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Sonntag, Juni 23, 2024

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NBA Finals Preview 2015

Golden State Warriors

Während in Deutschland noch die Teilnehmer der diesjährigen Finals ermittelt werden, stehen in Amerika mit den Cleveland Cavaliers und den Golden State Warriors schon die beiden Teams fest, die sich in ihrer jeweiligen Conference als stärkste Mannschaft durchgesetzt haben und nun den NBA-Champion ermitteln. Im Modus Best-of-7 wird ab dem 5. Juni ( 3 Uhr morgens ) gespielt, die Warriors besitzen dabei dank ihrer besseren Bilanz Heimrecht. Im Finale kommt es zudem zum Aufeinandertreffen zwischen MVP Stephen Curry und dem wohl immer noch besten Spieler der Welt, LeBron James.

Ausgangslage

Die Warriors sind das dominante Team der Saison und haben ihre Stärke mit 67 Siegen in der Regular Season bereits untermauert. Auch in den Playoffs läuft es bislang außerordentlich gut. In der ersten Runde sweepte man die New Orleans Pelicans, in der zweiten Runde schlug man die defensivstarken Memphis Grizzlies mit 4:2 und auch in den Conference Finals setzte man sich vor kurzer Zeit souverän mit 4:1 gegen die Houston Rockets durch.
Im Gegensatz zum kommenden Gegner hatten die Cavaliers etwas mehr Probleme über die ganze Saison gesehen und mussten sich daher mit einigen Spielern verstärken, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Nach einer turbulenten Spielzeit sicherte sich die Franchise aus dem Osten den zweiten Platz in der Conference hinter den Atlanta Hawks. In der ersten Runde bekam man es mit den überraschend in die Playoffs eingezogenen Boston Celtics zu tun, die allerdings mit einem klaren 4:0 nach Hause geschickt wurden. Auch für die Bulls reichte es nach einem harten Fight nicht für ein Weiterkommen ( 4:2 Cavs ), noch schlechter erging es dann schließlich den Hawks, die dank einiger Ausfälle keinen einzigen Sieg gegen die Truppe von Coach David Blatt erringen konnten.

Form

Die Warriors sind in einer blendenden Verfassung und können es sich sogar leisten, einen ehemaligen Leistungsträger und Topverdiener wie David Lee von der Bank kommen beziehungsweise z.T. gar nicht spielen zu lassen. Generell ist die Tiefe der Dubs sehr beeindruckend. Andre Iguodala oder auch Shaun Livingston sorgen neben Leandro Barbosa, Festus Ezeli oder dem bereits erwähnten David Lee für wichtige Impulse von der Bank und ändern das Spieltempo, um den jeweiligen Gegner nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Die Starting Five ist überdies über jeden Zweifel erhaben. Neben den Splash Brothers Curry und Thompson spielen auch Harrison Barnes, Center Andrew Bogut und Allzweckwaffe Draymond Green einen überragenden Teambasketball. Wenngleich die Warriors immer wieder gerne als reines Jumpshooting-Team angesehen werden, definiert man sich selber vor allem über die gnadenlose Verteidigung. Ein weiterer Vorteil der Franchise sind die Fans, die die heimische Oracle Arena zum Beben bringen. Der Heimvorteil spielt hier also eine bedeutende Rolle.
Auch die Cleveland Cavaliers scheinen rechtzeitig ihren Groove gefunden zu haben. Während Co-Superstar Kyrie Irving mit Verletzungen zu kämpfen hat, orchestriert LeBron James die Offensive aus dem Post und findet immer wieder den freien Mann, bevorzugt an der Dreierlinie. Obwohl James eigener Dreier nicht fallen will, agiert der Forward weiterhin sehr effizient und darf sich über die im Vorfeld nicht in dem Maße zu erwartende Unterstützung von Spielern wie JR Smith, Iman Shumpert oder Tristan Thompson freuen. Auch der australische Guard Matthew Dellavedova steht immer mehr im Fokus, sei es aufgrund seiner sehr harten Spielweise oder seinen wichtigen Impulsen von der Bank.

Matchups

Wie in jeder anderen Playoff-Serie kommt es auch jetzt im Finale auf die einzelnen Matchups an. Vor allem LeBron James dürfte sich freuen, da die Warriors keinen Spieler im Kader haben, der ihn mit dem Rücken zum Korb stoppen kann. In der Vergangenheit versuchten sich u.a. Harrison Barnes, Draymond Green oder Andre Iguodala – allesamt klasse Verteidiger – am Superstar, eine 45-Punkte-Explosion bei exzellenter Wurfquote gegen Anfang des Jahres konnten sie allerdings trotzdem nicht verhindern. Im Gegensatz zum damaligen Aufeinandertreffen dürfte sich James in den Spielen allerdings noch mehr als gewohnt auf seine Fähigkeiten im Mid-Post beschränken, da sein Jumper von außen nicht fallen will. Die Warriors müssen dann individuell entscheiden, ob ein Doppeln notwendig wird oder nicht. Schafft es der Favorit, LeBron James so gut es geht im Schach zu halten, sollte einem Finals-Sieg nur wenig im Wege stehen. Auf Seiten der Dubs wird wieder viel von Stephen Curry abhängen und wie seine Teamkollegen die frei werdenden Räume nutzen können. Hedgen die Cavs das Pick n Roll, dann ist besonders Power Forward und Teilzeit-Center Draymond Green gefragt, die Überzahlsituation zu nutzen und für sich und andere zu kreieren. Verteidigen die Cavaliers das Blocken und Abrollen allerdings anders ( z.B. ICE ) und sollte Kyrie Irving trotz der dringend notwendigen Ruhepause noch nicht bei annähernd 100% sein, dann darf man sich auf eine weitere Curry ( Dreier)-Show einstellen.
Unter dem Korb müssen Green und Bogut vor allem gegen Thompson einen guten Job machen und verhindern, dass sich der Forward mehrere Offensivrebounds pro Spiel sichert wie in der Serie gegen Atlanta.

Fazit

Die Golden State Warriors sind klarer Favorit in den Finals. Sie haben im starken Westen bewiesen, dass sie besser als jeder andere Gegner sind und haben dank des Heimvorteils ein wichtiges Plus auf ihrer Seite. Bei den Cavs hängt vieles von LeBron James ab und wie fit Irving sein wird. Ich tippe auf ein 4:1 oder ein 4:2, mehr als zwei Siege traue ich der Franchise aus Cleveland nicht zu.

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Matthias Schmidt
Matthias Schmidt
Artland Dragons und Dallas Mavericks Fan.

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