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Mittwoch, August 4, 2021

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Ein Blick auf die Neuzugänge des FC Bayern Basketball

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In der Saison 2013/2014 stand am Ende der Gewinn der Deutschen Meisterschaft und ausgelassene Freude beim FC Bayern Basketball. Das Team wurde im Sommer nochmals verstärkt und sollte nun auch international einen weiteren Schritt machen. Die Vorrunde der Beko BBL brachte jedoch nur einen dritten Rang ein und in Pokal, EuroLeague und EuroCup gab es das vorzeitige Aus. Grund genug, um sich einmal mit den Neuzugängen des FCBB zu beschäftigen und ihre Leistung zu prüfen.

Anton Gavel – Bewertung: 3,5 von 5 Basketbällen

Er war im Grunde genommen der Wunsch Neuzugang und Königstransfer der Bayern im letzten Sommer. Lange wurde an Anton Gavel aus Bamberg gebaggert und endlich kam die Zusage. Die Saison des Anton Gavel war jedoch durch viele Verletzungen und Beeinträchtigungen gekennzeichnet, sodass die Bayern Fans den besten Gavel noch nicht sehen konnten. Der 30-jährige wurde nicht nur auf seiner Shooting Guard Position eingesetzt, sondern spielte ebenfalls sehr oft auf der Point Guard Position, wo er mit seiner Erfahrung Ruhe und Struktur in das Münchner Angriffsspiel bringen sollte.

Gavel merkte man die vielen Verletzungen durchaus an, denn richtig fit war er über die gesamte Saison nie. Am Ende stand er in 28 Spielen im Schnitt 26:51 Minuten auf dem Court, welche er zu 8,4 Punkten, 4 Assists und 2,1 Rebounds durchschnittlich nutzen konnte. Auffallend ist die sehr gute Zweierquote von 51.7 Prozent, weshalb sich die Fans sicherlich wünschen würden, wenn er in der Offense öfter die Initiative ergreifen würde. Am Ende der Hauptrunde hatte er eine Effizienz von 10,4 vorzuweisen, welche zwar im Vergleich zur Bamberger Zeit etwas niedriger war, dennoch eine gute Leistung bescheinigt. Ist Gavel auf dem Court, ist das Spiel strukturierter, wenngleich die Zeiten für Gavel-Momente in den Playoffs noch kommen. Seine Verpflichtung war sicherlich kein Fehler, wenngleich sich viele mehr erwartet hatten unter den Fans.

Jan-Hendrik Jagla – Bewertung 2 von 5 Basketbällen

Vor der Meistersaison 2013/2014 wechselte Jagla nach Berlin und wurde Pokalsieger. Von der Bank kommend zeigte er guten Einsatz und ansprechende Leistungen. Nachdem er sich mit ALBA Berlin nicht einig werden konnte, führte der Weg des Ex Bayern wieder nach München. Der Power Forward war jedoch ein schwacher Neuzugang, konnte er doch die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. In Berlin war Jagla in Offensive wie Defensive ein Faktor, doch erinnerte der Jagla der Saison 2014/2015 an den Spieler, der bereits zuvor bei Bayern nicht sein Leistungsvermögen abrufen konnte.

Er stand in 31 Partien durchschnittlich 12:41 Minuten auf dem Court, was er zu 5,3 Punkten und 2,8 Rebounds im Schnitt nutzen konnte. Jagla zeigte jedoch gerade unter dem Korb Schwächen, indem er seine Größe nicht ausspielte. Punkte kamen zumeist aus der Distanz, wenngleich er gerade beim Rebound noch ordentlich Steigerungspotential in sich tragen dürfte. Auch in Sachen getroffener Entscheidungen auf dem Court war der langjährige Nationalspieler selten glücklich, da er doch immer wieder zu sehr auf das Gaspedal drückte oder den besonderen Pass spielen wollte, anstatt die Basics auszuspielen. Von Jagla durfte sich der Fan mehr erwarten.

Bo McCalebb – Bewertung 5 von 5 Basketbällen

Die vielen Verletzten beim FC Bayern Basketball brachten es auch mit sich, dass auf der Guard Position mit dem Amerikaner Bo McCalebb eine Nachverpflichtung geholt wurde. Leider hat er am Ende selbst mit Verletzungen zu kämpfen, weshalb sein Vertrag nicht verlängert wurde. Bo stand zwar nur in 8 Spielen auf dem Court, doch konnte er trotz anfänglichen Fitnessrückstand schnell zeigen, dass er ein Volltreffer ist. In seinen 8 Partien startete er jeweils für 26:59 Spielminuten im Schnitt, bei denen er 13,6 Punkte, 5,6 Assists und 2,3 Rebounds auflegen konnte. Ein Efficency Rating von 16,5 zeigt seine Power auf dem Court, wobei gerade seine Wurfquote von 58,9 Prozent mehr als überzeugt. Er zeigte was er kann und wäre unverletzt nochmals mit einem neuen Vertrag ausgestattet worden. Trotz anfänglichen Fitnessrückstand war er der beste Neuzugang der Münchner, da er nicht nur selbst punktete, sondern das Spiel seiner Mannschaft deutlich besser machte, wenn er auf dem Parkett zu finden war.

