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Sonntag, Oktober 2, 2022

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Dallas Mavericks gelingt Start in die neue Saison

Dallas Mavericks

Die Saison 2015/2016 hat für die NBA-Teams begonnen. In der Nacht zum Donnerstag haben nun auch Dirk Nowitzki und seine Mavericks in Phoenix ihr erstes Spiel bestritten und mit Tyson Chandler zugleich einen guten Bekannten wiedergetroffen.

Im Auswärtsspiel schlugen die Dallas Mavericks in der Talking Stick Resort Arena die Phoenix Suns mit 111:95 (54:45). Der herausragende Spieler war Raymond Felton mit 18 Punkten und 6 Assists. Aber auch Williams konnte trotz einer Sprunggelenksverletzung mit 12 Punkten und 7 Assists überzeugen. Nowitzki erzielte 11 Punkte und holte 8 Rebounds in 20 Minuten.

Im zweiten Viertel konnte sich Dallas zum ersten Mal etwas absetzen und dank der Dreier von Williams und Villanueva eine 9-Punkte-Führung in die Pause bringen. Im dritten Viertel lief bei Phoenix kaum noch etwas zusammen und die Offense um Dirk Nowitzki konnte aufdrehen. So lag Dallas vier Minuten vor Ende des dritten Viertels bereits mit 84:57 in Führung und lies Phoenix trotz eines 12:2 Runs im vierten Viertel keine Chance für ein Comeback. Bester Werfer der Suns war Brandon Knight mit 15 Punkten.

Aufgrund der schlechten Vorbereitungsergebnisse wurden die Dallas Mavericks bei den Buchmachern allerdings als Außenseiter geführt. Die Rolle des Underdogs scheint dem Team von Dirk Nowitzki zu liegen.

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Umbruch vor der Saison

Nach dem großen Umbruch und der Verkleinerung des Kaders verbleiben dem Trainerteam um Rick Carlisle 15 Spieler, die es gilt, zu einer neuen Mannschaft zu formen. Nur sieben Spieler aus der letzten Saison sind noch dabei.

Neben Dirk Nowitzki, der in seine achtzehnte Saison in Dallas geht, ist mit Chandler Parsons nur ein weiterer Spieler der letztjährigen Starting Five den Texanern treu geblieben. Allerdings ist bei Parsons nach seiner Knie-OP Geduld gefragt. Der genaue Rückkehrtermin des Small Forward steht noch nicht fest.

Die Rollenspieler Charlie Villanueva und Dwight Powell, der mit seinen 25 Spielen für die Mavericks praktisch selbst noch ein Neuzugang ist, sowie die Aufbauspieler Devin Harris, J.J. Barea und Raymond Felton müssen sich ebenfalls nicht neu einleben.

Carlisle muss viele Neuzugänge integrieren

Die Liste der Neuzugänge ist dementsprechend lang und es wird einige Zeit dauern, bis die Rädchen ineinandergreifen. Mit Monta Ellis wurde der Spieler mit den meisten Punkten abgegeben und zudem verlor man mit Tyson Chandler den defensiven Anker.

Nach der Wechselposse um DeAndre Jorden sind mit Zaza Pachulia und JaVale McGee zwei Alternativlösungen für die Defense verpflichtet worden, die das nötige Potenzial besitzen, um den Mavericks weiterzuhelfen. McGee verfügt zwar über eine enorme Athletik und ist in den Blockstatistiken immer für einen der vorderen Plätze gut, aber es mangelt ihm an Spielintelligenz. George Pachulia hingegen ist ein erfahrener Center und wahrscheinlich die erste Wahl für den freigewordenen Platz unter dem Korb.

Deron Williams, bei dem die Mavs 2012 zum ersten Mal anklopften, übernimmt die Rolle des Point Guard von Rajon Rondo, dessen Gastspiel in der letzten Saison als riesengroßes Missverständnis gilt. Die eher unbekannten Spieler John Jenkins, Jeremy Evans und Rookie Justin Anderson füllen den Kader auf und dürfen sich wohl eher auf wenige Minuten Spielzeit einstellen, aber werden unter Trainer Carlisle sicher ihre Chance bekommen. Der aus Atlanta gekommene Jenkins wusste bereits in der Pre-Season durch gute Leistungen aufzufallen.

Der erste Tunesier in der NBA, Salah Mejri, zuletzt für Real Madrid aktiv, kann sich ebenfalls Hoffnungen auf einen Platz im Kader machen. Der 2,18 m große Center hat in der Vorbereitung bereits sein Können angedeutet, was Blocks und Rebounds anbelangt.

Die Hoffnungen ruhen auf Williams und Matthews

  • starke Schützen von draußen
  • solide Verteidiger
  • leider verletzungsanfällig

Die Neuzugänge für die Starting Five müssen in den nächsten Spielen weiterhin beweisen, wie sie Dallas weiterhelfen können. Für Deron Williams und Wesley Matthews wird es zu Anfang ebenfalls Minutenlimits geben, da sie noch nicht wieder bei 100 % sind. D-Will laboriert an einer leichten Wadenverletzung, die er sich in der Vorbereitung zugezogen hatte.

Es bleibt also fraglich, ob Williams noch einmal an die goldenen Zeiten seiner Karriere anknüpfen kann. Schon in Brooklyn konnte der 31-Jährige in den letzten zwei, drei Jahren nicht vollends überzeugen. Aber wenn es mal nicht so läuft bei D-Will, stehen mit Barea und Harris zwei erfahrene Spielmacher als Backup bereit.

