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Montag, Oktober 18, 2021

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Die positiven Überraschungen der bisherigen NBA Saison

Etwas mehr als 35 Partien hat inzwischen jedes Team der NBA absolviert. Grund genug sich einmal unter den Spielern und Mannschaften umzusehen und die positiven Überraschungen hervorzuheben.

Luka Doncic – der nächste Rookie of the Year

Keine Frage, in Europa war der Slowene Luka Doncic bereits seit längerer Zeit ein Star. Als Europameister und Gewinner der Euroleague machte sich der als Forward und Guard einsetzbare Akteur auf in die NBA. Im Zuge des Drafts konnten sich die Dallas Mavericks den 201 cm großen Spieler in einem Trade mit den Atlanta Hawks sichern. Aus heutiger Sicht – eine Entscheidung, welche nicht oft genug positiv hervorgehoben werden kann.

In den USA waren durchaus Zweifel vorhanden, ob Doncic in seinen jungen Jahren bereits in der NBA ein wichtiger Faktor sein kann. Nachdem der Slowene bislang in 33 Partien aufgelaufen ist, lässt sich sagen, dass diese Zweifel nicht begründet waren. Bereits jetzt dürfte feststehen, welcher Spieler sich in dieser Saison als Rookie of the Year feiern lassen darf, denn an Doncic führt kein Weg vorbei. Dabei scheint es so, als ob die Mavs selbst überrascht davon sind, welch tollen Spieler sie sich im Draft gesichert haben.

Doncic überzeugt dabei mit einer sehr hohen Spielintelligenz und kann für einen Rookie mit 19,5 Punkten, 6,6 Rebounds und 5,0 Assists pro Partie tolle Zahlen auflegen. Natürlich gibt es auch in seinem Spiel noch Verbesserungsmöglichkeiten. So trifft der Slowene bislang lediglich 37,1% aus dem Dreipunktbereich und zudem kommt der Mavs Akteur pro Partie auf 3,3 Turnovers.

Derrick Rose – der ehemalige MVP lässt aufhorchen

Schwere Verletzungen sorgten dafür, dass der ehemalige NBA MVP seinen Status als Superstar eines Teams verloren hat. Zusätzliche Zweifel an der Leistungsfähigkeit des ehemaligen Franchise Players der Chicago Bulls wurden durch die zurückliegende Spielzeit befeuert, denn lediglich 25 Partien konnte der Point Guard absolvieren.

Lange Zeit war nicht sicher, ob und für welches Team Derrick Rose in der Saison 2018/2019 auflaufen würde, bis die Minnesota Timberwolves und Headcoach Tom Thibodeau Rose unter Vertrag nahmen. Der inzwischen 30-Jährige muss jedoch als eine positive Überraschung gesehen werden, denn mit seinen bisher gezeigten Leistungen ist der Point Guard durchaus ein Kandidat für die Auszeichnung als Sixth Man of the Year.

Überwiegend von der Bank kommend erzielt Rose für die Timberwolves durchschnittlich 18,9 Punkte, 4,8 Assists und 2,8 Rebounds pro Partie. Das Rose derart gute Zahlen auflegen kann, liegt auch an seiner harten Trainingsarbeit. Die schweren Verletzungen der Vergangenheit sorgten dafür, dass der Point Guard etwas von seiner Dynamik verlor, wenngleich sich Rose keinesfalls vor anderen Akteuren damit verstecken muss. Doch der Guard zog die richtigen Konsequenzen daraus und arbeitete hart an seinem Wurf. In dieser Saison trifft Rose bislang 46,2% seiner Dreipunktversuche. Dies ist deshalb so bemerkenswert, da sein Karrieredurchschnitt bei 30,9% liegt.

Derrick Rose sorgte zudem für das wohl emotionalste Highlight der bisherigen Saison Im Spiel gegen die Utah Jazz am 1. November konnte der ehemalige MVP mit 50 erzielten Punkten einen persönlichen Karrierebestwert aufstellen.

Julius Randle – der Coup der Pelicans

Ein Spieler, welcher bislang bei vielen NBA Fans und Experten unter dem Radar verschwindet, ist Julius Randle. Der Forward kann als der Coup der New Orleans Pelicans bezeichnet werden. Die Franchise sicherte sich den 24-Jährigen in der Free Agency und stattete diesen mit einem Zweijahresvertrag aus, nachdem dieser zuvor bereits bei den LA Lakers immer wieder sein vorhandenes Potential andeutete.

