2 C
New York City
Dienstag, Januar 25, 2022

Buy now

Unsere Flops der bisherigen NBA Saison

Zuletzt hatten wir uns an dieser Stelle bereits mit den positiven Überraschungen der bisherigen NBA Saison beschäftigt. Nun möchten wir zudem unsere Flops nennen, welche uns in der aktuellen Spielzeit bisher enttäuscht haben. Auch hier gilt es wieder auf Teams und Spieler gleichermaßen zu achten.

Washington Wizards – die Spitze ist fern

Im Sommer verstärkten sich die Washington Wizards mit dem ehemaligen All-Star Dwight Howard unter dem Korb. Der Center sollte defensive Stabilität bringen und den nächsten Schritt zu einem Championship Contender darstellen. Ein Blick auf die aktuelle Bilanz zeigt jedoch, dass die Wizards weit von ihren eigenen Zielen entfernt sind. Mit aktuell 16 Siegen bei 24 Niederlagen liegt das Team aus der US-Hauptstadt aktuell auf Rang 11 in der Eastern Conference und somit außerhalb der Playoff-Ränge.

Die Gründe hierfür? Sehr vielschichtig. Zum Einen verloren die Wizards Howard durch eine Verletzung, doch stimmt es im Team um Wall und Beal in Sachen Teamchemie nicht. Zuletzt verpflichtete das Wizards Management Forward Trevor Ariza, welcher nicht nur seine Defense und Erfahrung einbringen sollte, sondern vor allen Dingen positiven Einfluss auf das Miteinander haben sollte. Ob dieser Schachzug klappt, muss die Zukunft zeigen. Zu allem Überfluss unterzog sich Wizards Star John Wall einer Operation, welche wohl das Saisonende für den Aufbauspieler bedeutet.

Wie lange die Wizards zudem in dieser Konstellation noch zusammenspielen werden, ist ebenfalls fraglich. Sollte der aktuelle Trend anhalten, dürfte ein Trade eines Stars unausweichlich sein, zumal John Wall und Bradley Beal diesbezüglich sicherlich für Interesse bei den anderen Teams sorgen könnten. Ein weiterer Kandidat für einen Trade dürfte zudem Small Forward Otto Porter Jr sein, welcher in seiner Entwicklung stagniert. Einen Abnehmer für den 25-Jährigen zu finden wird aufgrund seines Vertrages sicherlich schwer. 12,0 Punkte, 5,5 Rebounds und 2,1 Assists pro Partie rechtfertigen den vorhandenen Max-Contract sicherlich nicht und machen die Verhandlungen für einen eventuellen Trade des Flügelspielers nicht leichter.

Carmelo Anthony – das Kapitel NBA scheint beendet

An dieser Stelle müssen wir auch den ehemaligen Superstar Carmelo Anthony als einen der Verlierer der bisherigen NBA Saison nennen. Nach einer Saison bei den Oklahoma City Thunder (16,2 Punkte im Durchschnitt) als Sidekick von Russell Westbrook und Paul George sollte in dieser Spielzeit nach seinem Wechsel zu den Houston Rockets der finale Angriff auf die erste NBA Championship des Forwards erfolgen.

Dieses Experiment wurde jedoch nach nur zehn absolvierten Partien für beendet erklärt. Anthony erzielte durchschnittlich 13,4 Punkte und 5,4 Rebounds pro Partie, doch passte der Forward nicht in das System der Houston Rockets um Superstar James Harden. Bereits nach seiner Unterschrift in Texas kamen Stimmen auf, wonach sich Anthony über seine neue Rolle beschwert, denn der ehemalige Go-to-Guy seiner Teams sollte von der Bank kommend für Gefahr sorgen.

Für Spieler und Team erwies sich der geschlossene Deal gleichermaßen als schlechtes Geschäft. Beide Seiten erhofften sich deutlich mehr und nachdem zudem der Saisonauftakt der Rockets zu Wünschen übrig ließ, entschied sich das Management in Houston einen Schlussstrich unter das Abenteuer Anthony zu ziehen.