Vasilije Micic – Bewertung 3,5 von 5 Basketbällen

Was wurde vor der Saison nicht alles vom 21-jährigen Serben geschrieben, der in der NBA Draft ausgewählt wurde und nun nach München kam. Seine erste Saison war durchaus gut, wenngleich auch Micic immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte und natürlich auf dem Court noch seine innere Ruhe finden muss. Der Point Guard stand in 24 Partien durchschnittlich 16:29 Minuten auf dem Parkett, in denen er neben 7,6 Punkten, 3,7 Assists und 2,1 Rebounds im Schnitt erzielen konnte. Ein Blick in seine Stats bringt erfreuliche Details wie seine Freiwurfquote (87,1 %) oder seine Plus/Minus Wertung von 7 mit sich, doch auch einige Schwächen. So ist Micic gerade in der Offensive teilweise noch etwas zu hastig, weshalb er 2 Turnover je Spiel produziert. Ebenfalls fällt sein Dreier nur unregelmäßig, was die Quote von 27,3 Prozent zum Ausdruck bringt.

Beides ist jedoch auch seiner Jugend zuzuschreiben, denn die Ruhe am Ball wird sicherlich in den kommenden Jahren kommen. In der Bewertung hätte er 3 Basketbälle verdient, doch zeigte er auch bereits in jungen Jahren, dass er sich der Verantwortung stellt. Ein gutes Beispiel war die Auswärtsniederlage in Valencia, als er mit 21 Jahren die Verantwortung übernahm und kämpfe. Dies gibt einen Bonus von 0,5 Basketbällen, da dies in diesem Alter bereits eine sehr erfreuliche Entwicklung ist, wenngleich Micic noch weitaus Größeres zu leisten im Stande ist.

Dusko Savanovic – Bewertung 4 von 5 Basketbällen

Auf der Power Forward Position gab es im letzten Sommer das große Stühlerücken. Neu im Team ist der 31 jährige Serbe Dusko Savanovic, welcher aufgrund seiner Erfahrung und auch seiner Leistungsfähigkeit als einer der besten Beko BBL Neuzugänge aller Zeiten gehandelt wurde. Die Bayern Fans sahen in den ersten Wochen auch einen tollen Dusko, welcher auch abseits des Platzes mit seiner lockeren und freundlichen Art schnell die Herzen der Münchner gewinnen konnte. Obgleich er alle 34 Saisonspiele absolvierte, hatte Dusko immer wieder mit kleineren Wehwehchen zu tun, welche ihn daran hinderten, seine Leistung komplett abzurufen. Auffällig war zudem, dass die Saison von Savanovic wie in einem Wellental verlief und neben sehr starken Auftritten leider auch weniger gute mit sich brachte.

11,6 Punkte, 4,6 Rebounds und 2,1 Assists im Schnitt lesen sich sehr gut, zumal das Team mit Dusko auf dem Court durchaus heiß laufen konnte. Schwach war jedoch im Verlauf seiner Saison sein Distanzwurf. Manchmal sehr sicher, doch manchmal auch nicht zu sehen, sodass über die Saison eine Quote von 31,9 Prozent aus dem Dreierbereich steht. Eigentlich sehr schade, denn aus dem Zweierbereich traf Dusko 55,8 % seiner Würfe und von der Freiwurflinie sogar 85,3 %. Hätte Dusko sich keine Schwächephasen genommen, wäre er sicherlich ein noch wertvollerer Neuzugang geworden. Ohne Frage war er aber dennoch ein Treffer auf dem Transfermarkt für den FC Bayern Basketball.

Vladimir Stimac – Bewertung 3,5 von 5 Basketbällen

Auch unter dem Korb gab es einen Neuzugang aus Serbien. Vladimir Stimac kam jedoch später zur Mannschaft, denn im Sommer war er mit dem serbischen Nationalteam bei der WM, wo er eine Silbermedaille gewinnen konnte. Seine Auftritte auf dem Court waren stets von großem Einsatz geprägt, wenngleich sein Spiel durchaus mit einigen Fouls gespickt ist. Am Ende kam er in allen Partien zum Einsatz und spielte im Schnitt 15:40 Minuten als Backup hinter John Bryant. In dieser Zeit konnte er 8,1 Punkte und 5,4 Rebounds erzielen. Ein starker Wert, zumal er auch bei der Effizienz mit 10,8 überzeugen konnte.

Was positiv überraschend an Stimac war, ist, dass er nicht nur als Ersatz mit Bryant spielen konnte, sondern das beide auch zusammen auf dem Court nebeneinander überzeugen konnten. Stimac hatte jedoch auch gute und schwächere Phasen, weshalb es am Ende nicht ganz zu einer 4 von 5 Basketbällen Bewertung gereicht hat. In die Herzen der Fans hat er sich sicher gespielt, wenngleich er auch für manch bange Momente sorgte. Seine Freiwurfquote mit 53 % erinnert an Jared Homan und sorgte immer wieder für Schockmomente und bange Sekunden bei den Fans. Arbeitet er noch an diesem Wurf, ist er sicherlich auch in der Crunch Time öfter auf dem Court und ein noch wichtigerer Bestandteil des Teams.

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Tobias Forsterhttps://www.bblprofis.de
Tobias Forster ist seit vielen Jahren glühender Basketballfan. In der Basketball Bundesliga hält er dem FC Bayern München die Treue, während in der NBA die Dallas Mavericks und die Chicago Bulls seine Favoriten sind. Tobias berichtet über Neuigkeiten, ist jedoch zugleich im Bereich Interviews und Portraits aktiv.

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