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Weltmeisterschaft 2019 – Die deutschen Gegner in der Übersicht – Blick auf die jordanische Nationalmannschaft

Vom 31. August bis 15. September 2019 steht die Basketball-Weltmeisterschaft in China an. Die deutsche Basketballnationalmannschaft startet am 1. September 2019 in diesjährige Weltmeisterschaft. Die Mannschaft von Bundestrainer Henrik Rödl spielt ihre Gruppenphase gegen Frankreich, Jordanien und die Dominikanische Republik in der Gruppe G in Shenzhen. Am letzten Spieltag (5. September) trifft die deutsche Auswahl auf das Nationalteam aus Jordanien, dem vermeintlich einfachsten Gegner in der Gruppenphase.

Asienmeisterschaften – Zwei Podiumsplätze in der jüngeren Historie 

Die Basketballnationalmannschaft aus Jordanien kann in ihrer Historie noch keine allzu große Trophäensammlung aufweisen. Die erfolgreichste Ära des Landes aus Vorderasien waren die Jahre rund um 2010. Bisher nahmen 15 jordanische Teams an Asienmeisterschaften teil. Es dauerte aber bis in das Jahr 2009, als erstmalig Edelmetall gewonnen werden konnte. Unter dem damaligen Topscorer Rasheim Wright stoß die Mannschaft bei den Asienmeisterschaften in China bis ins Halbfinale vor, unterlag dort aber knapp dem späteren Asienmeister Iran mit 75:77. Im Spiel um Platz drei konnte sich die Mannschaft mit Bronze trösten. Zwei Jahre später, im Jahr 2011, stand die jordanische Basketballnationalmannschaft vor ihrem größten Triumph. Das Team des damaligen Cheftrainers Tab Baldwin erreichte erstmalig in der Geschichte des Landes das Finale der Asienmeisterschaften. In einem dramatischen Finale unterlagen die Jordanier jedoch dem erneuten Gastgeber China mit 69:70. Trotz der Niederlage im Endspiel, stellt der Gewinn der Silbermedaille den bisher größten Erfolg für Jordanien bei Asienmeisterschaften dar.

Die WM in China als erst zweite Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft 

Vornweg lässt sich sagen, dass die Teilnahme an der Endrunde der Weltmeisterschaft 2019 für Jordanien bereits ein herausragender Erfolg ist. Das Turnier in China ist für den Teilnehmer aus Asien erst die zweite Teilnahme an einer Weltmeisterschaft überhaupt. Erstmals war die Mannschaft aus dem islamisch geprägten Land 2010 bei einer WM vertreten. Bei der Endrunde, welche in der Türkei ausgetragen wurde, landete das Team auf dem letzten Platz in seiner Gruppe mit einer Bilanz von null Siegen zu fünf Niederlagen. Bereits 2010 traf die deutsche Auswahl in der Vorrunde auf die Nationalmannschaft Jordaniens.

Der Weg nach China für Jordanien

Zu Beginn spielte Jordanien unter ihrem aktuellen Cheftrainer Joseph Anthony Stiebing eine souveräne Qualifikation. In der ersten Runde der Qualifikationsphase von Asien und Ozeanien belegte die Truppe aus Jordanien den ersten Platz mit einer Bilanz von fünf Siegen zu einer Niederlage, vor den Nationalteams aus dem Libanon, Syrien und Indien. In der zweiten Runde war es lange knapp für die Jordanier. Letztlich qualifizierten sie sich als Gruppendritter für die Endrunde in China. In ihrer Gruppe wiesen lediglich die Nationalmannschaften Neuseelands und Südkoreas eine bessere Bilanz auf, die ebenfalls in China an den Start gehen.

Dar Tucker – der beste Akteur in der Qualifikation 

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2019 überragte vor allem ein Akteur im Ensemble von Nationaltrainer Joseph Anthony Stiebing: Dar Tucker. Der 31-Jährige legte unglaublich starke Zahlen für die jordanische Nationalmannschaft auf. Der Shooting Guard kam im Durchschnitt auf 21,8 Punkte, 5,9 Rebounds und 3,1 Assists pro Partie. Dabei traf der Scorer jedoch lediglich 27,7% seiner Dreipunktwürfe.

