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Die Bayern dominieren den Aufsteiger aus Würzburg

Euroleague 2015-2016 - Logo FC BAYERN MÜNCHEN

Die Bayern kamen zuletzt besser ins Rollen in der Beko BBL, doch gab es vor dem Derby gegen die s.Oliver Baskets Würzburg durchaus Vorsicht zu erkennen, denn der sehr starke Aufsteiger hat sich im Laufe der Saison großen Respekt erarbeitet. Am Ende siegten die Bayern vor 6459 Zuschauern im Audi Dome jedoch sehr deutlich, zumal der Sieg niemals in Gefahr war. Doch es gab auch rund um das Spiel eine Personalentscheidung zu vermelden.

Bayern gegen Würzburg – der FCBB dominiert

Die Bayern kamen mit der Starting Five Gavel, Taylor, Djedovic, Savanovic und Bryant etwas schleppend in die Partie, denn die Besucher im Audi Dome mussten 150 Sekunden warten, ehe Nihad Djedovic mit einem verwandelten Dreier die erste Führung erzielen konnte. In der Folgezeit konnte Bayern etwas davonziehen, doch kam Würzburg wieder heran. Beide Teams schenkten sich Nichts, denn das 23:22 im ersten Viertel für den Favoriten aus München darf aufgrund der gezeigten Leistungen durchaus als gerecht bezeichnet werden.

Das zweite Viertel sollte die Stimmung im gut besuchten Audi Dome am zweiten Weihnachtsfeiertag sichtlich anheben, denn die bereits im ersten Viertel tempogeladene Partie wurde nochmals intensiver. Die Bayern fanden den berühmten Schalter und konnten nach dem 29:29 Ausgleich für Würzburg einen Gang zulegen und speziell in der Defensive nun die Würzburger Angriffe stoppen. Die Bayern zogen das Tempo auch in der Offensive an, wobei speziell Bryce Taylor von den Spielern der s.Oliver Baskets Würzburg nur sehr schwer zu halten war. Die Bayern gaben Gas und nutzten dabei auch die frühe Foulbelastung der Würzburger, denn so konnten sich die Hausherren immer wieder einfache Punkte von der Freiwurflinie sichern. Am Ende stand zur Halbzeit ein 53:42 für die Bayern, was in der Nachbetrachtung durchaus als ausschlaggebend für den Heimsieg angesehen werden kann.

Das dritte Viertel gehört in der Regel wahrlich nicht zu den Stärken der Bayern. Im Derby gegen die s.Oliver Baskets Würzburg verhielt sich dies jedoch anders, denn die Münchner kamen sehr motiviert aus der Kabine und setzten auf dem Court die bereits im zweiten Viertel gezeigte Leistung fort. Die Bayern konnten zwischenzeitlich sogar eine Führung mit 20 Punkten herausspielen, doch zeigten die Würzburger ein großes Kämpferherz. Würzburg gab sich niemals auf und kam wieder bis auf 12 Punkte heran, ehe Bayern Coach Svetislav Pesic seine Spieler in einer Auszeit wieder auf Kurs brachte. Bayern spielte anschließend wieder konzentrierter und lag am Ende des dritten Spielabschnitts mit 77:63 vorne.

Das letzte Viertel stand bei den Fans unter dem Motto „100 Punkte“. Die Bayern zeigten weiterhin eine tolle Defensive und auch in der Offensive immer wieder tollen Basketball, weshalb die Hausherren gefühlt zur Mitte des letzten Viertels bereits als Sieger feststanden. Die Fans feierten am Ende nicht nur den Einsatz der Bayern Youngster, sondern auch den Dreier von Paul Zipser, welcher die 100 Punkte durchbrach. Würzburg gab sich jedoch niemals geschlagen und versuchte weiterhin erfolgreiche Abschlüsse bis zum Schluss umzusetzen, doch ließen die Bayern speziell unter dem Korb bis zum Ende der Partie nicht nach. Am Ende stand ein hochverdienter 103:79 Sieg des FC Bayern Basketball im Derby gegen die s.Oliver Baskets Würzburg, was die Festigung des dritten Tabellenplatzes bedeutet und den vierten Sieg in Folge darstellt.

