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TOP FOUR 2018 – Spannung bis zum Schluss

DE - TOP FOUR - 2018 Pokalsieg FC Bayern Basketball

Am zurückliegenden Wochenende wurde im Rahmen des easyCredit TOP FOUR der Pokalsieger der Spielzeit 2017/2018 gesucht. Am Ende konnte sich der Favorit aus München durchsetzen, doch war der Weg zum Titel durchaus steiniger als vielfach vorab angenommen. Für die Fans gab es auch abseits der Spieler gute Unterhaltung, wenngleich der Winterbruch in Süddeutschland so manche Schwierigkeit für die Anreise der Anhänger mit sich brachte.

Der Blick auf die sportliche Entscheidung

Der Samstag begann mit einer Traumpartie, denn Gastgeber ratiopharm ulm trat gegen den souveränen Tabellenführer FC Bayern Basketball an. Die ersten beiden Viertel verliehen sehr ausgeglichen, denn speziell im zweiten Viertel waren die Ulmer am Drücker. Zur Pause hieß es 42:41 für Ulm, doch drehten nun die Bayern auf. War das dritte Viertel in den vergangenen Spielzeiten oftmals der Schwachpunkt im Bayern Spiel, so brachte dieser Spielabschnitt nun die Entscheidung. Die Münchner zogen speziell in der Defense nochmals an, so dass die Ulmer immer seltener ihre System durchlaufen und erfolgreich abschließen konnten. Nachdem das dritte Viertel mit 26:15 an die Bayern ging, ließen diese zum Spielende nichts mehr anbrennen. Mit einem 84:73 zog der Tabellenführer der Basketball Bundesliga in das Finale ein.

Im zweiten Halbfinale trafen medi bayreuth und ALBA BERLIN aufeinander. Es entwickelte sich eine intensive Partie, in welcher jedoch Bayreuth immer wieder Probleme hatte seine Spieler unter den Korb in gute Positionen zu bekommen. Berlin war eindeutig am Drücker, denn bereits im ersten Viertel setzte sich das Team aus der Hauptstadt mit einem 30:22 ab. Anschließend gelang es Bayreuth besser die Berliner Offensive zu stoppen, doch konnten die medi Akteure ihrerseits nicht hochprozentig genug abschließen. Aus Sicht von medi bayreuth ging auch Viertel Nummer 2 mit 18:19 verloren, so dass ALBA zur Halbzeit mit neun Punkten führte. Das dritte Viertel brachte anschließend Klarheit, denn während ALBA BERLIN seine Spielzüge durchlaufen und erfolgreich abschließen konnte, gelang bei medi bayreuth sehr wenig. Die Big Man wurden nicht gefunden und von Außen wollte wenig fallen. Nach einem 28:11 für Berlin im dritten Viertel war die Partie anschließend bereits entscheiden. ALBA schaltete anschließend im letzten Spielabschnitt bereits herunter und konnte am Ende mit 96:74 sein Halbfinale gewinnen.

Am Sonntag begann die Action auf dem Court mit der Partie um den dritten Platz. Beiden Teams war die Enttäuschung über das jeweilige Halbfinal-Aus anzumerken, doch sorgten die Fans dafür, dass die Teams am Ende noch gewinnen wollten. Ulm konnte schlußendlich mit 81:79 gewinnen, da medi bayreuth seine Chance auf den Sieg durch einen möglichen Dreipunktewurf nicht nutzen konnte.

Es war 15 Uhr und die Halle war nun vollbesetzt. Das Finale zwischen den Bayern und ALBA stand auf dem Programm. Vor 6200 Zuschauern zeigten beide Teams phasenweise ihr Können, wenngleich die Nervosität durchaus auch greifbar war. Die ersten drei Viertel verliefen überaus ausgeglichen, wenngleich sich ALBA durch ein 20:19, 18:17 und ein 21:18 einen 5 Punkte Vorsprung herausspielen konnte. Die Berliner bestimmten das Geschehen, doch kamen die Bayern immer wieder heran, wenngleich ALBA jeweils die passende Antwort zu bieten hatte. Während die Münchner immer wieder den Weg zum Korb suchten, nutzte ALBA seine Würfe von der Dreier Linie für den erfolgreichen Abschluss.

Bis 5 Minuten vor Schluss schien es, als ob die Bayern erneut in einem Finale beim TOP FOUR den Kürzeren ziehen würden, doch ging nochmals ein Ruck durch das Team. Insbesondere der erst kürzlich in das Teamtraining zurückgekehrte Vladimir Lucic lieferte nun entscheidende Plays. Block, Steals und gute Verteidigung – die Bayern waren wieder in der Partie. Die Bayern blieben auch zum Ende der Partie ihrer Spielidee treu, so dass die Münchner viele Punkte von der Freiwurflinie erzielen konnten. Als die Bayern am Ende die Führung übernahmen, kippte das Momentum endgültig, denn die Berliner hatten nun keine Antwort mehr darauf. In einem hochklassigen, intensiven und spannenden Finale sicherten sich die Spieler des FC Bayern Basketball mit 80:75 schlußendlich den verdienten Sieg.

Der Spieler des Turniers – Jared Cunningham

Vor der Saison glückte den Bayern mit der Verpflichtung von Jared Cunningham ein echter Coup. Zu Beginn benötigte der US-Amerikaner etwas Zeit sich an den europäischen Basketball zu gewöhnen, doch speziell beim TOP FOUR konnte der Forward sein Können zeigen. Bereits im Halbfinale gegen ratiopharm ulm war Jared Cunningham mit 22 Punkten Topscorer der Bayern und im Finale konnte dieser diese Leistung nochmals toppen.

Gegen ALBA BERLIN kam Jared Cunningham auf 28 Punkten, wobei der US-Amerikaner seine Nervenstärke vor allen Dingen von der Freiwurflinie (12 von 14 Versuchen verwandelt) zeigte. Der Forward sorgte zudem mit seinem Zug zum Korb dafür, dass einige ALBA Akteure früh einige Fouls sammelten, was sich am Ende ebenfalls auf die Partie auswirken sollte.

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Tobias Forsterhttps://www.bblprofis.de
Tobias Forster ist seit vielen Jahren glühender Basketballfan. In der Basketball Bundesliga hält er dem FC Bayern München die Treue, während in der NBA die Dallas Mavericks und die Chicago Bulls seine Favoriten sind. Tobias berichtet über Neuigkeiten, ist jedoch zugleich im Bereich Interviews und Portraits aktiv.

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