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Freitag, Juli 30, 2021

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RBBL: Eine Zwischenbilanz

Rollstuhlbasketball

Nachdem mittlerweile etwas mehr als die Hälfte der regulären Saisonspiele der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) absolviert sind, wird es Zeit eine Zwischenbilanz zum bisherigen Saisonverlauf zu ziehen.

RSV Lahn- Dill

Der amtierende Deutsche Meister ist zweifelsohne auch diese Saison das Maß aller Dinge im Oberhaus des deutschen Rollstuhlbasketballs. Das Team von Coach Nicolai Zeltinger gewann alle zehn der bisher absolvierten Partien mehr als souverän und belegt unangefochten den ersten Tabellenplatz der RBBL. Es ist auch definitiv nicht zu erwarten, dass sich in der zweiten Saisonhälfte etwas an der Dominanz der Mannschaft aus Wetzlar ändert.

Oettiger RSB Team Thüringen

Die Mannschaft aus Exleben ist über die Jahre zu einem echten Topteam der RBBL geworden und hat mit Aliaksandr Halouski (23,3 PPG) den zweitbesten Scorer der Liga in ihren Reihen.

Auch der Routinier Sebastian Magenheim (9,3 PPG), der vor der Saison aus Frankfurt kam, ist definitiv eine Verstärkung für die Thüringer. Bisher konnte das RSB Team acht Siege bei zwei Niederlagen erreichen und belegt so den zweiten Tabellenplatz.

Es muss hier noch erwähnt werden, dass eine dieser Niederlagen, die 65:64 Pleite in Frankfurt, recht unglücklich und überflüssig war.

Zwickau

Punktgleich mit den Thüringern sind die BSC Rollers Zwickau , die es trotz interner Probleme im Verein geschafft haben bis jetzt eine gute Saison zu spielen. Bis jetzt konnten acht Spiele gewonnen werden, nur gegen Meister Lahn-Dill und im Ostderby gegen Thüringen setzte es Niederlagen. Wenn die restliche Saison ähnlich gut bestritten werden kann, können die Sachsen durchaus ein Wort im Playoff-und Titelkampf mitreden.

Trier

Auch die Trierer um Liga-Topscorer Dirk Passiwan (29,7 PPG) spielen bisher stark. Allerdings musste das Team von der Mosel in den ersten beiden Saisonspielen auf seinen Leistungsträger verzichten. Vielleicht wäre die Partie am 2. Spieltag gegen Thüringen, die auswärts mit 87:75 verloren wurde, anders ausgegangen, wenn Passsiwan gespielt hätte. Insgesamt spielen die Trierer aber eine sehr brauchbare Saison und belegen eine guten , vierten Platz in der Tabelle.

BG Baskets Hamburg

Die bisherige Saisonbilanz der Hamburger ist ein wenig ernüchternd: Mit einer ausgeglichenen Bilanz von 5 Siegen und 5 Niederlagen belegen die Nordlichter den fünften Tabellenplatz-und bleiben somit hinter den (eigenen) Erwartungen zurück. Eigentlich war es in dieser Saison das Ziel, sich unter den Topteams zu etablieren. Nun aber muss sich das Team von Headcoach Holger Glinicki gewaltig anstrengen, um noch die Playoffs zu erreichen.

Lautern

Der Aufsteiger aus der Pfalz spielt bisher recht stark. Zwar setzte es gegen die Topteams die erwarteten und teils deutlichen Niederlagen, jedoch konnten die bedeutenden Spiele gegen direkte Konkurrenten meistens gewonnen werden. Besonders bemerkenswert sind der 63:62 Heimsieg gegen Hamburg und der 60:70 Auswärtserfolg in Frankfurt.

Der Aufsteiger aus Kaiserslautern darf also nicht unterschätzt werden und wird bestimmt auch in der zweiten Hälfte der Saison starke Spiele zeigen.

Frankfurt

Etwas enttäuschend ist die bisherige Saison der Frankfurter. Am ersten Spieltag konnte vor heimischem Publikum das Oettinger RSB Team Thüringen mit 65:64 besiegt werden, im weiteren Verlauf der Saison zeigten die Hessen aber nicht unbedingt gute Leistungen. Zwar ist der aktuelle Kader schwächer als der letztjährige, vor allem der Wechsel von Sebastian Magenheim ist eine Schwächung, jedoch hätte man eigentlich erwartet, dass der Playoff-Finalist von 2013 so etwas kompensieren kann. Nachdem nun etwas mehr als die Hälfte der Saisonspiele absolviert sind, steht das Team vonn Headcoach Malik Zahary aktuell auf dem siebten Tabellenplatz. Damit ist man zwar nicht in akuter Abstiegsgefahr, man darf sich in der zweiten Hälfte der Spielzeit allerdings auch nicht mehr allzu viele Niederlagen erlauben.

Köln99ers

Die Mannschaft vom Rhein schafft in dieser Saison bisher das Notwendigste: 3 Saisonsiege stehen auf der Habenseite der Kölner: Ein 67:60 Heimsieg gegen den starken Aufsteiger Kaiserslautern und Siege gegen die Roller Bulls und Jena, immerhin direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Wenn der Rest der Saison ähnlich wie die Hinrunde verläuft, machen es die Kölner zwar spannend, werden am Schluss aber die Klasse halten können.

Roller Bulls

Wenig Positives gibt es an der Bilanz des Teams aus St.Vitt: Bisher konnte nur ein Sieg gegen den Aufsteiger aus Jena geholt werden. Dass die Roller Bulls an guten Tagen in der Liga mithalten können, zeigte sich am 5. Spieltag bei der knappen 57:60 Heimniederlage gegen Trier. Trotzdem sind die bisher gezeigten Leistungen zu wenig für die erste Liga. Die Bulls müssen sich in der zweiten Hälfte der Saison enorm steigern, wenn sie den Abstieg vermeiden wollen.

Jena

Der thüringische Aufsteiger ist noch nicht in der RBBL angekommen: Alle bisherigen Saisonspiele wurden deutlich verloren und Jena steht somit auf dem letzten Tabellenplatz. Der Abstieg zum Ende der Saison dürfte unter normalen Umständen schon fast nicht mehr zu vermeiden zu sein, vielleicht können sich die Jenaer aber noch verbessern und in der zweiten Saisonhälfte gute Leistungen zeigen.

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Vladimir Juillet
Unser Vladimir ist Basketballfan mit vollem Herzen. Vladi ist selbst aktiv im Rollstuhlbasketball tätig und hierbei für die zweite und dritte Mannschaft des USC München im Einsatz. Sein Fokus liegt deshalb auf der RBBL, jedoch berichtet unser Blogger ebenfalls über die Basketball Bundesliga oder die NBA.

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