Ein Fragezeichen steht allerdings hinter der Fitness von Matthews. Nach seinem Achillessehnenriss hat der Shooting Guard erst ein Spiel in der Pre-Season gemacht, aber gegen die Phoenix Suns bereits sehr gut ausgesehen.

Mit seiner starken Dreierquote von beinah 40 % kann er Dirk Nowitzki und Deron Williams in der Offense voraussichtlich eine Menge Arbeit abnehmen. Der neue Shooting Guard aus Portland hat zwar nicht die gleichen Möglichkeiten wie Monta Ellis, seine eigenen Würfe zu kreieren, ist aber durchaus auch in der Lage, in der Zone abzuschließen.

Es bleibt abzusehen, ob Matthews ähnliche Pick-and-Roll-Qualitäten besitzt wie Ellis und in welcher Form Carlisle ihn in die Offensive integriert. In der Defense wird Matthews auf jeden Fall eine Verstärkung, wenn er gesund bleibt. Er gilt als Arbeiter auf dem Court und ist als guter Teamplayer bekannt.

Welches Potenzial in ihm steckt und was die Verantwortlichen in Dallas von Matthews erwarten, ist auch am Vertrag zu erkennen. Mit 16,4 Millionen US-Dollar liegt der Shooting Guard laut ESPN in der Gehaltsliste nun vor Parsons (15,4 Mio. $) und Nowitzki (8,3 Mio. $).

Obwohl Dirk Nowitzki nicht mehr der Topverdiener der Mavericks ist, gilt er dank seiner lockeren, offenen Art und Loyalität als Publikumsliebling – nicht nur in Texas.

Was kann man von Dirk erwarten?

  • 18te Saison in der NBA
  • trotz seines Alters herausragender Scorer
  • zu langsam in der Defensive

Dirk Nowitzki ist mittlerweile 37 Jahre alt und hat sich mit der EM in der Sommerpause dieses Jahr zusätzlicher Belastung ausgesetzt. Um die lange Saison verletzungsfrei zu überstehen, wird dem German Wunderkind laut Sport1 ein Minutenlimit von Rick Carlisle auferlegt, das etwa bei 26 Minuten liegt.

Auch wenn bei der EM-Vorrunde in Deutschland Nowitzki nicht sein ganzes Potenzial ausschöpfen konnte und vergleichsweise wenig Punkte erzielt hat, ist er bei Dallas weiterhin ein extrem wichtiger Bestandteil in der Offensive.

Der siebte Platz auf der All Time Scoring List der NBA mit über 28 000 Punkten spricht für sich. Sein Passspiel hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt, sodass er Situation wie Doppeln besser entschärfen und offene Würfe für seine Mitspieler ermöglichen kann.
Den Zug zum Korb vergangener Tage legt Dirk zwar nicht mehr häufig an den Tag, aber sein legendärer One-legged Fadeaway Shot wird weiterhin die Gegner zur Verzweiflung treiben. In der Defensive, was ohnehin nie die Stärke des 37-Jährigen gewesen ist, wird er wohl weiterhin Abstriche machen und auf Hilfe seiner Teamkollegen vertrauen müssen.

Um schnelle Pick and Rolls zu verteidigen, fehlt ihm verständlicherweise die Spritzigkeit und im Post wird es gegen bullige Forwards schwer, da es ihm an Kraft mangelt. Hier müssen also vor allem Zaza Pachulia und JaVale McGee die Kohlen aus dem Feuer holen.

Ausblick – Was ist drin für Dallas?

  • Carlisle muss erneut viele Spieler integrieren
  • Dallas‘ Ziel sind wie jedes Jahr die Playoffs
  • Ein Platz unter den besten 8 im Westen ist möglich

Auf der Trainerposition ist im Vergleich zum Kader die Konstanz so gut wie gesichert. ESPN berichtete, dass die Vertragsverhandlungen mit dem Meistertrainer von 2011, Rick Carlisle, voranschreiten. Angestrebt ist eine Verlängerung des Kontrakts, der ursprünglich 2016 enden sollte, bis 2021.

Da er schon seit 2008 in Dallas als Cheftrainer aktiv ist, gehört Carlisle zu den drei Trainern, die am längsten die ununterbrochene Leitung eines Teams verantworten. Nur Greg Popovich (San Antonio Spurs) und Erik Spoelstra (Miami Heat) sind länger bei ihren Teams.

Auf allen Positionen wird es eine ziemlich ausgeglichene Rotation geben, sodass die Verantwortung auf vielen Schultern ruhen wird. Für den Erfolg in dieser Saison müssen Dallas-Fans also darauf hoffen, dass die Rollenspieler ihre Aufgaben erfüllen oder über ihren Möglichkeiten spielen.

Die Aufgabe ist es, trotz der Widrigkeiten des Jordan-Nicht-Transfers wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen. Vor allem in der Offensive dürften die Mavericks wieder überzeugen können.

Das große Fragezeichen ist und bleibt die Verteidigung. Wenn McGee „funktioniert“ sowie die Guards Matthews und Williams fit bleiben, ist Besserung im Vergleich zu den letzten Jahren in Sicht.

Carlisle hat in den letzten Jahren schon häufiger bewiesen, dass er mit schwierigen Situationen zurechtkommt. Und so stehen die Zeichen auch dieses Jahr nicht schlecht, dass er aus den neuen und alten Gesichtern eine Einheit formt, die zumindest erneut Chancen auf die Playoffs hat. Ein Titelkandidat sind die Mavericks allerdings nicht.

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