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Donnerstag, Dezember 8, 2022

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Ulm bleibt weiterhin ungeschlagen

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Statt eines Überraschungssieges über den ungeschlagenen Tabellenführer ratiopharm ulm, gab es für die Basketball Löwen Braunschweig erneut eine Niederlage mit 76:100 (41:57) am Sonntag, dem 12. Februar, zu verbuchen. Eine sehr starke Feldwurfquote der Ulmer (11/18 in der ersten Halbzeit) und die erneut schwache Defensive der Löwen sicherte den Gästen die erste Halbzeit. Zwar konnte Braunschweig das dritte Viertel dank eines erneut starken Carlos Medlock und einer besseren defensiven Arbeit für sich entscheiden, jedoch brachen sie vier Minuten vor Ende wieder ein und konnten keine Punkte mehr holen. Bester Werfer der Oker-Städter war Carlos Medlock mit 22 Punkten. Top-Scorer des Spieles und der Schwabener war Chris Babb mit 29 Punkten.

Überlegene erste Halbzeit von ratiopharm ulm

Die ersten zwei Minuten sahen nach einem ausgeglichenen Start ins Spiel aus. Braunschweig hatte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen von Dyshawn Pierre und einem Korbleger vom Geburtstagskind Geoffrey Groselle (Assist: Pierre) durchaus positive Hoffnungen erweckt (4:2, 2. Minute). Aber die Ulmer ließen nicht lange auf sich warten und zogen mit einem 0:14-Lauf davon. Allein zwölf Punkte wurden von der Dreierlinie getroffen, wobei sich diese Chris Babb und Raymar Morgan jeweils zur Hälfte teilten. Nach fünf Minuten trafen auch erstmals die Braunschweiger wieder mit einem Korbleger von Carlton Guyton zum 6:16. Doch ließen sich die Gäste dadurch kaum beirren – fielen die Bälle für die Niedersachsen kaum, wussten die Schwaben weiterhin erfolgreich abzuschließen. Erst drei Minuten vor Viertelende fanden die Löwen wieder ins Spiel. Thomas Klepeisz traf mit einem Halbdistanzwurf zum 13:25. Einige Ballverluste auf Seiten von ratiopharm ulm, sowie bessere offensive Abschlüsse, ließen die „Jungen Wilden“ wieder auf 19:28 herankommen. Der wiedergenesene Ulmer Publikumsliebling Per Günther traf zum Abschluss des Viertels noch einen Dreier zum 19:31 (Assist Tadda).

Auch zu Beginn des zweiten Viertels dominierte weiterhin der Tabellenführer. Sowohl Offensiv, als auch Defensiv spielten sie ihre Stärken aus. Zwar hatte Braunschweig noch fünf Punkte auf ihrer Haben-Seite in den ersten drei Minuten verbuchen können, doch ratiopharm ulm zog erneut mit einem 0:9-Lauf davon (24:44, 6. Minute), wovon erneut sechs Punkte durch Feldwürfe gemacht wurden. Carlos Medlock fand Offensiv nun einige Antworten und auch der Kampfeswille des jungen Luis Figge sollte Früchte tragen. Mit Hilfe eines Korblegers, sowie des „And One“ kam man dank Medlock auf 27:44 heran (6. Minute). Den Defensiv-Rebound von Guyton verwandelte Figge, ebenfalls Dank eines Korblegers und darauf erfolgten Fouls von David Krämer, in drei weitere Punkte (29:44, 7. Minute). Doch eine Aufholjagd ließ Ulm nicht zu. Da´Sean Butler antwortete mit einem Dreier und erzielte kurz darauf auch noch einen Halbdistanzwurf (30:49, 7. Minute). Nachdem die Schwaben mit Hilfe eines weiteren Freiwurfes auf 20 Punkte davongezogen waren, fielen die Feldwürfe nun auch auf Braunschweiger Seite. So kamen sie dank zwei Dreiern von Carlos Medlock und einem durch Sid-Marlon Theis auf einen 39:54-Stand (10. Minute). Mit 41:57 ging es in die Kabinen.