Ob Carmelo Anthony nochmals in der NBA auflaufen wird, steht aktuell in den Sternen. Gerüchten zufolge könnte eine Unterschrift bei den LA Lakers folgen, wenngleich sich die Stimmen mehren, die bezweifeln das der Forward sich im aufstrebenden Team der Lakers mit seiner Rolle zufrieden geben könnte.

Cleveland Cavaliers – der Rebuild muss kommen

Die Franchise der Cleveland Cavaliers als einen der Verlierer dieser Spielzeit zu bezeichnen, ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass die Cavs im Sommer LeBron James verloren. Anschließend stand die spannende Frage im Raum, ob ein Rebuild erfolgt, oder der Kampf um die Playoffs in der schwächeren Eastern Conference angegangen werden sollte.

Cleveland entschied sich für die zweite Option und stattete Kevin Love als verbliebenen Superstar mit einem Vertrag über vier Jahre und 120 Millionen US-Dollar aus. Dieser Schachzug hätte durchaus aufgehen können, denn während seiner Zeit bei den Timberwolves bewies der Power Forward, dass dieser durchaus ein Franchise Player sein kann.

Doch es kam wie es kommen musste. Love absolvierte bislang nur vier Partien und fällt seitdem mit einer Verletzung aus. Zudem brachte die Personalie JR Smith Unruhe in das Team, bis sich beide Seiten entschlossen, dass Smith kein weiteres Spiel mehr für die Cleveland Cavaliers absolvieren würde.

Aktuell belegt das Team der Cavs in der Eastern Conference mit 8 Siegen und 32 Niederlagen den letzten Rang. Mit Blick auf die Zukunft, könnte ein damit verbundener hoher Pick im kommenden NBA Draft sicherlich Hoffnungen auf Erfolg nähren, doch hinkt die NBA Franchise den eigenen Hoffnungen und Zielen in dieser Saison weit hinterher.

Jabari Parker – das Experiment scheitert

Vor dieser Spielzeit sicherten sich die Chicago Bulls Forward Jabari Parker von den Milwaukee Bucks. Die NBA Franchise aus der Windy City hatte durchaus Hoffnungen in den Playoff Kampf eingreifen zu können, welche sich inzwischen jedoch als unberechtigt darstellen. Ein Grund hierfür war sicherlich auch die Verletzung des Finnen Lauri Markkanen, doch zündete Jabari Parker nicht wie gewünscht.

Das Front-Office der Bulls ließ sich Parker einiges kosten und stattete den Forward mit einem Zweijahresvertrag über 40 Millionen US-Dollar aus. Kurz nach Vertragsunterschrift kamen bereits erste Rufe auf, wonach dies ein sehr gewagter Deal sei. Dies zeigte sich dann auch auf dem Court, denn Parker gilt als Spieler, welcher in der Defense erhebliche Unterstützung benötigt. Das dies in einer Line-Up mit Spielern mit Zach Lavine schwer bis unmöglich werden würde, hätte durchaus auch dem Bulls Front-Office bekannt sein können.

Ein Blick auf die Zahlen von Jabari Parker zeigt durchaus ansehnliche Werte von 14,9 Punkten, 6,8 Rebounds und 2,2 Assists pro Partie, doch passt seine Spielweise nicht zum Team der Bulls. In den letzten Partien kam der Forward bereits weniger oder zuweilen überhaupt nicht mehr zum Einsatz. Es scheint, als ob das Experiment Parker bei den Bulls für beendet erklärt worden sei. Einen passenden Trade-Partner zu finden, wird jedoch angesichts des abgeschlossenen Vertrags und der mangelnden Defense von Jabari Parker eine große Aufgabe für das Bulls Management werden.

5.00 avg. rating (95% score) - 1 vote
Tobias Forsterhttps://www.bblprofis.de
Tobias Forster ist seit vielen Jahren glühender Basketballfan. In der Basketball Bundesliga hält er dem FC Bayern München die Treue, während in der NBA die Dallas Mavericks und die Chicago Bulls seine Favoriten sind. Tobias berichtet über Neuigkeiten, ist jedoch zugleich im Bereich Interviews und Portraits aktiv.

Related Articles

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Stay Connected

9,036FansGefällt mir
1,800NachfolgerFolgen
1,516NachfolgerFolgen
spot_img

Latest Articles

spot_img
spot_img
spot_img
Basketball Wetten