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Mittwoch, September 28, 2022

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Dragons auf der Suche nach Erfolg

Artland Dragons Team 2014-2015

Vor der Saison als klarer Playoffaspirant auserkoren, enttäuschen die Artland Dragons bislang auf ganzer Linie. Mittlerweile auf Platz 10 abgerutscht, sucht man in Quakenbrück Auswege aus der Misere. Die Hoffnung auf eine baldige King-Genesung sowie die Verpflichtung von Terrell Everett kurz vor Ende des Transferzeitraumes ( Bekanntgabe allerdings erst am 09.03.15) sollen dafür sorgen, dass das Ziel Playoffteilnahme nicht in weite Ferne rückt.

Fähigkeiten passen ins Anforderungsprofil

Während es am Stuhl des Trainers weiterhin nichts zu rütteln gibt, soll der 30-jährige Everett für neue Energie im Training sorgen und den internen Konkurrenzkampf anfeuern. Offiziell als Absicherung bei etwaigen Verletzungen geholt, könnte der auf mehreren Positionen einsetzbare Amerikaner mehr Spielanteile bekommen als zunächst erwartet. Schließlich bringt er in Puncto Zug zum Korb, Defense oder Ballhandling genau die Qualitäten mit, die dem Dragons-Team in dieser Saison bislang so oft abgehen.

Holston und dann lange nichts

Hinter Point Guard David Holston klafft zudem eine riesige Lücke, die Backup Bastian Doreth nicht zu schließen im Stande ist. Probleme beim Ballvortrag sorgen für eine nicht rund laufende und statische wirkende Dragons-Offensive, die vor einiger Zeit noch als eigentliche Stärke galt. Während Antonio Graves als Starter einen Teil der Last übernehmen kann, sucht man von der Bank vergeblich nach adäquaten Alternativen.

Sollte man Everett also nicht nur als Notnagel sondern als echte Alternative einplanen, könnte dieser hinter Holston das Angriffspiel ankurbeln und es weniger ausrechenbar gestalten. Während Schützen wie Brandon Thomas, Lawrence Hill oder Chad Toppert das Feld breit machen würden, hätte der großgewachsene Guard den Platz für seinen schnellen und hoffentlich produktiven Antritt.

In der Theorie macht die Verpflichtung des zuletzt in Bukarest tätigen Combo Guards also durchaus Sinn, gerade wenn man bedenkt, dass die für ihn vorgesehene kleinere Rolle sich nicht allzu groß von seiner letzten Station unterscheidet ( nur in 6 von 17 Spielen Starter ).

Wie plant der Trainer?

Wie groß sein Einfluss am Ende wirklich ist, hängt neben seiner derzeitigen Form vor allem auch vom Willen des Trainers ab. Ist McCoy gewillt, einen ausländischen Spieler wie Dennis Horner für Everett auf die Bühne zu verdonnern? Oder setzt er lieber auf die Karte Eingespieltheit und Teamchemie und lässt alles beim Alten? Wenn keine unvorhergesehenen Verletzungen dazwischenkommen und die gesundheitlichen Probleme von Holston durch das spielfreie Wochenende abgeklungen sind, spricht im Moment eher vieles für die letztere Prognose.

Auch im vergangenen Jahr holte man sich relativ spät in der Saison den Guard Mustafa Abdul-Hamid ins Boot, um auf verletzungsbedingte Ausfälle reagieren zu können. Zwar ist die Qualität des letztjährigen Trainingsspielers nicht ganz mit dem Niveau von Everett vergleichbar, allerdings ähneln sie sich in Hinblick auf ihre Variabilität und bereits vorhandenen Deutschland-Engagements. Am Ende der Saison standen 3 Einsätze für Abdul-Hamid auf der Habenseite, Everett hofft sicherlich, dass es bei ihm mehr werden.

Kapitän arbeitet am Comeback

Ebenso wie beim Guard ist es auch bei Anthony King eine verzwickte Lage. Andauernde Schmerzen und ein sich langziehendes Reha-Programm setzen dem Center und Kapitän der Dragons zu. Die anfangs angepeilte Ausfallzeit ist bereits Stand jetzt deutlich länger ausgefallen als erwartet, was weder King selbst noch seinen Mitspielern gefallen dürfte.

Außer vielleicht Kenny Frease, welcher als Ersatz für seinen Landsmann vor einiger Zeit verpflichtet wurde ( Vertrag wurde vor kurzem bis zum Saisonende verlängert ). Groß, wuchtig und erfahren ist der Center, so richtig voranbringen konnte er die Dragons allerdings nicht. Die Rolle als Backup von Andreas Seiferth und die Tatsache, dass er von teilweise unrational erscheinenden Auswechslungen des Trainers wie im Heimspiel gegen Bonn genau so viel hält, wie von einem Tag ohne Essen, fördert seine sportliche Entwicklung sicherlich nicht.

Restprogramm nicht einfach

Denn in den nun kommenden Spielen müssen die Dragons noch gegen unmittelbare Konkurrenten wie Frankfurt, Göttingen oder Ludwigsburg ran, die ihrerseits kein Interesse daran haben werden, sich aus dem Playoffkampf zu verabschieden. Erschwerend zu der eigenen Situation kommt noch hinzu, dass Teams wie etwa Braunschweig Sieg um Sieg einfahren und so den Druck auf die Dragons von Spieltag zu Spieltag erhöhen.

Da es nicht das Ziel sein kann, in besonderem Maße von den Ergebnissen der anderen Teams abhängig zu sein, sollten von den letzten 9 Spielen mindestens 6 gewonnen werden, um den Bock kurz vor Toreschluss noch umzustoßen. Das kommende Heimspiel gegen die defensivschwachen Bayreuther soll der Anfang einer Siegesserie werden, die bereits einige Male heraufbeschworen wurde, aber bis auf den Saisonbeginn in der Form nie eintrat.

Ob Terrell Everett und Anthony King dann schon im Kader stehen und auflaufen werden, bleibt fraglich.

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Matthias Schmidt
Artland Dragons und Dallas Mavericks Fan.

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