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Donnerstag, August 11, 2022

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FC Bayern erlebt eine durchwachsene Saison

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Als amtierender Meister wollte der FC Bayern Basketball vor allen Dingen eins: die Meisterschaft verteidigen. Dicht gefolgt vom Erreichen des TOP 16 in der Euroleague, dabei vielleicht am TOP 8 schnuppern. Doch dann kam die Saison, die alles andere als leicht für den FC Bayern verlaufen ist.

Verletzungen

Schon im Sommer während der Vorbereitung gingen die Probleme los. Erst beim neuen Kapitän Bryce Taylor. Eine langwierige Adduktorenverletzung sorgte dafür, dass er die komplette Vorbereitung verpasste und sogar eine Operation nötig wurde. Auch Paul Zipser befand sich noch im Aufbau nach seiner schweren Verletzung aus den vorherigen Playoffs. Beide Spieler kamen erst im November und Dezember wieder zum Einsatz. Darüber hinaus verletzten sich so ziemlich alle Spieler im Laufe der Saison, oder fielen einer schweren Krankheit zum Opfer. So hatte Dusko Savanovic einen so schweren Infekt, der ihn sogar zu einem kurzen Aufenthalt im Krankenhaus zwang, Anton Gavel hatte immer wieder Probleme mit der Wade, die ihn zu Pausen zwangen, Micic verletzte sich am Ellenbogen, viel dadurch längere Zeit aus und auch Nihad Djedovic , der sich in schon wegen der gebrochenen Hand die Playoffs in der Saison davor verpasst hatte, verletzte sich, wodurch eine längere Pause nötig wurde. Auch Yassin Idbihi fehlte immer wieder wegen verschiedener Blessuren. Im Winter zur entscheidenden Phase der Euroleague sah sich der FC Bayern genötigt, den zu dem Zeitpunkt vereinslosen Bo McCalebb nachzuverpflichten. Das Verletzungspech machte jedoch auch vor ihm nicht Halt. Nach einer Fingerverletzung war sein kurzes Intermezzo beim FC Bayern auch schon wieder beendet. Erst zum Ende der Hauptrunde blieb die Mannschaft wieder von Verletzungen verschont.

Bundesliga

Diese Verletzungen führten dazu, dass die Saison kaum wechselhafter hätte verlaufen können. Ziel war wieder einmal, die reguläre Saison als Tabellenführer zu beenden. Das hat gerade im Endspurt durch dumme und unnötige Niederlagen nicht geklappt. Dass es nach der Hinrunde der Berliner und der Serie der Bamberger nach Weihnachten am Schluss doch noch mal möglich war beide Mannschaften hinter sich zu lassen, hätte wohl kaum einer gedacht. Doch das Geschenk beider Mannschaften wollte der Meister nicht annehmen, und so wurde die Hauptrunde als Tabellendritter abgeschlossen, was nur Heimrecht in Playoff Runde 1 bedeutete. Und bei Berlin und Bamberg in Halbfinale und Finale ließ das nichts Gutes erahnen.

Euroleague/Eurocup

In der Euroleague war die Mannschaft schnell auf verlorenem Posten. In einer Gruppe mit 5 weiteren Meister, von denen 4 Mannschaften sich ernsthafte Hoffnungen auf das TOP 8 machten, war klar, dass ein Weiterkommen nicht mit Sicherheit eingeplant werden konnte. Der FC Bayern bezeichnete die Gruppe als Todesgruppe. Nicht förderlich war die Anzahl an Verletzten. Letztendlich schied die Mannschaft nach einer knappen Niederlage in Mailand aus und spielte daraufhin im Eurocup. In einer Gruppe mit Bamberg schaffte es der FC Bayern mit 6 Siegen aus 6 Spielen sehr deutlich, ins Achtelfinale einzuziehen, wo anschließend Titelverteidiger Valencia wartete. Obwohl sich der Verein Hoffnungen machte, mit einer starken Leistung in beiden Spielen in die nächste Runde einzuziehen, musste man sich aber mit 2 herben Klatschen aus dem Wettbewerb verabschieden.

