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Mittwoch, September 28, 2022

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Jagla über die Chancen in der Meisterschaft und sein mögliches Karriereende

Jan Jagla

Im Zuge der Vorbereitung des FC Bayern auf die am 9. Mai startenden Playoffs hat der FC Bayern beim Sponsor HIRMER in München die „geilste Zeit des Jahres“ gestartet, ein paar Eintrittskarten verlost und Werbung für die Playoffs gemacht. In diesem Zusammenhang stand Jan-Hendrik Jagla BBLProfis.de für ein Interview zu Verfügung.

BBLProfis.de: Im Auswärtsspiel in Frankfurt habt ihr über 3 Viertel zum Teil deutlich geführt, am Ende aber leider verloren. Woran lag es?
Jan Jagla: Tja, woran hat’s gelegen? Wir haben offensiv den Faden verloren. Wir haben in der Saison öfters damit gehadert, wenn Mannschaften Runs hatten, wenn sie sich in Rage gespielt haben und dann wichtige Dreier gefallen sind. Das darf einer erfahrenen Mannschaft wie uns nicht passieren. Wir müssen und werden daran arbeiten, dass wir weiterhin unsere Stärken ausspielen.

BBLProfis.de: Vom Spielverlauf war die Partie in Frankfurt genau das Gegenteil zur Partie gegen Bamberg, in welcher die Mannschaft 3 Viertel zurücklag und durch ein starkes 4. Viertel doch noch gewinnen konnte. Was lässt sich an Lehren aus beiden Partien für euch ziehen?
Jan Jagla: Die einzigen Lehren, die wir daraus ziehen können, sind, dass wir weiter an uns arbeiten müssen, vor allem defensiv, und uns nicht so leicht aus dem Konzept bringen lassen. Auch gegen Bamberg hätten wir 3 Viertel lang besser spielen und verteidigen können. Immer wieder gab es Situationen, in denen die Bamberger leichte Körbe erzielt haben oder leicht zum Korb gezogen sind, was auch nicht passieren darf. Dann liegt man einfach zurück und benötigt eine Energieleistung im 4. Viertel. Wir müssen einfach mehr darauf achten 40 Minuten Vollgas zu geben und voll konzentriert auf dem Court zu sein. Dann sind wir nur schwer zu schlagen.

BBLProfis.de: Macht auch das Publikum einen Unterschied? Gerade in Frankfurt hat die Mannschaft wieder erlebt, als FC Bayern in fremder Hallen spielen zu müssen, in welcher die Atmosphäre gegen Euch nochmals aufgeheizter ist. Auch gegen Bamberg war die Atmosphäre sehr gut. Beeinflusst euch das als Mannschaft?
Jan Jagla: Ich glaube, das ist individuell unterschiedlich. Manche verarbeiten das besser als andere. Aber zuhause in der eigenen Halle zu spielen, vor den eigenen Fans, die voll und ganz hinter einem stehen, macht doch mehr Spaß. Da ist es schon möglich, solche Spiele mit der Hilfe der Fans nochmal zu drehen. Das ist natürlich ein Faktor, es dürfte aber keiner sein. Wir sind eine sehr erfahrene Mannschaft. Von daher müsste so etwas auch wegzustecken sein. Auch wenn man auswärts einen schwierigen Stand hat, muss man in der Lage sein, eine konstante Leistung abzurufen.

BBLProfis.de: Nach dem jetzigen Stand hätte der FC Bayern in den Playoffs ab dem Halbfinale kein Heimrecht mehr. Kann man in der verbleibenden Zeit daran arbeiten, das noch ein wenig auszumerzen?
Jan Jagla: Bei einer so erfahren Mannschaft, wie wir nun mal sind, ist es manchmal nur eine Frage, dass man einen Schalter umlegt. Dann gewinnt man auch. Wir haben auswärts in Bamberg im Eurocup in einem wichtigen Spiel gewonnen. Wir haben auswärts auch wichtige Spiele gemacht und gewonnen. Es ist dann eine Frage, wie wir die gegnerische Mannschaft kontrollieren können, dann wird es auch möglich sein, auswärts zu gewinnen. Natürlich ist es sehr schwierig, Auswärtsserien zu gewinnen.

