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Samstag, Juli 31, 2021

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Ohne King und mit Rückkehrer Frease in die Rückrunde

Artland Dragons Team 2014-2015

Verletzungen gehören leider Gottes zum Profisport. Den einen Spieler trifft es öfters, während der andere über Jahre hinweg mit kleineren Blessuren davon kommt. Dass unter körperlichen Beschwerden nicht nur der betroffene Spieler, sondern zumeist auch das ganze Team leidet, ist nicht erst jetzt bekannt. Daher war man in Quakenbrück sehr besorgt, als Anthony King im Auswärtspiel in Braunschweig das Parkett unter Schmerzen in der Wade verließ und in der Folge auch nicht mehr zurückkehrte. Die Sorgenfalten verschwanden allerdings zu großen Teilen, als der Kapitän nach dem Spiel in einem Interview nur von einer Zerrung sprach und Entwarnung gab.

Schlimmer als erwartet

Glück im Unglück könnte man also meinen, gerade in Hinblick auf die im Anschluss an die Parte stattfindende und wohlverdiente Allstar-Day-Pause. Diese Rechnung hatte man allerdings ohne Kings Problemstelle gemacht, denn die streikte auch nach tagelanger Ruhepause. Die anvisierte Ausfallzeit von 1-2 Wochen musste gehörig nach oben korrigiert werden und die anfangs diagnostizierte Wadenzerrung wurde nun als Muskelverletzung in der Wade eingestuft. Die Hoffnung auf eine schnelle Genesung war dahin.

Spielersuche nicht einfach

Da sich die Artland Dragons im Kampf um die Playoffs keine weiteren negativen Ausrutscher leisten können, verfestigte sich recht schnell der Plan, einen Center nachzuverpflichten, welcher zumindest einen Teil von Kings Präsenz ersetzen sollte. Dieser neue Spieler sollte im besten Fall defensiv- und reboundstark sein, um das Team auf diesen Ebenen zu verbessern. Was sich in der Theorie recht einfach und simpel anhört, ist es im Januar leider nicht. Die Saison ist in allen internationalen Ligen in vollem Gange und nur ein verschwindend geringer Teil der professionell tätigen Basketballer steht zu diesem Zeitpunkt ohne Job dar.

Kenny Frease ist zurück

Daher gestaltete sich die Suche nach einer kostengünstigen, aber qualitativ hochwertigen Übergangslösung vergleichsweise langwierig. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich dann aber doch heraus, dass die Quakenbrücker mit einer Rückkehr von Kenny Frease liebäugelten. Jener Frease, der letzte Saison schon in Reihen der Dragons um Siege kämpfte und dabei eine vor allem zum Ende der Spielzeit überaus solide Leistung zeigte. Während man sich mit dem Spieler, welcher zu diesem Zeitpunkt noch in der zweiten türkischen Liga auf Punktejagd ging, schnell einig werden konnte, benötigte man bei den Verhandlungen mit dem türkischen Club etwas länger. Als jedoch auch die letzten Modalitäten verschriftlicht und das Kündigungspapier des Ex-Arbeitgebers eingetroffen war, konnten die Dragons am Freitag den Neuzugang nun auch offiziell präsentieren.
Pünktlich zum Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten aus München war also ein Ersatz für King eingetroffen. Jemand, der die Systeme aus dem Vorjahr bereits kennt und sicherlich keine große Eingewöhnungszeit benötigt. Auch die Fitness war dem Kenny-Frease-Standard angemessen und nicht beanstandungswürdig.

Kein guter Einstand

Geholfen hat es allerdings, zumindest im ersten Spiel, nicht viel. Die Gastgeber aus Quakenbrück zeigten sich vor allem in der ersten Hälfte zu planlos und langsam in der Defensive und konnten auch im Angriff nicht ihr gefürchtetes Spiel aufziehen. Auch Frease zeigte kein sonderlich gutes Spiel, nahm zunächst auf der Bank Platz und spielte im Endeffekt nur 11:58 Minuten. Dabei gelangen ihm 2 Punkte und 1 Rebound, allerdings verantwortete er auch einen Ballverlust und 3 Fouls.
Deutlich wurde bereits in der kurzen Zeit, dass Frease dem Spiel durch eine im Basketballsport generell sehr unterschätzte Fähigkeit wichtige Impulse verleihen kann: Das gezielte Setzen von Blöcken. Durch die Masse des Centers, die sich ein ums andere Mal den Gästen aus München in den Weg stellte, konnten Switches der Verteidigung erzeugt werden, welche allerdings im Anschluss daran nicht konsequent ausgenutzt werden konnten.

Chance auf Wiedergutmachung

Generell können allerdings weder Kenneth Frease noch der restliche Teil der Mannschaft mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Schon am nächsten Wochenende hat man daher die Möglichkeit, in Bremerhaven die wahre Stärke zu zeigen und die gute Einbindung von Frease ins Teamspiel zu demonstrieren. Gewinnbringend allerdings dieses Mal!

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Matthias Schmidt
Artland Dragons und Dallas Mavericks Fan.

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