Playoffs

Nach dem 3. Platz zum Ende der Hauptrunde wusste jeder, dass es nicht leicht werden würde, die Meisterschaft zu verteidigen. Das Hauptziel war es, wieder Meister zu werden. Vor Allem, nachdem im internationalen Wettbewerb das ausgegebene Ziel verfehlt wurde, im Pokal verlor man schon das Qualifikationsspiel, somit waren alle anderen Ziele verpasst worden. Blieb also nur noch die Meisterschaft, um eine durchwachsene Saison zu retten, und die Transferpolitik zu rechtfertigen. Schließlich hatten viele ihre Zweifel, ob mit dem Umschwenken von Amerikanern hin zu Serben wirklich eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt wurde. In Runde 1 wurde Frankfurt in 4 Spielen besiegt, dabei gab es eine heftige Klatsche im 1. Auswärtsspiel. Viele Basketballfans hatten erwartet, dass spätestens gegen den Halbfinal-Gegner ALBA Berlin die Saison beendet werden würde, spätestens in 4 Spielen. Einige, darunter auch etliche Bayernfans, sahen schon einen Sweep der Berliner auf den FC Bayern zukommen. Schließlich hatte ALBA Berlin gerade international eine sehr starke Saison gespielt. Und ALBA Berlin ist für den FC Bayern ein eher unangenehmer Gegner. Es sollte aber alles anders kommen. In einer sehr intensiven Serie schaffte es der FC Bayern im entscheidenden Spiel 5 den Sieg und somit die Finalteilnahme aus Berlin mit nach München zu nehmen. Die darauffolgende Serie gegen Bamberg sahen viele Bamberg als klaren Sieger. Nach 2 Sweeps und 2 schweren Serien des FC Bayern war für viele Fans der Fall klar, und ein Sweep der Bamberger wurde erwartet. Mit der Euphorie aus Spiel 5 gelang dem FC Bayern gleich der nächste Coup und das Spiel in Bamberg ging zugunsten des FC Bayern aus. Die Meinung vieler Fans hatte sich gedreht, und spätestens zur Halbzeit von Spiel 2 und 18 Punkten Vorsprung wurde eine klare Angelegenheit des amtierenden Meisters erwartet. Bamberg kämpfte sich zurück und gewann durch einen Buzzerbeater in München und konnte sich das Heimrecht zurückholen. In Spiel 5 hätte es beinahe die nächste unerwartete Wende gegeben, als das Spiel als verloren betrachtet wurde, und in Halbzeit 2, angeführt von den Dreiern von Lucca Staiger, das Spiel plötzlich noch einmal spannend wurde und nur knapp zugunsten von Bamberg ausging.

Fazit

Die durchwachsene Saison konnte letztendlich nicht mit der Meisterschaft gekrönt werden. Natürlich spielten die vielen Verletzten eine Rolle. Dennoch kann und wird der FC Bayern mit dem Ausgang bzw. dem Verlauf der Saison nicht zufrieden sein. Ein Verein kann zwar nicht jedes Jahr alle Titel dieser Welt gewinnen. Und gerade der FC Bayern, der erst vor 4 Jahren in die Bundesliga aufgestiegen ist. Und vor Allem international kann man noch den deutlichen Unterschied zu Mannschaften aus Spanien, Türkei und Russland sehen. Auch auf finanzieller Ebene. Es ist auch schwer, auch für den FC Bayern, europäische Topspieler langfristig an den Verein zu binden. Spieler erkennen zwar das Potential, wollen aber Vereine wie den FC Bayern, Bamberg und Berlin lieber als Sprungbrett zu den Topvereinen nutzen. Und das ist wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis aus der Saison. Der FC Bayern ist da in einem gewissen Zwiespalt. Der Verein hat sicher die Möglichkeit, über Sponsoring deutlich mehr Geld einzunehmen, und damit den Spielern mehr Geld zahlen zu können. Die Frage ist, ob es wirklich so klug ist, der Liga zu schnell zu enteilen. Wie es momentan aussieht, scheint der FC Bayern lieber den von der Liga eingeschlagenen Wachstumskurs mitzugehen. Der Verein wird sich damit auseinandersetzten, wie bestmögliche Spieler an die Isar wechseln, um sowohl national, wie international bestehen zu können.

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Patrick Link
Mein Interesse für den Basketball habe ich von meinem Vater, der selbst aktiv in der Bundesliga gespielt hat. Deshalb habe auch ich im Verein zu spielen begonnen. Seit nunmehr 5 Jahren habe ich eine Dauerkarte für den Fc Bayern Basketball, sehe so gut wie jedes Heimspiel. Ich pflege aber keine Abneigung gegen irgendeine Mannschaft oder einen Spieler.

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