Ein besseres drittes Viertel der Löwen konnte die Niederlage nicht verhindern

Carlos Medlock erzielte zu Anfang zwei Dreier in Folge (47:59, 2. Minute) und gab damit das Ziel an – die Aufholjagd zu beginnen. Auch um die Bälle wurde nun härter gekämpft, obgleich die Löwen immer noch dumme Ballverluste an den Gegner verbuchen mussten. Nach einem Dreier von Sid-Marlon Theis, der wie in vorherigen Partien durchaus zu überzeugen wusste, mit dem Assist durch Figge waren die Niedersachsen auf neun Punkte (52:61, 3. Minute) heran gekommen. Ratiopharm ulm fand dennoch Antworten und ließ die „Jungen Wilden“ auf Distanz. Zwar hatten die Löwen ihre Defensive durchaus verstärkt, doch wussten sie den Kampf unter dem Korb noch immer nicht für sich zu entscheiden. So konnte Chris Babb seinen Offensiv-Rebound auch gleich in zwei Punkte verwandeln und erbrachte erneut einen zweistelligen Abstand (54:67, 5. Minute). Zwar arbeitete sich Braunschweig erneut auf neun Punkte (58:67, 6. Minute) heran, aber Chris Babb verwandelte ebenfalls zwei Korbleger und einen Freiwurf. Die letzten vier Punkte für Ulm fielen nur noch von der Freiwurflinie. Zwar konnten die Gäste die Rebounds für sich gewinnen, doch machte sich die hartnäckigere Verteidigung der Mannschaft um Frank Menz bemerkbar. Carlos Medlock und Jamal Boykin brachten die Löwen zum Ende hin auf 64:76 heran.
Die Endphase eröffnete Jonas Wolfarth-Bottermann mit einem erfolgreichen Korbleger (64:78, 1. Minute). Doch die Oker-Städter blieben dran und ließen den Abstand nicht zu groß werden. In den nächsten Minuten waren die Punkte auf beiden Seiten eher rar gesät. Nachdem auch zwei Würfe hintereinander für die Ulmer nicht mehr fallen wollten, und die Löwen diese jeweils für sich gewinnen konnten, aber ebenfalls nicht in erfolgreiche Abschlüsse umsetzen konnten, nahm ratiopharm-Coach Thorsten Leibenath das Time-Out. Dieses zeigte Wirkung, da kurz darauf Raymar Morgan einen Korbleger in das 71:84 verwandelte (Assist: Hobbs, 5. Minute). Die Antwort des Gegners kam prompt mit einem Feldwurf von Carlton Guyton (Assist: Groselle, 74:84). Vier Minuten vor Ende des Spieles sollten durch Geoffrey Groselle auch die letzten zwei Punkte für die Löwen fallen (Assist: Guyton, 76:86). Die Niedersachsen schienen nun ihren Rhythmus komplett verloren zu haben – schlechte Ballbehandlungen und Fehlpässe führten immer wieder zu Ballverlusten. Und auch Defensiv fanden die Oker-Städter kaum noch Antworten. Auch zwei Auszeiten durch Frank Menz konnten den dadurch startenden Lauf der Schwaben nicht mehr verhindern. Das Spiel wurde natürlich mit einem Drei-Punkte-Wurf beendet. Da´Sean Butler, der den Ball zuvor dank eines Defensiv-Rebounds gewonnen hatte, verwandelte diesen auch gleich in die vollen 100 Punkte.

Stimmen zum Spiel (Quelle: Pressemitteilung der Basketball Löwen Braunschweig, vom 13.02.2017)

„Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch an Ulm, auch für die beeindruckende und konstante Saison, die sie spielen. Ulm hat uns von der ersten Minute an ernst genommen und das haben wir auch erwartet. Dass Thorsten sagt, dass wir im dritten Viertel den defensiven Druck erhöht haben, tut weh. Denn ich bin zufrieden mit der Leistung in der zweiten Halbzeit, aber überhaupt nicht zufrieden mit unserer defensiven Präsenz in der ersten Halbzeit. Wir haben da viel zu verhalten gespielt und so kann man nicht gegen so einen Gegner auftreten. Am Ende hat Ulm aber auch eine Wahnsinns-Qualität und man muss dieser großartigen Arbeit, die dort geleistet wird, Respekt zollen.

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): Es ist gut, dass wir gewonnen haben. Es war in der Art und Weise ein sehr schöner und wichtiger Sieg, weil wir offensiv wie defensiv vieles richtig gemacht haben. Die Braunschweiger sind derzeit die Mannschaft mit dem größten Aufwärtstrend und spielen ganz anders als zu Saisonbeginn. Es war dementsprechend auch nicht einfach, hier zu gewinnen. Wir haben aber von der ersten Minute an klargestellt, dass wir gewillt waren, den Sieg einzufahren. Es gab Phasen, in denen wir Groselle und Medlock nicht mehr gut im Griff hatten, haben aber offensiv die richtigen Antworten gefunden und uns nicht davon beeindrucken lassen, dass Braunschweig den defensiven Druck im dritten Viertel erhöht hat. Wir haben insgesamt eine erwachsene Leistung von unserer Mannschaft gesehen.“

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Franka Schulmann
Franka ist glühende Anhängerin der Basketball Löwen Braunschweig. Ob Unterstützung oder an der Trommel - unsere Autorin geht voran. Für uns ist Franka im Bereich News, Spielberichte und Interviews aktiv. Vorrangig bearbeitet sie die Themen aus Braunschweig, doch hat unsere Autorin auch das übrige Geschehen in der Bundesliga im Blick.

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