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Dienstag, Oktober 26, 2021

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Mahir Agva spricht über seinen Wechsel, die Anfänge in der Nationalmannschaft und wagt einen Blick in die Zukunft

Walter-Tigers-Tübingen-Teamportrait

Als Nachwuchs-Center hat es Mahir Agva nicht immer leicht. Dennoch konnte er sich in der NBBL und ProA schon einen Namen machen. Die Belohnung dafür war ein Vertrag mit den WALTER Tigers Tübingen für die restliche Saison. In den ersten Partien hinterließ er schon tolle Eindrücke auf der Bundesliga-Bühne. Nun hatten wir die Gelegenheit mit Mahir zu sprechen.

BBLProfis: Mahir, du bist vor wenigen Wochen ganz überraschend von deiner Mannschaft Team Ehingen Urspring aus der ProA in die BBL gewechselt. Wie kam es zu diesem Wechsel und warum hast du dich für diesen Schritt entschieden?
Mahir Agva: Ich habe die ganze Saison über bei Tübingen individuell mittrainiert, kenne jeden Spieler persönlich, komme aus der Gegend und natürlich ist Tübingen meine Heimat, zumal ich dort mein BBL Debüt hatte. Als die ProA-Saison zu Ende war, wollte ich ohnehin gerne in die BBL um wenigstens weiter hart zu trainieren. Das Angebot kam von Tübingen und hat mich sehr erfreut. Deswegen habe ich mich ziemlich schnell nach Rücksprache mit meiner Familie und meinem Berater dafür entschieden.

BBLProfis: Welche Chancen rechnest du dir mit dem Wechsel in die Beko Basketball Bundesliga aus?
Mahir Agva: Mein Ziel ist es immer besser zu werden und mich mit den Besten zu messen. Ich glaube, dass ich in der Lage bin, das auch sofort zu tun. Des Weiteren ist das harte Training unglaublich wichtig für meine Entwicklung, zumal ich im Sommer eine wichtige Rolle in der Nationalmannschaft spielen möchte. Dazu gehört auch, mit einem erfahrenen Spieler wie Aleksandar Nadjfeji jeden Tag zu trainieren und von ihm zu lernen, denn er hat es definitiv geschafft.

BBLProfis: Viele Spiele sind es in der Hauptrunde der Basketball Bundesliga nicht mehr. Was sind deine Ziele für die restlichen Saisonspiele?
Mahir Agva: Ich will in jedem Training alles geben und möglichst viele Minuten bekommen. Dann will ich das Vertrauen vom Coach und Management natürlich mit Leistung zurückgeben.

BBLProfis: Der Vertrag in Tübingen läuft bis zum Saisonende. Gibt es für dich dort eine Option auf eine Verlängerung oder verlässt du das Team nach der Spielzeit 2014/2015?
Mahir Agva: Wir haben uns zuerst auf eine Zusammenarbeit bis zum Ende der Saison geeinigt, danach sehen wir weiter. Ich will mich jetzt einfach weiterentwickeln und dem Team helfen, ich befasse mich noch nicht mit der nächsten Saison. Mein Fokus ist jetzt komplett auf Tübingen.

BBLProfis: Du bist jung und hast noch die ganze Karriere vor dir. Dennoch hast du schon den einen oder anderen Erfolg vorzuweisen. Welchen siehst du auf deiner persönlichen Liste ganz oben?
Mahir Agva: Mein größter Erfolg für mich bis jetzt war die Auszeichnung als bester Center der U18-Europameisterschaft in Bulgarien im letzten Sommer mit der Nationalmannschaft.

BBLProfis: Wie beschreibst du deine Rolle im Team am besten?
Mahir Agva: Ich denke, dass ich mit meiner Intensität und Stärke die anderen Big Man pushen kann. Ich bin im Dienst der Mannschaft und fülle die Rolle aus, die der Coach für mich hat.

