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Freitag, Juli 23, 2021

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NBA – mit Coach’s Challenge kommt der Videobeweis

Neben dem Fußball setzt sich auch die Basketballwelt mit der Einführung des Videobeweises auseinander. Nun geht die NBA einen Schritt weiter. Wie die Liga mitteilte, wird ab der kommenden Saison mit dem Videobeweis gearbeitet. Die Schiedsrichterentscheidungen können damit im Nachhinein durch die Trainer des Teams angefochten werden. Im Falle eines Einspruchs können die betroffenen Szenen noch einmal in Zeitlupe verfolgt werden.

Ganz neu ist der Videobeweis in der NBA nicht. In der Liga stand es bislang aber nur den Schiedsrichtern offen, eine erneute Begutachtung kritischer Spielszenen durchzuführen. Erstmals wird das ab der nächsten Saison nun auch für die Trainer möglich sein, wodurch sich für die Mannschaften ganz neue Möglichkeiten ergeben. Die Regeländerung soll in der Saison 2019 / 2020 zunächst getestet werden. Erst im Anschluss wird darüber entschieden, ob sie dauerhaft in das Regelwerk der Liga integriert wird.

Videobeweis bietet Trainern eine Stimme

Die Verantwortlichen der NBA sind davon überzeugt, dass die Änderung des Regelwerks bei den Trainern auf Zuspruch stoßen wird. Immerhin handele es sich hierbei um einen Vertrauensbeweis, der den Trainern eingeräumt werde. Darüber hinaus werden dadurch die Teams gestärkt. “Im Sport stellt der Videobeweis immer auch ein strategisches Element dar. Er kann aber auch die explosive Stimmung zwischen Mannschaften und Schiedsrichtern minimieren.”, wie Elias Krüger von Fotospring festhält. Auch die Fans profitieren von der neuen Regel, denn vor allem umstrittene Entscheidungen können so noch einmal bestätigt werden.

Videobeweis geht mit Einschränkungen einher

Für die Mannschaften der NBA geht die Einführung des Videobeweises aber mit Einschränkungen einher. So steht je Partie jedem Team nur eine Challenge dieser Art zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Challenges an bestimmte Entscheidungen und Spielsituationen gebunden. So darf der Videobeweis beispielsweise nur verlangt werden, wenn sich Fouls gegen das eigene Team richteten oder ein Spieler sich nach Einschätzung der Schiedsrichter im Foul befand. Weiterhin ist ein Videobeweis bei den Goaltending-Entscheidungen möglich.

Auf weitere Einschränkungen müssen sich die Mannschaften während der letzten Spielminuten einstellen. Demnach darf eine Challenge in den letzten zwei Spielminuten nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es um ein Foul geht. Ähnlich sieht die Situation in einer Verlängerung aus.

Sofortige Reaktion erforderlich

Damit die Trainer einen Blick auf das Videomaterial werfen dürfen, verlangt die NBA eine sofortige Auszeit. Außerdem müssen die Schiedsrichter darauf mit Hilfe eines Handzeichens hingewiesen werden. Nicht jede Sichtung des Videomaterials muss allerdings sofortige Veränderungen beim Spielstand nach sich ziehen. Eine Änderung ist nur bei einer deutlichen Fehlentscheidung der NBA Schiedsrichter zulässig.

Die Einführung des Videobeweises stellt nicht die einzige Änderung in der NBA dar. Die Verantwortlichen haben sich auch dafür entschieden, dass dem NBA Replay Center weitere Befugnisse eingeräumt werden. Demnach steht es auch den Video-Assistenten frei, einen Blick auf die Zeitlupe zu werfen. So sollen in Zukunft Zwei- und Dreipunktewürfe besser gewertet werden können. Weiterhin sollen durch die Zeitlupe mögliche Verstöße gegen die 24-Sekunden-Wurfuhr ausgemacht werden. Für die Assistenten gilt allerdings, dass ein Eingriff in den letzten zwei Spielminuten unzulässig ist.

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