Bei den New Orleans Pelicans schaffte Randle nun jedoch den Durchbruch. 19,6 Punkte und 9,4 Rebounds sind beeindruckende Zahlen für einen Forward, welcher zumeist von der Bank kommt. Zudem hat der Big Man auch sein Auge für den Mitspieler verbessert, was durchschnittlich 2,7 Assists pro Spiel in der Statistik belegen. Was Randle und den Pelicans zugute kommt ist der Umstand, dass sich der Forward inzwischen aus der Distanz gesteigert hat. 32,3% seiner Dreier sind erfolgreich, weshalb der Power Forward seine Gegenspieler aus der Zone ziehen kann, um für seine Mitspieler Platz zu schaffen. Keine Frage – mit seinen Zahlen und Statistiken ist Julius Randle aktuell der Favorit auf den Titel Sixth Man of the Year.

LA Clippers – Team ohne Superstar ist auf Playoff-Kurs

Basketballfans in Los Angeles hatten in diesem Jahr reichlich Grund zur Freude, denn die Lakers konnten sich Superstar LeBron James sichern. An die Clippers dachte im Grunde niemand, denn es schien so, als ob sich die Franchise bereits auf die kommende Free Agency im Sommer 2019 vorbereitet. Doch Stand heute sind die Clippers ein Contender um einen Platz in den Playoffs der Western Conference. Das Team steht aktuell bei 21 Siegen und 15 Niederlagen, was einen tollen vierten Platz im Westen bedeutet.

Wurde vor dieser Saison an die LA Clippers gedacht, kam den meisten Fans nur Guard Lou Williams in den Sinn, welcher von der Bank kommend für reichlich Gefahr sorgt. Dies ist auch in dieser Saison mit 18,1 Punkten im Durchschnitt der Fall. Inzwischen erhält der Aufbauspieler jedoch durch drei weitere Akteure wichtige Unterstützung. Forward Tobias Harris hat den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gemacht und seine Werte auf 21,0 Punkte und 8,2 Rebounds pro Partie gesteigert. Ein weiterer wichtiger Faktor der erfolgreichen LA Clippers ist der Italiener Danilo Gallinari, welcher offensiv einiges an Effektivität generiert. 19,6 Punkte, 6,3 Rebounds und zusätzlich 2,3 Assists sprechen für den Flügelspieler.

Die Clippers verfügen zudem über einen weiteren wichtigen Akteur, welcher neben Lou Williams von der Bank kommt. Big Man Montrezl Harrell überzeugt durch seinen Einsatz und 15,6 Punkte sowie 6,6 Rebounds pro Partie.

Insgesamt sind die LA Clippers deshalb schwer für den Gegner auszurechnen, da speziell in der Offense vier Spieler den Anführer geben können.

Brooklyn Nets – Überraschend im Playoff-Kampf

Eine positive Überraschung ist auch das Team der Brooklyn Nets. In den letzten Jahren hatte diese NBA Franchise ein Abo auf die letzten Plätze in der Eastern Conference. Vor dieser Saison gingen nicht wenige Beobachter von einer erneut schlechten Spielzeit aus, doch befinden sich die Nets mit 17 Siegen und 21 Niederlagen auf Rang 9 in der Eastern Conference und somit mitten im Kampf um die Playoffs.

Angeführt wird das Team aus Brooklyn durch Point Guard D’Angelo Russell, welcher in dieser Spielzeit bislang auf 17,9 Punkte, 6,1 Assists und 3,8 Rebounds pro Partie kommt. Unterstützung erhält der 22-Jährige dabei von Center Jarrett Allen, welcher den nächsten Schritt in seiner Entwicklung nahm. Der 2017 gedraftete Big Man schafft es bislang 11,6 Punkte und 8,1 Rebounds pro Spiel zu erzielen und somit zu einem wichtigen Faktor für die Nets zu werden.

Unterstützt werden diese beiden zudem durch Caris LeVert (18,4 Punkte pro Partie) und Spencer Dinwiddie (17,5 Punkte, 5,3 Assists pro Partie).

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Tobias Forsterhttps://www.bblprofis.de
Tobias Forster ist seit vielen Jahren glühender Basketballfan. In der Basketball Bundesliga hält er dem FC Bayern München die Treue, während in der NBA die Dallas Mavericks und die Chicago Bulls seine Favoriten sind. Tobias berichtet über Neuigkeiten, ist jedoch zugleich im Bereich Interviews und Portraits aktiv.

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