BBLPRofis.de: Die nächsten Spiele sind allesamt gegen Playoff Kandidaten. Gibt es dabei bereits eine gewisse Playoff Atmosphäre bei der Mannschaft?
Jan Jagla: Ich glaube nicht. Das sind erst einmal Regular Season Games. Das sind natürlich auch hochemotionale Spiele für uns, aber auch für den Gegner. Wenn man sich überlegt, dass bei allen 3 Spielen irgendwelche Platzierungen für die Playoffs dranhängen, ist es natürlich sehr emotional. Es sind 3 sehr gute Mannschaften, auf die wir treffen. Aber die richtigen Playoff-Emotionen werden erst kommen, wenn die Playoffs beginnen. Es werden dennoch 3 sehr harte Spiele sein und ein gutes „Aufwärmprogramm“ für uns.

BBLProfis.de: Was glaubst du, wie weit kann es in den Playoffs gehen? Glaubt ihr an die Meisterschaft?
Jan Jagla: Natürlich. Es wäre absolut falsch, so etwas abzuschreiben. Wir müssen konstant arbeiten. Letztendlich geht es darum, die Heimspiele zu gewinnen, und auswärts eines von 3 Spielen zu gewinnen. Warum sollte man zu diesem Zeitpunkt als Tabellendritter sagen, dass man nicht daran glaubt.

BBLProfis.de: Jetzt mal ein anderes Thema. Du wirst im Sommer 34, bist in einem Alter an dem viele Sportler so langsam an ihr Karriereende denken. Wie sieht es da bei dir aus?
Jan Jagla: Natürlich beschäftige ich mich damit. Man muss sehen, was passiert. Es ist auf jeden Fall ein Gedankengang.

BBLProfis.de: Juckt es noch in den Fingern?
Jan Jagla: Ach ja, schon. Manchmal mehr, manchmal weniger. Ich muss mal schauen, wie die Saison zu Ende geht, dann wird eine Entscheidung getroffen.

BBLProfis.de: Wenn dann irgendwann der Punkt kommt, an dem du deine Karriere beendest, gibt es schon Pläne, wie es dann weitergeht?
Jan Jagla: Konkrete Pläne gibt es noch keine, aber Ideen gibt es schon ein paar. Ich habe mein Studium fast abgeschlossen. Wenn das Marketing Studium beendet ist, überlege ich mir schon, ob ich dann im Sport bleibe. Es gibt aber noch nichts Konkretes, wie ich mir meine 2. Karriere vorstellen kann.

BBLProfis.de: Im Sommer steht die EM an. Deutschland spielt ja in Berlin. Wirst du dir ein paar Spiele ansehen?
Jan Jagla: Auf jeden Fall. Ich verbringe immer viel Zeit im Sommer in Berlin. Da ergibt sich sicher die eine oder andere Gelegenheit ein Spiel live zu verfolgen.

BBLProfis.de: Was glaubst du, wer Europameister wird?
Jan Jagla: Das ist natürlich schwer zu beantworten. Spanien ist natürlich immer ein Favorit, vor allem wenn sie vollzählig antreten. Jetzt hat aber schon Rubio abgesagt. Dann natürlich Frankreich. Die sind auch immer ein heißer Kandidat.

BBLProfis.de: Wie siehst du die Chance von Deutschland?
Jan Jagla: Es hängt viel von den NBA Spielern ab. Zum einen, wie lange die Saison von Nowitzki, Schröder und Kaman geht. Wenn Nowitzki und Schröder weit kommen, kann es natürlich sein, dass die Vereine sie nicht zur EM fahren lassen. Bei Nowitzki kann das auch passieren, sollte Dallas früh in den Playoffs scheitern. Es ist ja immer das Thema, dass die FIBA keinen Einfluss auf die NBA hat. Und bei Nowitzki ist es ja schon länger so, dass er sagt, dass er ein letztes Mal für Deutschland spielen möchte und es hat nicht klappt. Diese Saison spielt er auch wieder besser, weil der Druck nicht alleine auf seinen Schulter lastet.

BBLProfis.de möchte sich sowohl beim FC Bayern als auch bei Jan-Hendrik Jagla für dieses Interview bedanken.

 

 

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Patrick Link
Mein Interesse für den Basketball habe ich von meinem Vater, der selbst aktiv in der Bundesliga gespielt hat. Deshalb habe auch ich im Verein zu spielen begonnen. Seit nunmehr 5 Jahren habe ich eine Dauerkarte für den Fc Bayern Basketball, sehe so gut wie jedes Heimspiel. Ich pflege aber keine Abneigung gegen irgendeine Mannschaft oder einen Spieler.

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