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Mittwoch, September 22, 2021

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US-Sportarten in Europa: Können Basketball und Baseball hierzulande mithalten?

Man sollte sich nichts vormachen: Deutschland ist trotz der Niederlage bei der letzten WM eine der größten Fußball-Nationen und Europa insgesamt steht in vielen sportlichen Bereichen gut da. Basketball und Baseball sind aber eindeutig amerikanische Sportarten, deren europäische Pendants – auch wenn Dirk Nowitzki als erster europäischer Spieler den Most Valuable Player Award erhielt – nicht wirklich mithalten können. Sieht die Lage wirklich so drastisch aus? Hier folgt ein Vergleich Europa vs. USA im Basketball und Baseball.

Basketball

Überraschenderweise hat Basketball in Deutschland eine lange Tradition: Schon fünf Jahre nach der Erfindung des Sports im Jahr 1891 wurde Basketball zum ersten Mal in Deutschland gespielt. Die erste deutsche Meisterschaft fand erst im Jahr 1939 statt.

Im internationalen Vergleich kann der deutsche Basketball aber nicht mit der NBA mithalten. Den größten Erfolg feierte die deutsche Nationalmannschaft vor einem Vierteljahrhundert, als sie die EM 1993 gewann. Bei der EM 2005 konnte zuletzt eine Silbermedaille errungen werden. Selbst im europäischen Vergleich ist Deutschland also eher Durchschnitt, schickt aber immerhin einige Spieler zur NBA wie Maxi Kleber und Daniel Theis. Allen voran natürlich Dirk Nowitzki, der bereits 12 Mal in ein All-NBA-Team gewählt wurde und mit den Dallas Mavericks als erster deutscher Spieler die NBA-Meisterschaft gewinnen konnte. Auch ist er mit über 3.000 Punkten der Top-Scorer der deutschen Nationalmannschaft.

Amerikanische Dominanz und deutscher Umbruch

Insgesamt ist Basketball als Sport in Deutschland jedoch nicht so populär wie in den USA: Während die NBA in der Saison 2017/18 22,1 Millionen Zuschauer verzeichnen konnte, kam die deutsche BBL gerade mal auf 1,4 Millionen Zuschauer. Dafür stieg der Gesamtumsatz der BBL-Mannschaften laut Basketball Wetten Anbieter Betway auf hierzulande rekordverdächtige 120 Millionen Euro. Der Trend spiegelt sich in der steigenden Interaktion von Fans mit dem Sport wider : Basketball Wetten nehmen hier einen hohen Stellenwert ein, gleiches lässt sich für den Verkauf von Merchandising-Artikeln sagen. Die Nowitzki-Trikots sind eindeutig am beliebtesten. Das Potenzial lässt sich trotzdem noch steigern. In Deutschland wird weniger Geld für die Nachwuchsförderung ausgegeben und es gibt weniger Ausnahme-Talente: Der Pool an potenziellen Stars ist einfach nicht groß genug, was an der mangelnden Bekanntheit der BBL liegt. Mit der Basketball-WM 2019 könnte sich das ändern. Von Experten wird Deutschland bereits als eine „wachsende Basketball-Nation“ beschrieben, berichtet Welt. Zudem trifft das Land in der WM auf Frankreich und ist durch Losglück einer schweren Gruppe entkommen. Auch hat die BBL sich vorgenommen, bis 2020 die beste nationale Liga Europas zu werden.

Im Vergleich hinten

Wo Deutschland abfällt, sieht man im direkten Vergleich mit den besten NBA-Mannschaften. ALBA Berlin führte die deutsche Tabelle 2017/18 mit 89,68 Punkten pro Spiel an. Die amerikanischen Golden State Warriors kamen dagegen auf 112,8 Punkte pro Spiel. Um die Statistiken zu drehen, muss also einiges getan werden. Allen voran muss die Popularität von Basketball weiter gesteigert werden. Vonseiten der Nationalmannschaft gab es nach der verpassten WM-Qualifikation 2014 einen Umbruch, dessen positive Auswirkungen sich bei der EM 2017 zeigten, als man erst im Viertelfinale gegen Spanien scheiterte und so den positiven Gesamteindruck der letzten Jahre bestätigen konnte. Die Trendkurve zeigt also nach oben. Dennoch dürfte es eine Zeit dauern, bis deutsche Superstars wie Dirk Nowitzki, Dennis Schröder oder Maximilian Kleber zahlreicher in der NBA vertreten sind.

Baseball

Wie sieht es aber beim Baseball aus? Nicht umsonst gilt Baseball in den USA als Nationalsport. Die Major League Baseball konnte in der Saison 2018 umgerechnet über neun Milliarden Euro umsetzen. Die deutsche Baseball-Bundesliga kommt nicht einmal annähernd an diese Zahlen heran. Auch die deutsche Nationalmannschaft befindet im internationalen Mittelfeld: 2005 konnte sich die Mannschaft erstmals für eine WM qualifizieren, der bisher größte Erfolg war der dritte Platz bei der EM 2010 im eigenen Land. Ansonsten sieht es weniger überzeugend aus: Deutschland ist beim Baseball kein „Major Player“, europäische Mannschaften schaffen es nicht, an der Dominanz der USA zu rütteln. In Europa sind die Fans auf die amerikanischen Teams fokussiert und verfolgen lieber die MLB (Major League Baseball): Fanshops sind mit Artikeln zur MLB gefüllt, die europäischen Teams werden dagegen vernachlässigt. Dies zeigt deutlich die Dominanz des amerikanischen Baseballs. Zusammenfassen kann gesagt werden, dass die Lage für europäische Baseball-Mannschaften im internationalen Vergleich schlechter aussieht als beim Basketball.

Fazit

Basketball und Baseball sind nach wie vor amerikanisch dominierte Sportarten. Während Baseball in Europa kaum auf einen grünen Zweig kommt, sieht die Lage beim Basketball aber zum Glück anders aus: Immer mehr deutsche Spieler schaffen es in die NBA, die BBL will bald Vorreiter in Europa sein. Hier könnte die Dominanz der USA in zehn Jahren zumindest weniger ausgeprägt als heute sein.

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