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Montag, September 20, 2021

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Basketball Bundesliga – dauerhafte Dominanz durch den FC Bayern?

Die Saison 2018 der Basketball Bundesliga wurde durch ein furioses Finale zwischen Bayern München und ALBA Berlin entschieden, welches die Zuschauer elektrisiert hat. Letztendlich haben die Bayern die Nase vorne behalten. Nun fragen sich alle, ob das der Beginn einer neuen Ära sein könnte, wo der FCB die Liga so dominiert, wie sie es bereits im Fußball tun? Oder können vielleicht die Albatrosse, oder der Serienmeister der Jahre davor, Brose Bamberg, Revanche üben? Der Vorjahresmeister musste im Halbfinale gegen München das Spielfeld räumen – das weckt unweigerlich Rachegelüste.

Auf jeden Fall kristallisiert sich heraus, dass sich momentan eine Gruppe von Spitzenmannschaften etabliert hat, deren Niveaus sich in den letzten Jahren angeglichen haben. Das sorgt natürlich für mehr Spannung als wenn nur ein Team schon von Anfang an als Meister und Pokalsieger feststeht. Für die Fans keine schlechte Entwicklung. Aber bleibt noch so?

Denn es zeichnet sich auch ein wenig der Trend ab, dass der FCB seine Macht-Strategie vom Fußballplatz auf den Court der BBL transferiert hat: Man kauft immer der direkten Konkurrenz die Spieler weg, so dass diese gezielt klein gehalten wird. Damit verhindert man, dass sich dauerhaft eine Konkurrenz etabliert, die den Münchnern ebenbürtig ist. Dafür spricht zum Beispiel der Transfer von Nationalspieler Maodo Lo, vom direkten Konkurrenten Brose Baskets Bamberg. Ebenso haben sie sich den Center Leon Radosevic von den Bambergern geschnappt. Lange genug hat Uli Hoeneß Methode bisher funktioniert. In der Bundesliga gab es lange Zeit keine echte Konkurrenz, außer in den paar Jahren, wo mehrmals Dortmund Meister wurde. Nun könnte dies auch der BBL blühen. Die Brose Baskets haben bereits angekündigt, dass sie in Zukunft mit einem deutlich kleineren Etat an den Start gehen werden.

Fallen sie nun als Konkurrenz aus? Die Experten sich noch uneins und es kann wieder munter diskutiert werden. Und wer sich für einen echten Kenner des Sports hält, der sollte ich in den besten Online Casinos oder bei den Wettanbietern nach den besten Quoten umsehen, um von seinem Wissen zu profitieren.

Was haben die Bayern vor?

Werfen wir einen Blick auf die mögliche Strategie, die hinter dem Basketball Projekt des FCB steckt. Ich gehe stark davon aus, dass die Münchner ein ähnliches Monopol auf den Meistertitel anstreben, wie beim Fußball. Das macht mich so sicher darin, dass sie so lange Geld in die Abteilung stecken werden, bis dieses Ziel erreicht ist. Warum sie das machen? Wegen des möglichen Profits, ganz einfach.

Der Name FC Bayern ist mittlerweile eine internationale Marke geworden. Er ist weltweit ein Synonym für Erfolg und finanzielle Solidität – bedient sorgfältig das Klischee von der deutschen Präzision, Verlässlichkeit und Qualität. Daher macht es Sinn diese Marke auch auf andere Sportarten zu übertragen, um auch diese Märkte zu erschließen. Und wenn die Bayern das machen, dann müssen sie auch immer die Spitze erklimmen. Alles andere würde ihrem Image nicht gerecht werden und der Marke Schaden zufügen. Daher steht für mich fest: Der Verein wird so lange Geld dort reinpumpen, bis der Meistertitel immer nur noch Formsache ist. Selbst wenn in den ersten Jahren bis dahin Verluste geschrieben werden.

Das Ziel dahinter ist die Erschließung neuer Märkte, da man im Fußball so langsam an die Grenzen stößt. Die Münchner sind einer der wenigen Vereine in Europa, die ihren Erfolg durch natürliches Wachstum erreicht haben. Viele englische Klubs haben dagegen reiche Investoren aus dem arabischen oder russischem Raum. In Spanien haben die besten Vereine riesige Schuldenberge angehäuft und wurden bisher mehr oder weniger künstlich am Leben erhalten. Bei dieser harten Konkurrenz ist es eigentlich unmöglich finanziell dauerhaft mitzuhalten, so dass der Gewinn der Champions League meist eher Zufall ist, als Teil der Strategie.

Daher konzentriert man sich nun wohl auf andere Geschäftszweige, in denen man einfacher zu Dominanz gelangen kann. Basketball ist dazu ein idealer Sport und könnte sich als geeignete Melkkuh erweisen. Er ist zwar nicht Mal der zweitbeliebteste in Deutschland, aber er hat eine solide Basis und ermöglicht bei relativ geringem finanzielle Einsatz eine gewisse Medienpräsenz. Daher konnte man quasi über Nacht einen Verein nach oben pushen, der schon relativ früh einen Zuschauerschnitt von 5.800 generiert hat. Die emotionale Verbindung der Menschen ist bereits ausreichend vorhanden. So hatte man leichtes Spiel. Bei keinem anderen Verein wäre das so schnell gegangen. Kein anderes Team hätte so schnell so viele Fans anziehen können. Und so spielte die Mannschaft relativ bald nach dem Aufstieg in die erste Liga um den Titel mit.

Mein Tipp ist daher: der FCBB wird langfristig die Herrschaft in der BBL übernehmen und nur relativ wenig Konkurrenz haben. Damit sichern sie sich einen dauerhaften Zugang zur noch viel größeren Bühne der Euroleague. Die große Frage ist für mich nur, ob es ihnen andere große Vereine irgendwann nachtun werden, wenn sie merken, dass sich mit BBL auch gutes Geld verdienen lässt. Ich hätte jedenfalls nichts gegen ein spannendes Duell zwischen BVB und FCB auf dem Basketballfeld.

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