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Donnerstag, September 29, 2022

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EWE Baskets kommen mit blauem Auge davon – MBC der erwartet schwere Gegner

EWE Baskets Oldenburg Teamportrait

Die EWE Baskets Oldenburg haben den Pflichtsieg beim Tabellenletzten MBC mit 93:87 (44:50) eingefahren. Dabei taten sich die Baskets über weite Strecken sehr schwer, was in erster Linie an einem starken MBC lag. Die Weißenfelser, die in der Tabelle mit dem Rücken zur Wand stehen, spielten hochemotional und warfen gegen den Pokalsieger alles in die Waagschale.

Im ersten Viertel hatte der MBC den etwas besseren Start, wirkten wacher und intensiver in der Defense. Oldenburg entwickelte zu wenig Druck im Angriffspiel, sodass die Gastgeber fünf Minuten ohne Foul auskamen. Vor allem Chris Otule konnte in der Anfangsphase das Center-Duell klar für sich entscheiden, holte wichtige Offensivrebounds und ließ sowohl Qvale, als auch Aleksandrov und Smeulders schlecht aussehen. Smeulders fügte sich zunächst auch in der Offensive nicht gut ein, war dann aber gemeinsam mit Klemen Prepelic, der wieder für Scott Machado im Kader stand, der Garant dafür das die Baskets zum Ende des Viertels ein Unentschieden erreichten (23:23).

Das zweite Viertel gehörte dann den Weißenfelsern. Die Oldenburger starteten fahrig und unkonzentriert. Der MBC konnte sich mit schönen Offensivaktionen und vielen Rebounds von Deshawn Thomas einen Lauf erspielen. Es war einzig und alleine Oldenburgs Kapitän Rickey Paulding zu verdanken, dass die Oldenburger sich in diesem zweiten Viertel im Spiel halten konnten. Seine drei Dreier und ein spektakulärer Dunk sorgten dafür, dass sich der MBC nicht bereits früh absetzen konnte. Auf der Gegenseite lief Lance Jeter langsam warm und verwandelte ebenfalls zwei Dreier, zog zum Korb und machte wichtige Punkte. Highlight des Viertels war ein erfolgreich abgeschlossener Alley Oop von Stefan Haukohl, der die Halle beben ließ. Die Fans des MBC freuten sich über eine 50:44-Halbzeitführung.

Mladen Drijencic schien in der Halbzeit nicht die richtigen Worte gefunden zu haben, denn das dritte Viertel starteten die Hausherren wieder stärker als Oldenburg, die in der Defense einfach keinen richtigen Zugriff bekamen. Prepelic und Paulding vertendelten die Bälle in der Offensive und für den MBC reichten einfache Penetrationen zum Korb um zu einfachen Punkten zu kommen. So erspielten sich die Mitteldeutschen die erste Zehn-Punkte-Führung bei noch acht zu spielenden Minuten im dritten Viertel (57:47). Bei Oldenburg lief in dieser Phase des Spiels nichts mehr zusammen. Beste Beispiele waren ein „in and out-Dreier“ von Chris Kramer, Otule räumte Qvale unterm Korb ab. Franz Massenat sorgte mit einem Dreier für einen 12:3-Lauf und eine 15-Punkte-Führung des MBC. Mladen Drijencic war gezwungen seine Mannschaft zur Auszeit zu „bitten“. Auch die Auszeit brachte nicht die Effekte für die Baskets, bei denen nun keine Würfe mehr fielen. Vier Minuten vor Ende des Viertels sieht es so aus, als würde der MBC den EWE Baskets enteilen (66:49). Der Gamechanger sollte eine Negativsituation für die Baskets werden. Zunächst blockt Otule unter dem Korb Chris Kramer, der mit vielen Emotionen und aggressiver Körperhaltung in die Defense eilt um im folgenden Angriff des MBC jedem Ball hinterher zu hechten und zu kämpfen. Scheinbar hat er seine Mannschaft damit geweckt, denn ab dem Moment sollte es für die Gäste besser laufen. Vaughn Duggins und Klemen Prepelic übernahmen nun offensiv und verwandelten wichtige Würfe. Die Hausherren verloren nun einige Bälle und ließen die Oldenburger ins Laufen kommen, die sich mit einem 16:3-Lauf auf 63:68 herankämpfen konnten.

Die Oldenburger sollten den Schwung aus dem Viertel mit in die letzten zehn Minuten nehmen. Wiederrum Klemen Prepelic rechtfertigte seinen Einsatz mit seinen erfolgreichen Dreiern und auch Vaughn Duggins war kaum zu stoppen. Für die vermeintliche Entscheidung sollte an diesem Abend aber ein Anderer sorgen. Phil Schwethelm, der in Oldenburg bisher weit unter seinen Möglichkeiten blieb, sorgte mit guter Defense, wichtigen Dreiern und Offensivrebounds dafür das die Partie kippte und die Baskets aus einem 15-Punkte-Rückstand eine 10-Punkte-Führung machten (86:76). Doch die Wölfe gaben sich nicht auf und kämpften sich zwei Minuten vor dem Ende, angeführt von Deshawn Thomas, immer weiter heran. Spätestens als Lance Jeter eine Minute vor Ende beim Korbleger gefoult wird und den fälligen Freiwurf zum 85:89 verkürzt, glauben die Heimfans wieder an eine Überraschung. Nachdem die Oldenburger einen Drei-Punkte-Wurf vergeben und Jeter 33 Sekunden vor Schluss wieder an der Linie steht und zum 87:89 verkürzt, droht in der Stadthalle Weißenfels das Dach wegzufliegen. Und die Chance noch näher heranzukommen ergab sich im letzten Angriff, als dem überragenden Deshawn Thomas ein Block gegen Robin Smeulders gelingt. Der Rebound landete allerdings beim Oldenburger Phil Schwethelm, sodass dem MBC nur das taktische Foulen übrig blieb. Chris Kramer und Vaughn Duggins brachten letztendlich den Sieg über die Ziellinie.

Beste Akteure beim MBC waren Deshawn Thomas mit einem Double-Double (20 Pkt / 10 Rebounds), Chris Otule (15 Pkt / 6 Rebounds) und Lance Jeter (15 Pkt / 6 Assists). Franz Massenat, der 40 Minuten spielte, kam auf 14 Punkte und Robert Zinn steuerte immerhin 11 Punkte bei.

Bei den EWE Baskets kam Vaughn Duggins auf 21 Punkte und 5 Assists, ausserdem trafen Rickey Paulding (17), Klemen Preplic (15) und Phil Schwethelm (11) zweistellig. Kurios dabei, Paulding erzielte alle seine Punkte in der ersten Halbzeit, während Schwethelm seine Punkte nur in der zweiten Halbzeit erzielte.

Fazit des Spiels: Der MBC lebt noch, während die EWE Baskets nach dem Eurocup-Spiel Charakter gezeigt haben und sich nunmehr in der Spitzengruppe der BBL festgesetzt haben.

Beide Mannschaften erwarten nun schwere Auswärtsaufgaben. Für den MBC geht es am 10.11. um 20:00 bei den Brose Baskets weiter. Die Oldenburger treten am 11.11. um 20:30 bei Ljubljana im nächsten Eurocupspiel an.

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