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Freitag, Juli 30, 2021

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Grant Hill Drinks Sprite – Der Erbe Jordans im Portrait

Grant Hill Phoenix Suns

Geboren am 5. Oktober 1972 in Dallas war Grant Hill einer der Spieler, welche als potentielle Erben Michael Jordans bezeichnet wurden. Ohne Frage hat der sympathische Spieler eine großartige Laufbahn hinter sich bringen können, doch fehlte ihm nicht nur ein NBA Titel, um die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Der populäre Spieler hatte viel mit Verletzungen zu kämpfen, welche seinen Aufstieg bremsten und ihn am Ende zu einem Rollenspieler verkommen ließen.

College Zeit und Draft

Das Grant Hill überhaupt zum Basketball kam, war seinem Vater zu verdanken. Vater Calvin Hill verbot seinem Sohn American Football zu spielen, da er hierbei die Gefahr von zu hohen Erwartungen sah und Grant davor schützen wollte. Doch genau dieser Gedanke brachte Grant Hill ins Rampenlicht, denn während seiner Zeit am Duke College spielte er sich bereits in das Herz vieler Basketballfans. Sein Coach am Duke College war Mike Krzyzewski, welcher auch ausschlaggebend dafür war, dass Grant Hill sich für das Duke College entschied. In einem Team mit dem späteren Mitglied des US Dream Teams Christian Laettner gewann Duke zweimal die NCAA Meisterschaften 1991 und 1992, ehe Grant Hill im Jahre 1994 am NBA Draft teilnahm. Die Detroit Pistons bewiesen großes Gespür, denn an dritter Stelle wurde der junge Hill verpflichtet, welcher auf der Small Forward und Shooting Guard Position eingesetzt werden konnte.

Die Zeit bei den Detroit Pistons

Bereits in seinen ersten Spielen konnte Grant Hill sein gewaltiges Potential andeuten, weshalb sich die Pistons mit ihm auf dem Court deutlich verbesserten. Am Ende standen nicht nur 19,9 Punkte, 6,4 Rebounds und 5,0 Assists je Spiel zu Buche, sondern auch die Auszeichnung zum Rookie of the Year, welche er zusammen mit Jason Kidd von den Dallas Mavericks gewinnen konnte. In den weiteren Spielzeiten bei den Pistons brachte Hill nicht nur das Team voran, sondern vielmehr auch sein eigenes Spiel, weshalb er zum Dauergast des All Star Games wurde. Sein vielleicht bestes Jahr spielte Grant Hill in seinem letzten Jahr bei den Detroit Pistons. 25,8 Punkte, 6,6 Rebounds und 5,2 Assists je Spiel waren Werte, welche ihm endgültig den Rang eines absoluten Superstars einbringen sollten.

Die Zeit nach den Pistons

In Orlando waren die Magic dabei, ein neues Team zusammenzustellen, welches endlich einen Titel einfahren sollte. Hierfür war der neue Superstar Grant Hill gerade gut genug, weshalb in einem Sign and Trade Deal ein Tausch mit den Detroit Pistons eingefädelt werden konnte. Hill kam so am 3. August 2000 für Chucky Atkins und Ben Wallace nach Orlando, wenngleich er die in ihn gesteckten Erwartungen nicht vollkommen erfüllen konnte. Viele Verletzungen warfen den sympathischen Spieler immer wieder zurück, weshalb er in seinen sechs Vertragsjahren bei den Orlando Magic viermal maximal 29 Saisonspiele bestreiten konnte. Gerade in den ersten beiden Jahren stand er nur 4 bzw. 14 mal auf dem Spielfeld, weshalb sein Stern auch in der öffentlichen Wahrnehmung etwas zu sinken begann. Sein bestes Jahr bei den Magic hatte Hill in der Saison 2004-2005 als er 19,7 Punkte auflegen konnte, jedoch bereits deutlich weniger Spielzeit erhielt. Dies war jedoch nicht seinem Können, sondern vielmehr seiner Verletzungsanfälligkeit geschuldet. In der Folgezeit unterschrieb Hill jeweils als Free Agent bei den Phoenix Suns und den LA Clippers. Für Letzte spielte er ein Jahr, ehe er 2013 seine Karriere beendete, wohingegen er fünf Jahre in Arizona für die Phoenix Suns auf dem Court stand. Spätestens nach seinem Wechsel zu den Suns war Hill jedoch nicht mehr der Go to Guy seines Teams, sondern ein Rollenspieler, der seine neue Rolle innerhalb des Teams auch annahm. Seine Motivation bestand natürlich in einem möglichen Titelgewinn, jedoch auch in der Führung junger Spieler, welche sich sehr beeindruckt von der Arbeitseinstellung der 90er Werbeikone zeigten.

