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Sonntag, Oktober 2, 2022

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Steve Nash – der MVP aus Kanada

Steve Nash

Der Weg in die NBA war für Steve Nash kein einfacher, denn gerade im NBA Draft 1996 wurde ihm keine großartige Karriere zugetraut, welche er jedoch in seiner Laufbahn auf das Parkett legte. In der Nationalmannschaft von Kanada, wie auch bei seinen Teams in der NBA, brachte der Point Guard ShowTime in seine Auftritte, denn bei seinen Pässen war Steve Nash ein echtes Highlight.

Die Person Steve Nash

Obgleich Steve Nash für die Nationalmannschaft von Kanada aktiv war, war er dennoch nicht in diesem Land geboren. Der 191 cm große Point Guard wurde am 7. Februar 1974 in Südafrika, genauer gesagt in Johannesburg geboren. Nash entstammt einer überaus sportlichen Familie, denn sein Vater war bereits Fußballprofi in Südafrika und sein Bruder war ebenfalls sehr erfolgreich als Fußballer (38 Länderspiele für Kanada) aktiv. Diese Gene hat auch Steve Nash in sich, denn er konnte bei verschiedenen Showeinlagen und auch bei öffentlichen Medientrainings im Fußball aufzeigen, dass er durchaus auch in diesem Sport Karriere hätte machen können. Nash gilt als überaus freundlicher Typ, welcher sich seiner Herkunft bewußt ist und den Menschen helfen möchte. Ein guter Beweis hierfür ist sicherlich der J. Walter Kennedy Citizenship Award, welchen der Point Guard im Jahr 2007 für sein soziales Engagement verliehen bekommen hat. Auffallend ist zugleich, dass Nash auch das Blitzlicht liebt. So war er neben seiner NBA Karriere auch in einigen US TV Serien als Gaststar zu sehen, was ihm sichtlich Spaß bereitete.

Der Weg in die NBA

Bereits in jungen Jahren wurde den Eltern von Steve Nash bewußt, welch großes sportliches Talent ihr Sohn mit sich bringt. Interessant hieran ist, dass er dies in Sachen Basketball bereits früh unter Beweis stellen konnte. Er besuchte das Internat der St. Michaels University School und spielte dort neben Basketball auch Fußball und viel Rugby. Doch gerade in dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zum Basketball, was er auch mit Zahlen belegen konnte. Über 20 Punkte, über 10 Assists und rund 9 Rebounds im Schnitt zeigten, welch Rohdiamant an dieser High School unterwegs ist. Obwohl Nash auf sich aufmerksam machen konnte, war sein Weg an ein US College durchaus beschwerlich, denn die großen Colleges waren nicht interessiert. Am Ende entschied Steve Nash sich für die Santa Clara University, für welche er ein Stipendium erhielt. Nash konnte nicht nur Punkten und seine Nebenleuten hervorragend in Szene setzen, sondern er übernahm auch in engen Spielen das Kommando und reichlich Verantwortung, was ihn in die Notizbücher der NBA Scouts brachte. Nash überlegte lange, ob er nicht bereits ein Jahr früher als geplant, also 1995 in den NBA Draft gehen sollte, doch entschied er sich dies erst 1996 zu tun. Sein großer Traum in Sachen NBA wurde wahr, als die Phoenix Suns Nash als 15. Pick 1996 verpflichteten.

Seine Karriere in der NBA

Viel schwerer hätte der Start in der stärksten Basketballliga der Welt für Nash nicht sein können. Zu Beginn waren die Suns Fans keineswegs begeistert von ihrem neuen Pick, denn Nash hatte sich landesweit noch keinen großen Namen unter den Basketballfans gemacht. In seiner ersten Saison spielte er nur 10,5 Minuten im Schnitt, doch steigerte er bei den Phoenix Suns diese Spielzeit. Das er dennoch 1998 die Suns verlassen musste, lag auch daran, dass Nash nur die Rolle eines Reservisten Inne hatte, denn vor ihm standen Spieler wie Kevin Johnson oder auch Jason Kidd.

