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Mittwoch, September 22, 2021

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Chris Kramer – Der Ex-Oldenburger im Portrait

DE - BBL - Chris Kramer - EWE Baskets Oldenburg - Action

In seinen fünf Spielzeiten bei den EWE Baskets Oldenburg avancierte Chris Kramer zu einem der Publikumslieblinge. Der US-Amerikaner harmonierte vor allem (auch abseits des Courts) mit der Baskets-Legende Rickey Paulding und machte sich dank seines Kampfgeistes bei den Fans beliebt. Nach fünf Jahren an der Hunte sucht er nun eine neue Herausforderung und schließt sich dem litauischen Traditionsclub Lietuvos Rytas Vilnius an.

Persönliches rund um Chris Kramer

Christopher Scott Kramer wurde am 04. April 1988 in Huntington, Indiana in den USA geboren. Er ist 1,90 Meter groß, 91 Kilogramm schwer und kann beide Guard-Positionen bekleiden. Auf Twitter ist er unter dem Pseudonym „@C_K_3“ zu finden, während er auf Instagram unter dem Namen „christopherkramer“ aktiv ist. Des Weiteren ist er seit ca. einem Jahr mit seiner Frau Allie verheiratet.

Defense-Ass mit Quarterback-Qualitäten

Kramer blieb in seiner Heimatstadt und besuchte die Huntington North High School. In seinem letzten Jahr kam er auf 19 Punkte, 4 Assists und 3,1 Steals pro Partie, führte sein Team zu einer 18-3-Bilanz und wurde in das All-Indiana Team gewählt. Dazu spielte er auch im Football-Team und führte seine High Scool als Quarterback aufs Feld. Ihm gelangen 1336 Passing Yards und 997 Rushing Yards.

Nach der High School blieb Kramer in Indiana und besuchte die Purdue University. Er fokussierte sich hauptsächlich auf seine Arbeit am defensiven Ende des Courts. Seine Karrierewerte am College waren 6,4 Punkte, 3 Rebounds, 2,5 Assists und 2,1 Steals pro Partie. Auch wenn die großen sportlichen Erfolge ausblieben, konnte Kramer durch individuelle Leistungen und Awards überzeugen. 2008 und 2010 wurde er zum Big Ten Defensive Player of the Year gekürt. Als erster Spieler überhaupt gelang es ihm in vier College-Saisons im Big Ten All-Defensive Team zu stehen. Dazu bekam er 2010 den Big Ten Sportmanship Award.

Von der D-League über Deutschland nach Litauen

Nachdem Chris Kramers Name beim NBA Draft 2010 nicht gerufen wurde, bekam er einen Vertrag von den Milwaukee Bucks für das Trainingscamp, absolvierte vier Spiele und wurde entlassen. In seiner ersten Profisaison spielte Kramer in der NBA D-League (heute G-League) für die Fort Wayne Mad Ants. Der Guard kam auf 13,5 Punkte, 3,9 Rebounds, 2,7 Assists und 1,8 Steals. Nach der D-League-Saison wechselte Kramer nach Puerto Rico zu Mets de Guaynabo und verbrachte die Offseason in den Playoffs dieser Liga.

Zur Saison 2011/12 wechselte der US-Amerikaner zum BBL-Aufsteiger nach Würzburg und war dort mit 11,2 Punkten pro Spiel bester Werfer. Dazu holte er 4,1 Rebounds und klaute 1,5 mal pro Spiel den Ball.

In seinen fünf Jahren bei den EWE Baskets Oldenburg konnte Chris Kramer den ein oder anderen Erfolg feiern. 2013 und 2017 reichte es sogar zur Vizemeisterschaft. Darüber hinaus hatte er auch beim 72:70-Pokalfinalsieg über Brose Bamberg einen großen Anteil. Erwähnenswert ist auch sein Triple-Double in der Basketball Champions League, welche das erste in der Geschichte des Wettbewerbs war. Am Ende standen 16 Punkte, 10 Rebounds und 13 Assists auf seiner Statline beim 106:77-Sieg über Muratbey Usak Sportif. Mit 9,8 Punkten, 5,5 Rebounds und 6,8 Assists pro Partie schaffte er es ins Star Lineup der Basketball Champions League.

Auch in der easycredit BBL konnte der US-Amerikaner ein Ausrufezeichen setzen. Als erster Spieler nach Dennis Wucherer (2002/03) schaffte Kramer das Kunststück, eine „10/5/5“-Saison zu spielen. Am Ende der Hauptrunde standen 10,6 Punkte, 5,7 Rebounds, 6,7 Assists und 2,3 Steals pro Spiel auf seinem Konto. So schaffte der US-Amerikaner es in das All-BBL First Team und hatte einen großen Anteil am Finaleinzug der EWE Baskets.

Vom Terrier zum Alleskönner

Vor allem zu Beginn seiner Karriere konnte Chris Kramer dank zweier Dinge herausstechen. Seine intensive Defense sowie seine starken Drives zum Korb. Diese Aspekte zeichneten ihn auch zu Beginn in Oldenburg aus. Doch mit der Zeit wurde Kramer reifer. Er wurde immer mehr zum Fixpunkt der Offense, übernahm häufiger den Ballvortrag und mutierte immer mehr vom Defense-Spezialisten zum Spielgestalter. Seine Stärke ist vor allem die Transition, bei der er meist schneller als seine Gegenspieler ist und zum Korbleger zieht. Da er sehr bullig ist, scort er auch häufig mit Kontakt oder zieht Freiwürfe. Mittlerweile hat Kramer sich auch im Setplay entwickelt. Doch manchmal merkt man ihm an, dass er Floor General ist, zum Beispiel wenn er gegen Double- oder Triple-Teams zum Korb zieht und so zu schlechten Würfen oder einfachen Ballverlusten kommt.

Positiv herauszuheben ist natürlich seine Einstellung. Obwohl Kramer häufig über 35 Minuten abgespult hat, hat man bei ihm seinen unbändigen Willen und Kampf um jeden Ball gesehen. Auch das Rebounding gehört zu seiner Stärke. Wenn auf seine Defense geschaut wird, muss eigentlich nicht viel gesagt werden. Er klebt regelrecht an seinen Gegnern und die Awards sagen über sein defensives Können sowieso alles aus.

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Enes Cakmak
Unser Autor Enes Cakmak ist seit Kindesbeinen Basketballfan. In der NBA fiebert Enes mit den Oklahoma City Thunder. Gefragt nach seinen Lieblingsspielern nennt der Autor Russell Westbrook und D.J. Strawberry

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