Die Trainerstimmen zur Partie (Pressemeldung FC Bayern Basketball, 26.12.2015)

Svetislav Pesic, Cheftrainer FC Bayern Basketball

„Wir haben heute gegen einen sehr gut organisierten Gegner gespielt. Würzburg hat immer gekämpft und nie aufgegeben. Unsere Aufgabe heute war nicht einfach, und das Resultat ist vielleicht auch ein wenig zu hoch ausgefallen. Würzburg hat uns Paroli geboten, aber wir hatten am Ende einfach mehr Potenzial in unseren Reihen.“

Doug Spradley, Cheftrainer Würzburg

„Die Bayern waren heute definitiv die überlegene Mannschaft. Ich war mit der gezeigten Intensität und Konzentration meines Teams überhaupt nicht zufrieden. Wir haben nicht die entsprechende Leistung gezeigt, die es braucht, um hier eine Chance zu haben. München hat in der zweiten Halbzeit sehr aggressiv verteidigt, und wir waren nicht bereit für den Kampf.“

Im Abseits – Vasilije Micic

Nachdem KC Rivers nicht mehr im Bayerntrikot aktiv ist, darf Vasilije Micic auch in der Beko BBL wieder für die Münchner auflaufen. Zuletzt durfte der serbische Guard in Braunschweig noch einige Minuten spielen, doch kam Micic im Derby gegen Würzburg keine Sekunde zum Einsatz. Da die Partie vorzeitig entschieden war und auch die Talente Richard Freudenberg und Daniel Mayr zu Einsatzzeit kamen, ist dies eine sehr deutliche Aussage in Richtung des großen serbischen Talents. Rund um die Partie wurden deshalb die in den letzten Tagen aufgekommenen Gerüchte über einen Abschied von Micic beim FC Bayern Basketball lauter. Wie direkt nach dem Spiel erfahren werden konnte, ist der Wechsel wohl bereits entschieden und unter Dach und Fach, denn Micic wird demnächst an der Seite des deutschen Nationalspielers Zirbes auf dem Parkett zu sehen sein. Das der hoch veranlagte Guard am zweiten Weihnachtsfeiertag keinen Ausstand mit ein wenig Spielzeit durch Coach Pesic erhalten hat, dürfte wohl auch dem bevorstehenden Wechsel geschuldet sein. Eine Verletzung wäre für Micic wohl das Schlimmste gewesen, denn sein neuer Arbeitgeber wird sicherlich einen fitten und einsatzbereiten Guard verpflichten wollen.

Statistiken Bayern München

Bryce Taylor (20 Punkte/3 Dreier/5 Assists), John Bryant (16), Nihad Djedovic (15), Paul Zipser (15/3 Dreier), Dusko Savanovic (12/8 Rebounds), Alex Renfroe (10/9 Ass), Deon Thompson (8/5 Reb), Andreas Seiferth (5), Richard Freudenberg (2), Anton Gavel, Daniel Mayr und Vasilije Micic (dnp)

Statistiken s.Oliver Baskets Würzburg

Brendan Lane 17 Punkte/1 Dreier (6 Rebounds), Seth Tuttle 14/2 (5 Assists), Lamonte Ulmer 14/1 (6 Rebounds / 3 Steals), Sebastian Betz 12, Max Ugrai 8/2, Joshiko Saibou 7/1 (7 Assists), Devin Searcy 5, Dru Joyce 2 (6 Assists), Ruben Spoden, Constantin Ebert.

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Tobias Forsterhttps://www.bblprofis.de
Tobias Forster ist seit vielen Jahren glühender Basketballfan. In der Basketball Bundesliga hält er dem FC Bayern München die Treue, während in der NBA die Dallas Mavericks und die Chicago Bulls seine Favoriten sind. Tobias berichtet über Neuigkeiten, ist jedoch zugleich im Bereich Interviews und Portraits aktiv.

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