In der Nacht nach dem NBA Draft 1998 änderte sich das Leben von Steve Nash jedoch sehr stark. Die Dallas Mavericks hatten den Point Guard in einem Trade von den Suns nach Texas geholt und an dieser Stelle traf Nash Donnie Nelson wieder, welcher Nash und sein Potential noch aus dessen Universitätszeit kannte. In der ersten Saison stand Nash in allen Partien für die Mavs auf dem Parkett und konnte seine Zahlen verbessern. Im Jahr darauf litt der Point Guard an einer hartnäckigen Verletzung, doch behinderte dies seine Entwicklung nicht, so dass er weiterhin seine Stats nach oben schrauben konnte. Dallas hatte neben Nash nun auch Michael Finley und einen immer besser werdenden Dirk Nowitzki im Team, welche schon bald als Trio die NBA begeistern sollten. In der Folgezeit führte Nash seine Mavs zusammen mit Nowitzki immer wieder in die Playoffs, doch gelang der große Wurf nicht, wenngleich Steve Nash sich in jedem Jahr verbessern konnte, was auch mit All Star Nominierungen honoriert wurde. Nash‘ Vertrag in Dallas lief aus und sein Alter von bereits 30 Jahren war am Ende der Grund, weshalb die Mavs und Steve Nash sich nicht einigen konnten. Die Mavs boten nicht genug Geld, weshalb der Point Guard bei den Phoenix Suns als Free Agent anheuerte und zu seiner ersten NBA Station zurückkehrte.

Auf den ersten Blick wirkte der Gang nach Phoenix für viele Fans wie ein Rückschritt, denn die Mavs waren ein heißes Team geworden, während die Suns in der Saison zuvor nur 29 Siege einfahren konnten. Doch Nash fand Spieler wie Stoudamire, Joe Johnson und Shawn Marion vor, welche in Kombination mit seiner Spielweise und der von Coach Mike D’Antoni bevorzugten Spielweise zu einem echten Highlight Film werden sollten. Die Suns spielten einen sehr schnellen und aggressiven Offensiv Basketball, welcher zu seiner Zeit seinesgleichen suchte. Als die Suns die erste Saison beendeten, standen am Ende stolze 60 Siege und eine Bilanz, welche viele Kritiker nicht für möglich hielten. Nash hatte an diesem Erfolg sehr großen Anteil und wurde in der Saison 2004-2005 auch als MVP der NBA ausgezeichnet. In der Saison darauf, wiederholte der Point Guard diesen Erfolg als wertvollster Spieler der NBA im Übrigen. Nash war während seiner gesamten Suns Zeit ein dominanter Guard, doch hatten die Suns in den kommenden Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen oder aber unter der Abgabe dominierender Spieler. Obgleich hierbei immer wieder Schlüsselspieler gingen, konnte Nash seine Suns immer wieder zu tollen Saison führen, wenngleich der große Wurf in den Playoffs ausblieb.

Um sich am Rande seines Karriereendes jedoch den Traum eines NBA Titels erfüllen zu können, wechselte Steve Nash 2012 per Trade zu den Los Angeles Lakers, welche rund um Kobe Bryant und den ebenfalls neu verpflichteten Center Dwight Howard ein dominierendes Team aufbauen wollten. Am Ende kam es jedoch anders als geplant. Nash bekam während seiner Zeit bei den Lakers große gesundheitliche Probleme, welche ihn zu langen Auszeiten zwangen, weshalb seine Lakers auch aus diesem Grunde nicht die erhofften Erfolge verbuchen konnten.

Am Ende musste auch Steve Nash einsehen, dass der Kampf für eine Rückkehr aussichtslos war. Am 21. März 2015 gab der Point Guard mit 41 Jahren sein Karriereende bekannt. Er konnte zwar keinen NBA Titel erringen, wurde jedoch 2 Mal zum MVP ausgezeichnet. Seine Karriere ist dabei vor allen Dingen von seinen 10335 Assists geprägt, welche in der All Time Liste Platz Drei bedeuten. Zudem gilt und galt der kanadische Point Guard als bester Freiwerfer der NBA Geschichte, welche über seine gesamte Karriere einen Schnitt von 90,4 % verwandelter Freiwürfe erzielen konnte.

