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Dienstag, Juli 27, 2021

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Allstar Day in Ulm – meine Eindrücke

Beko BBL Allstar Day Logo

Der Allstar-Day am Wochenende stellte auch in diesem Jahr wieder Ende und Anfang dar. Auf der einen Seite das nicht zu übersehende Ende einer turbulenten Hinrunde und auf der anderen Seite der Startschuss zu einer hoffentlich spannenden und ereignisreichen Rückrunde. Im Wissen um diesen zeitlichen Kontext dürften sowohl Spieler als auch Fans und Offizielle das Showevent als ein kurzes Durchschnaufen genutzt haben, um sich vor den nun anstehenden Herausforderungen zu erholen. Das allerdings sollte zur Freude der Besucher nicht dazu führen, dass es langweilig wurde. Vielmehr reihte sich Highlight an Highlight, eines schöner als das andere. Hier eine kurze Zusammenfassung:
Zwar wurde der Einlass bereits im Vorfeld auf 15:30 Uhr festgelegt, jedoch konnte man bereits einige Zeit vorher schon meterlange Besucherschlangen vor den heiligen Toren der Arena beobachten. Alle einte sie die Vorfreude auf das BBL-Spektakel mit allen Vorzügen, die der Allstar-Day nun mal bietet. Egal ob nun aus Quakenbrück, Berlin, Bamberg oder München kommend, Streitigkeiten zwischen den einzelnen Fanlagern waren nicht zu beobachten.

Die Basketballfamilie zeigte sich offen und schloss sowohl bereits etablierte als auch kommende Stars der NBBL in ihre Herzen. Dafür sorgte vor allem die Nähe zu den Protagonisten, die durch eine eigentlich als einstündig geplante, im Nachhinein aber länger andauernde Autogramm- beziehungsweise Fotostunde sichergestellt wurde. Alle All-Stars in Reihe und Glied nebeneinander aufgereiht, nicht schlecht wird man im ersten Augenblick denken. War es auch nicht, wäre da nicht das lange Anstehen. Manche Fans bekamen sogar gar nicht mehr die Chance, mit den bekannten Spielern zu sprechen und sie um ein Andenken an den besonderen Tag zu bitten. 6000 Zuschauer, die in die ratiopharm Arena passen, waren wohl zu viel für die Spieler und das enge Zeitfenster. Wer konnte, holte sich im Anschluss noch ein Foto oder ein z.T. nicht mehr unterschriebenes Autogramm und machte sich auf zu den Plätzen.

Denn während in der Eingangshalle die Menschenmassen warteten, spielten sich die NBBL-Youngster gerade warm. Um 17 Uhr begann das Spiel Nord gegen Süd, welches ersteres Team für sich entscheiden konnte. Wer die Nationalspieler von morgen und die im Allstar-Game oft vermisste defensive Identität sehen wollte, bekam hier alles geboten. Im Anschluss an das etwas verkürzte Spiel waren nun die Dreierschützen an der Reihe. Lokalmatador Philipp Schwethelm wusste zwar einen Großteil der Fans hinter sich, musste sich aber am Ende knapp Allzweckwaffe David Brembly geschlagen geben, der sich sowohl in der Vorrunde als auch im Finale überraschend stark präsentiert hatte.
Dass der Bayreuther nicht nur werfen, sondern auch dunken kann, bewies er im darauffolgenden Contest für die Monsterathleten in Basketballdeutschland. Gegen namhafte Konkurrenz sicherte er sich einen Platz im 2-Mann-Finale gegen den Ulmer Will Clyburn, welcher wiederum tatkräftige Unterstützung von David Holston erhielt. Nicht überraschend also, dass letzterer am Ende ganz oben stand und das Preisgeld mit nach Hause nehmen durfte.

Ebenfalls als Sieger vom Platz konnte das Team der Internationals von Sasa Obradovic gehen. Obwohl nur wenig Defense gespielt wurde und die Schiedsrichter vieles durchgehen ließen, meditierte der Berliner Trainer quasi am Seitenrand und zeigte sich entspannt. Ja wirklich, auch lachen konnte er. Er verschonte seine Spieler sogar mit dem ewigen ,,youknowlek‘‘, was diese sicherlich gefreut haben dürfte.
Bei den nationalen All-Stars machte vor allem Christian Standhardinger auf sich aufmerksam und netzte zwei Dreier ein, die er beim MBC nicht oft (lies: gar nicht) trifft. Während Per Günther am Dunk scheiterte, Schaffartzik seinen patentierten Horns-Dreier nach einigen Versuchen auch mal zeigte und Gavel mit dem schlank und rank erscheinenden John Bryant rang, feuerte die größtenteils aus Ulm stammende Fangemeinde bedingungslos an und zauberte eine allseits gelobte Stimmung herbei. Diese verhinderte zwar nicht den Sieg der Internationalen, jedoch sorgte sie für einen passenden Rahmen. Ein Abschiedsfoto, auf dem auch die Maskottchen ihren Platz fanden, stellte zugleich das Ende des Allstar-Days dar. Viele glückliche Gesichter verließen im Anschluss die Arena und dürften sich zufrieden über den Samstag gezeigt haben. Dass sich zudem keiner verletzte, rundete den gelungenen Abend ab.

Bis zum nächsten Jahr bleibt da nur noch zu sagen!

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Matthias Schmidt
Artland Dragons und Dallas Mavericks Fan.

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