Unterstützung auf dem Weg nach China erhielt Dar Tucker von Nationalmannschafts-Veteran Zaid Abbas. Der 35-Jährige stand bereits 2009 und 2011 in der Auswahl, als diese bei den Asienmeisterschaften Edelmetall gewann. Während der Qualifikation drehte der Power Forward die Zeit zurück und half seinem Team mit starken Zahlen. 12,0 Punkte, 8,2 Rebounds und 2,7 Assists pro Begegnung standen durchschnittlich im Boxscore des Big Man.

Wenige zusätzliche Optionen – eingespieltes Team als möglicher Trumpf 

Anders als die großen Nationen – wie die Franzosen, Spanier oder US-Amerikaner – können die Verantwortlichen der jordanischen Nationalmannschaft nicht auf ein breites Spielerarsenal aus der Turkish Airlines EuroLeague oder gar der NBA zurückgreifen. 

Dennoch gibt es einen durchaus interessanten Kandidaten für Nationaltrainer Joseph Anthony Stiebing in der Hinterhand. Ahmet Düverioglu könnte ein wichtiger Baustein für den WM-Kader Jordaniens darstellen. Der 26-Jährige steht bei Fenerbahce Beko Istanbul unter Vertrag und spielte in der vergangenen Saison 2018/19 in der Turkish Airlines EuroLeague. Der Center durfte in 22 Spielen starten und bekam im Schnitt knapp elf Minuten Einsatzzeit pro Begegnung beim türkischen Spitzenverein. Dabei legte der in der Türkei geborene Big Man im Durchschnitt 2,9 Punkte, 2,6 Rebounds und 0,7 Assists auf.

Bis auf den Center von Fenerbahce Beko Istanbul dürfte sich der WM-Kader Jordaniens sehr jenem ähneln, mit welchem die Mannschaft die Qualifikation für China perfekt gemacht hat. Und darin liegt möglicherweise der Trumpf des Teams. Im Gegensatz zu den Topmannschaften hatten die Jordanier Zeit, sich während der Qualifikation einzuspielen und Mechanismen zu entwickeln. Diese Feinabstimmung fehlt anderen Teams möglicherweise. Nichtsdestotrotz gilt es anzumerken, dass die individuelle Qualität des Kaders im Vergleich zu den anderen Gruppengegnern doch recht deutlich abfällt.

Einschätzung der Möglichkeiten Jordaniens im Duell gegen Deutschland 

Sowohl die deutschen, als auch die jordanischen Fans sollten sich nichts vormachen. Die Rollen am letzten Spieltag im Shenzhen Universiade Sports Centre könnten nicht klarer verteilt sein. Alles andere als ein Sieg für Deutschland wäre eine große Enttäuschung für die deutsche Auswahl und ein Sieg für Jordanien eine kleine Sensation. Trotz alledem ist das Team von Bundestrainer Henrik Rödl gut daran beraten, die Jordanier nicht zu unterschätzen. Am letzten Vorrundenspieltag geht es für die Mannschaft aus Vorderasien möglicherweise um nicht mehr viel. Das befreite Aufspielen könnte ungeahnte Kräfte und Qualitäten freisetzen, sodass es für Dennis Schröder & Co. ein intensiveres Spiel sein könnte, als ihnen lieb ist.

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Roman Benker
Unser Autor Roman ist seit nun mehr als 5 Jahren bekennender Fan der einzig, wahren Hallensportart Basketball. Er stammt aus München und fiebert dementsprechend mit den Korbjägern des FC Bayern Basketballs mit. Die NBA und europäischer Basketball (außerhalb der BBL) fesseln ihn in gewisser Regelmäßigkeit vor dem Bildschirm

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