Die Karrierestationen des Steve Nash

  • 1996 – 1998 Phoenix Suns
  • 1998 – 2004 Dallas Mavericks
  • 2004 – 2012 Phoenix Suns
  • 2012 – 2015 Los Angeles Lakers

Die Erfolge des Steve Nash

  • 2 x NBA MVP (2005, 2006)
  • 8 x NBA All Star (2002, 2003, 2005, 2006, 2007, 2008, 2010, 2012)
  • 3 x NBA First Team ( 2005, 2006, 2007)
  • 2 x NBA Second Team (2008, 2010)
  • 2 x NBA Third Team (2002, 2003)

Das Spiel des Steve Nash

Steve Nash in seinem Spiel zu beschreiben ist mit einem Satz zu beschreiben. Ein Show Time Guard, welcher immer ein Auge für seine offenen Mitspieler besaß. Steve Nash war ein Guard, der für das in Phoenix gespielte Run and Gun wie geschaffen war, denn der Point Guard war einerseits schnell auf den Beinen, jedoch auch mit einer unglaublichen Passfähigkeit ausgestattet, welche ihm nicht nur atemberaubende Pässe erlaubte, sondern eine Präzision ermöglichte, welche zu dieser Zeit seinesgleichen suchte. Nash war jedoch nicht nur ein Passgeber. Er konnte mit dem Drive zum Korb viele Fouls ziehen für Freiwürfe oder mittels Korbleger punkten, jedoch auch von der Dreierlinie treffen. Für seine Gegenspieler war die Verteidigung von Nash deshalb sehr schwer, denn wer Steve zu viel Platz ließ, wurde durch sein Scoring bestraft. Bei einer zu dichten Verteidigung fand er jedoch die freien Leute seines Teams, was ihn insbesondere in einer Double Team Verteidigung immer wieder Auswege schuf. Defensiv galt Nash nicht als Eins A Lösung in der NBA, doch konnte er dennoch größere und schnellere Gegenspieler verteidigen. Dank seiner schnellen Händen erzielte Nash zudem einige Steals, welche meist in spektakulären und von Steve Nash eingeleiteten Fastbreaks endeten.

Steve Nash hat eine eindrucksvolle, aber dennoch unvollendete Karriere aufgrund einer Krankheit beenden müssen. Der Point Guard bewies in all seinen Jahren jedoch welch großartiger Kopf einer Mannschaft er sein kann, denn Nash machte seine Mitspieler besser und hievte sein jeweiliges Team auf ein zuvor nicht vorhandenes Level. Besonders bei den Suns war dies bei seinem zweiten Engagement zu sehen, als er das Run and Gun in Perfektion spielte und somit viele seine Mitspieler ebenfalls zu All Stars werden ließ. Das es am Ende mit dem Titel nicht klappte lag an vielen kleinen Details und an starken Konkurrenten, welche jedoch der Respekt und die Anerkennung von Steve Nash‘ Leistungen eint.

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Tobias Forsterhttps://www.bblprofis.de
Tobias Forster ist seit vielen Jahren glühender Basketballfan. In der Basketball Bundesliga hält er dem FC Bayern München die Treue, während in der NBA die Dallas Mavericks und die Chicago Bulls seine Favoriten sind. Tobias berichtet über Neuigkeiten, ist jedoch zugleich im Bereich Interviews und Portraits aktiv.

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1 KOMMENTAR

  1. Er ist ein Held meiner Kindheit.
    Klein aber doch ein ganz großer…
    Habe immer seine Karriere verfolgt.
    Einfach ein Vorbild, der auch im hohen Alter noch der Beste war!

    Das ist meine Meinung!

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