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Mittwoch, September 22, 2021

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Luke Sikma – der Anführer mit Allroundqualitäten

„MVP! MVP! MVP!“, schallt es durch die Arena am Ostbahnhof in Berlin. Die Fans würdigen den wertvollsten Spieler der easyCredit BBL in der Saison 2017/18: Luke Sikma. Der Power Forward wurde deutlich vor John Bryant (GIESSEN 46ers) und Thomas Walkup (MHP RIESEN Ludwigsburg) zum Most Valuable Player gewählt. Der eher zurückhaltende Sikma sticht vielen Besuchern, die zum ersten Mal ein Spiel der Albatrosse schauen, bestimmt nicht als erster Spieler ins Auge. Auch deshalb werfen wir einen genaueren Blick auf den US-Amerikaner.

Persönliches um Luke Sikma

Luke Sikma wurde am 30. Juli 1989 in Bellevue, Washington geboren. Bei einer Körpergröße von 2,03 m bekleidet er die Position des Power Forwards. Er ist der Sohn, des siebenmaligen NBA-Allstars Jack Sikma.

Seine Karriere am College (2007-2011)

Zu Beginn seiner Karriere tat sich der heute 28-Jährige schwer. Erst nach einem späten Wachstumsschub, welcher ihn 14 cm größer werden ließ, kam seine Basketball-Karriere langsam in Tritt. So schaffte Sikma 2007 den Sprung in die Hochschulmannschaft Pilots der University of Portland. Dort konnte sich der US-Amerikaner von Anfang an in die Starting Five spielen und stach dort mit seiner starken Reboundarbeit heraus. 2011, in seinem letzten Jahr am College, wurde Sikma in das „All-WCC First Team“ der zehn besten Spieler seiner Conference gewählt. Trotz guter persönlicher Leistungen, schaffte der heutige Albatros nie einen bedeutenden Mannschaftserfolg auf College-Ebene.

Erste Karriereschritte in Spanien (2011-2015)

Nachdem der Power Forward beim NBA-Draft 2011 von keinem Team ausgewählt wurde, entschloss sich dieser zu einem Engagement in der zweiten Liga Spaniens. In der Saison 2011/12 spielte Sikma für UB La Palma und im Jahr darauf bei Autocid Ford Burgos. Burgos erreichte in dieser Saison die sportliche Qualifikation für die heutige ACB. Nach seiner Zeit bei Burgos wechselte Luke Sikma zur Saison 2013/14 zu Iberostar Teneriffa. Bei den Kanaren blieb der Sohn von Jack Sikma zwei Jahre. In seiner zweiten Saison arbeitete der jetzige Berliner bereits mit seinem aktuellen Trainer bei ALBA BERLIN, Aito Garcia Reneses, in Teneriffa zusammen.

Spanischer Meistertitel in seiner Zeit bei Valencia (2015-2017)

In seiner ersten Saison bei Valencia spielte Sikma mit dem heutigen Forward des FC Bayern Basketball, Vladimir Lucic, zusammen. Einen Titel konnte die Mannschaft rund um den heutigen Berliner in der Saison 2015/2016 nicht gewinnen.
Anders in der darauffolgenden Spielzeit. Valencia spielte insgesamt drei Finals. Unter anderem das spanische Pokalfinale, welches gegen Real Madrid verloren ging und das Finale des EuroCups, bei dem Valencia in drei Spielen Malaga unterlag. In der Finalserie um die spanische Meisterschaft machte das Team es jedoch besser. In vier Spielen besiegte Valencia mit Sikma den Favoriten Real Madrid und konnte so die erste Meisterschaft in der Vereinsgeschichte feiern.

Analyse der persönlichen Statistiken in Sikmas MVP-Saison in der easyCredit BBL

Zur Saison 2017/18 suchte sich der 28-jährige eine neue Herausforderung. Der Power Forward entschied sich zu einem Wechsel in die deutsche Hauptstadt Berlin, in der Sikma bei ALBA auf seinen ehemaligen Trainer Aito traf. In seiner ersten Spielzeit in Deutschland schlug der US-Amerikaner voll ein. Im Schnitt legte der Power Forward 12,5 Punkte pro Partie auf und füllte seinen Statistikbogen noch mit 4,3 Assists und 6,9 Rebounds. Bei den Assists rangiert Sikma auf Platz 1 unter den Big Men in der BBL. In der Rangliste der besten Rebounder findet sich der Power Forward auf Platz 3 hinter John Bryant (GIESSEN 46ers) und Scott Eatherton (Basketball Löwen Braunschweig) wieder. Zudem traf der US-Amerikaner über die Saison gesehen 42,9% seiner Dreier, was für einen Big Man eine herausragende Quote ist.

Sikmas Spielstil und seine Rolle bei ALBA BERLIN

Der Power Forward definiert sich über die so genannte alte Schule auf dem Court. Starkes Rebounding, solides Passspiel und harte Defense. Der Neu-Berliner fällt nicht durch seine starken Scoringqualitäten auf, doch kann Sikma seinem Team auch mit eigenen Punkten helfen. Prinzipiell spielt Sikma lieber den Extrapass anstatt selbst abzuschließen. Dabei helfen ihm sein gutes Auge und seine guten Passingskills, was es für die gegnerische Verteidigung schwierig macht, den nächsten Spielzug zu antizipieren.

Auch wenn Niels Giffey der offizielle Kapitän der Albatrosse ist, hat sich während der Saison herauskristallisiert, dass Sikma der Anführer der Truppe ist. Mit seinen Hustleplays sorgte der 28-Jährige immer wieder dafür, dass Mannschaft und Fans emotional mitgezogen wurden. Kurz gesagt – Sikma gibt seinem Team immer in den richtigen Momenten das was es braucht. Das macht Luke Sikma zum verdienten MVP der Saison 2017/18 in der easyCredit BBL.

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Roman Benker
Unser Autor Roman ist seit nun mehr als 5 Jahren bekennender Fan der einzig, wahren Hallensportart Basketball. Er stammt aus München und fiebert dementsprechend mit den Korbjägern des FC Bayern Basketballs mit. Die NBA und europäischer Basketball (außerhalb der BBL) fesseln ihn in gewisser Regelmäßigkeit vor dem Bildschirm

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