 95:83 Sieg bei den Utah Jazz Oscar Robertson und zieht in die Top 10 der ewigen NBA Scoringliste ein und ist zeitgleich der am besten platzierte weiße Spieler dieser Liste. Inzwischen ist er sogar bis auf Platz 7 der All Time Scoring List der NBA aufgestiegen. (Stand 6.1.2015)

Aber nicht nur in der NBA ist Nowitzki erfolgreich. Auch mit der deutschen Nationalmannschaft erreicht Nowitzki bei der EM 2005 in Serbien und Montenegro das Finale, wo er gegen Griechenland verliert. 2002 bei der WM in den USA erreicht Nowitzki mit Deutschland immerhin Platz 3.

Rund um Dirk Nowitzki

In seiner Anfangszeit in der NBA wird er Irk genannt, weil ihm wegen seiner schwachen Defense das D im Namen gestrichen wird. Das hat sich nun deutlich geändert. Mittlerweile wird er in Deutschland Dirkules und in den USA German Wunderkind genannt. Er zählt zu dem erlesenen Kreis an Spielern, die nur noch mit dem Vornamen genannt werden, wie z.B. LeBron, Magic. Er wird 2012 als erster Nichtamerikaner mit dem Naismith Legacy Award ausgezeichnet. Dieser Award ist nach Dr Naismith benannt und zeichnet Menschen aus, die sich auf unterschiedliche Weise für den Basketball verdient gemacht haben. Er erhält auch den Magic Johnson Award (2014) von der Professional Basketball Writers Association für seine Kooperation mit den Medien. Aus Nowitzkis Privatleben ist allerdings nicht viel bekannt. Vor allem aus seinem familiären Leben wird lange nichts in der Öffentlichkeit kommuniziert. Dies ändert sich erst, als seine ehemalige Verlobte Crystal Taylor, die ihm allerdings eine falsche Identität vorgab, im Mai 2010 in seinem Haus in Dallas verhaftet wird und später wegen Betruges zu 5 Jahren Haft verurteilt wird. Eine angebliche Schwangerschaft kann auch nicht nachgewiesen werden. Die folgende Beziehung scheint besser zu laufen, denn Nowitzki ist seit 2010 mit der Schwedin Jessica Olsson liiert, ist seit dem 4. August 2012 mit ihr verheiratet und beide haben seit dem 24. Juli 2013 eine Tochter.

Wie so manch anderer Athlet ist Nowitzki auch sozial engagiert, wird daher im Jahre 2004 mit dem Community Assist Award für sein vorbildliches soziales Engagement ausgezeichnet. Auch von Christian Wulff wird Nowitzki mit dem Silbernen Lorbeerblatt für sein soziales Engagement ausgezeichnet. Er hat auch die Dirk Nowitzki Stiftung ins Leben gerufen, die sich durch finanzielle Mittel dafür einsetzt, Kinder aus finanzschwächeren Familien am Sport teilhaben zu lassen. Zusätzlich ist er für die soziale Einrichtung Big Brothers Big Sisters aktiv, die Jugendlichen aus schwieriegen Verhältnissen einen großen Bruder bzw. große Schwester an die Seite stellt. Seit 2013 ist Nowitzki Unicef-Botschafter.

Im Gegensatz zu so manch anderem Sportprofi ist Nowitzki durchaus in der Lage mit Geld umzugehen. Geld ist für ihn nicht so wichtig. Zu seiner bodenständigen Art passt auch gut, dass er das Geld nicht sinnlos verprasst. So wird bekannt, dass er angeblich noch nicht einmal selber Geld am Automaten abheben könne. So sei es auch passiert, dass immer wieder viele seiner Gehaltschecks ungeöffnet daheim gelegen hätten, bis ihn jemand dabei unterstützt habe, ein wenig den Überblick über seine Finanzen zu gewinnen. Passend dazu sein Werbedeal mit einer Bank. Auch weil Nowitzki in seiner Karriere schon viel Geld verdient hat, sein sportlicher Siegeswille noch ungebrochen ist, hat er bei seinem Vertrag bei den Dallas Mavericks auf viel Geld verzichtet, um einen stärkeren Kader zusammenstellen zu können.

Seit September 2014 läuft der Film „Der perfekte Wurf“ in den deutschen Kinos, bei dem Kamerateams Dirk Nowitzki über 1 Jahr in allen Lebenslagen eines Basketballers begleitet hat. In diesem Film kommt auch Holger Geschwinder vor, Mentor von Dirk Nowitzki seit seiner Zeit bei Würzburg. Beide arbeiten seit jeher an der Verfeinerung von Nowitzkis Technik. So kommt es häufiger vor, dass Geschwinder auch immer wieder während der Saison nach Dallas kommt. Wie Nowitzki häufiger betont, schleichen sich immer wieder kleine Fehler ein, was man bei einem Spieler mit dieser Punktezahl kaum für möglich halten möchte.

Dirk Nowitzki war sicher nie der schillerndste Spieler, der in den USA, einem Land, das schillernde Persönlichkeiten so verehrt, seinen Weg gemacht hat. Umso bewundernswerter ist es, dass er es geschafft hat, zu den größten Spielern dieses Sports überhaupt zu werden und vom amerikanischen Publikum eine solche Anerkennung zu erwerben. Dies schafft Nowitzki nur durch unbändigen Willen, immer besser zu werden, und seine außergewöhnliche sportliche Begabung. Und natürlich gehört immer ein wenig Glück dazu, beim richtigen Verein den richtigen Trainer zu haben, der sein Talent erkennt und fördert. Er wird sicher noch lange Zeit in Erinnerung bleiben.

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Patrick Link
Mein Interesse für den Basketball habe ich von meinem Vater, der selbst aktiv in der Bundesliga gespielt hat. Deshalb habe auch ich im Verein zu spielen begonnen. Seit nunmehr 5 Jahren habe ich eine Dauerkarte für den Fc Bayern Basketball, sehe so gut wie jedes Heimspiel. Ich pflege aber keine Abneigung gegen irgendeine Mannschaft oder einen Spieler.

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