Die Karriere im Überblick

  • Duke College (1990–1994)
  • Detroit Pistons (1994–2000)
  • Orlando Magic (2000–2007)
  • Phoenix Suns (2007–2012)
  • Los Angeles Clippers (2012–2013)
  • 17137 Punkte (16.7 ppg)
  • 6169 Rebounds (6.0 rpg)
  • 4252 Assists (4.1 apg)

Erfolge von Grant Hill

  • 2× NCAA Meister (1991–1992)
  • NBA Co-Rookie of the Year (1995)
  • NBA All-Rookie First Team (1995)
  • 7× NBA All-Star (1995–1998, 2000–2001, 2005)
  • 1 x All-NBA First Team (1997)
  • 4× All-NBA Second Team (1996, 1998–2000)
  • 3× NBA Sportsmanship Award (2005, 2008, 2010)

Interessantes rund um Grant Hill

Grant Hill war in den 90er Jahren nicht nur auf den Courts dieser Welt ein großes Vorbild, sondern vielmehr auch ein echter Superstar. Dies machte sich besonders in Sachen Werbung bezahlt, denn er wurde von McDonalds, Tag Heuer oder aber Fila, Adidas und Nike für entsprechende Werbekampagnen gebucht. Am meisten Aufsehen machte jedoch seine Werbung für den Soft Drink Sprite. Während andere Stars entweder Coca Cola oder Pepsi in TV Werbefilmen trinken, warb Grant Hill mit der Kampagne „Grant Hill Drinks Sprite“ für dieses Getränk. Die hierbei erstellten Werbeclips sind im Übrigen heute noch sehr angesagt. Grant Hill galt nicht nur als fairer Sportsmann, sondern er blickte auch über den Tellerrand. So war er für viele Charity Aktionen und Veranstaltungen tätig, was ihm über die Zeit zudem ein sauberes Image einbrachte. Auch politisch brachte Hill sich ein, denn er unterstützte die Präsidentschaftswahlen von John Kerry und Barack Obama. Die Verbindung mit den Demokraten ist dem Umstand zu verdanken, dass Hills Mutter Zimmernachbarin von Hillary Clinton während der College Zeit war. Diesem Umstand ist es sicherlich auch zu verdanken, dass der damalige US Präsident Bill Clinton Grant Hill nach dem Draft 1994 persönlich anrief und beglückwünschte zu seiner Auswahl.

Grant Hill ist ohne Frage einer der besten und bekanntesten Spieler der 90er Jahre gewesen. Wären seine Verletzungen ab dem Jahr 2000 nicht so gravierend gewesen, wäre sicherlich der Traum von einem NBA Titel und das Heraustreten aus dem Schatten von Michael Jordan durchaus möglich gewesen. So bleibt neben seiner Karriere vor allen Dingen sein Einsatz für Charitiy Events und sein politisches Engagement im Gedächtnis.

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Tobias Forsterhttps://www.bblprofis.de
Tobias Forster ist seit vielen Jahren glühender Basketballfan. In der Basketball Bundesliga hält er dem FC Bayern München die Treue, während in der NBA die Dallas Mavericks und die Chicago Bulls seine Favoriten sind. Tobias berichtet über Neuigkeiten, ist jedoch zugleich im Bereich Interviews und Portraits aktiv.

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