BBLProfis: Auch für die deutsche U-18 Nationalmannschaft standest du schon auf dem Parkett. Wie war es für dich, den Adler auf der Brust zu tragen? Wie waren die Erfahrungen?
Mahir Agva: Die Nationalmannschaft ist etwas nahezu Heiliges und die Belohnung für jeden Spieler und seine harte Arbeit. Daher ist es auch für mich etwas sehr Besonderes und es ehrt mich, wenn ich Deutschland repräsentieren darf.

BBLProfis: Du darfst dich NBBL All-Star nennen. Beim NBBL-All-Star-Game warst du schon zweimal dabei. Was hast du aus diesem Event mitgenommen?
Mahir Agva: Für mich war es sehr wichtig, mich zweimal mit den besten NBBL-Spielern Deutschlands zu messen, da man da auch selbst sieht, wo man momentan im Vergleich zu den anderen steht. Natürlich ist es auch etwas Besonderes die ganzen BBL Stars live und auch hinter den Kulissen zu erleben und dabei den einen oder anderen Rat zu bekommen.

BBLProfis: Profi-Basketballer zu sein ist manchmal hart. Wie waren die Erfahrungen NBBL und ProA am selben Tag zu spielen?
Mahir Agva: Für mich war es nie ein Problem die Doppelbelastung zu haben, zumal ich ein Wettkämpfer bin. Ich, wie auch jeder andere Spieler, trainiere jeden Tag und will das auch im Spiel zeigen, da kommt ein gelegentlicher Doppelspieltag ganz gut.

BBLProfis: In welchem Alter hast du begonnen, Basketball zu spielen. Wie kam es dazu?
Mahir Agva: Im Alter von zwölf Jahren habe ich mich für Basketball interessiert. Ich war immer relativ groß und meine Eltern meinten, dass ich doch mal Basketball als Sportart versuchen soll.

BBLProfis: Nehmen wir mal einen Blick in die Zukunft. Wo siehst du dich in fünf bis zehn Jahren? Träumst du von großen europäischen Teams oder der NBA?
Mahir Agva: Natürlich hat jeder Profibasketballer das Ziel in die NBA zu kommen. Mann muss aber realistisch bleiben. Dies erreichen nur wenige. Ich würde natürlich gerne in der Euroleague spielen, beschäftige mich damit aber noch nicht, zumal ich erst richtig in der BBL Fuß fassen möchte.

BBLProfis: Wie bereitest du dich auf Spiele vor? Gibt es bei dir irgendwelche Marotten vor einer Partie?
Mahir Agva: Seit ungefähr zwei Jahren höre ich vor jedem Spiel die gleiche Playlist auf meinem iPhone. Meek Mill und Drake gehören da zu meinen Favoriten.

BBLProfis: Wie muss man sich deine Freitzeitgestaltung vorstellen?
Mahir Agva: Die meiste Zeit bin ich in der Halle und arbeite an meinem Game. Wenn ich mal einen Tage frei bekomme, verbringe die die Zeit mit meiner Familie.

BBLProfis: Was ist dein Vorbild im Basketball?
Mahir Agva: Mein Teamkollege und Mentor Aleksandar Nadfeji ist für mich mein Vorbild.

BBLProfis: Und zum Abschluss noch diese Frage. Hättest du einen Wunsch frei. Welcher wäre dies?
Mahir Agva: Gute Frage. Ich bin eigentlich mit dem zufrieden, was ich habe. 😀

Wir sagen Danke an Mahir Agva für das ausführliche Interview und wünschen dem deutschen Nachwuchs-Center viel Erfolg in der weiteren Karriere. Vielleicht klappt es ja mit dem Traum NBA. Wir drücken die Daumen.

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Sven Fleischmann
Unser Autor Sven Fleischmann ist beim Basketball vor und hinter den Kulissen mit vollem Herzen dabei. Als Fan unterstützt Sven leidenschaftlich Brose Bamberg, wie auch das Team der Young Pikes Baunach. Neben Neuigkeiten widmet sich Sven ebenfalls den Themen Portraits und Interviews. Zudem arbeitet Sven seit der Spielzeit 2016/17 als Sport-Kommentator.

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