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Dienstag, Dezember 7, 2021

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Was wurde aus – Steffen Hamann?

Am 14. Juni 1981 erblickte Steffen Ewald Hamann das Licht der Welt. In Rattelsdorf, einer kleinen Ortschaft in der Nähe Bambergs, sollte einer der besten deutschen Basketballer der 2000er-Jahre aufwachsen. Im Alter von neun Jahren begann Steffen Hamann im Verein Basketball zu spielen. Während seiner Zeit als Jugendspieler durchlief der Point Guard die Jugendabteilungen in seinem Geburtsort Rattelsdorf, Kemmern, Bamberg und Breitengüßbach. Den Beginn seiner professionellen Karriere begann der heute 38-Jährige in der 2. Basketball Bundesliga beim TSV Breitengüßbach. Anfangs lief der Aufbauspieler noch parallel in der 2. Liga und für die A-Mannschaft von Brose Bamberg auf. 2003 erfolgte dann der endgültige Schritt in die erste Mannschaft von Bamberg. 2005 und 2007 gewann der gebürtige Oberfranke mit Brose Bamberg die deutsche Meisterschaft. 

Kurzes Intermezzo in Bologna 

Die Saison 2006/07 sollte die einzige sein, in welcher der 1,90m große Guard nicht für eine deutsche Mannschaft auflief. Zu Beginn jener Spielzeit wechselte der damals 25-Jährige zu Climamio Bologna nach Italien. Jedoch kehrte Hamann bereits Anfang Januar 2007 wieder zurück nach Bamberg, da der Spielmacher in Italien nicht die gewünschte Spielzeit erhielt.

Der Wechsel in die Höhle des Feindes 

Im Juni 2008 wurde bekannt, dass Steffen Hamann einen Drei-Jahres-Vertrag bei ALBA BERLIN unterzeichnete. Für viele Fans in der Basketball Bundesliga kam dieser Schritt überraschend, da der Point Guard in der Hauptstadt nicht zu den beliebtesten Gegenspielern gehörte. Trotz des Drei-Jahres-Vertrags absolvierte der ehemalige deutsche Nationalspieler nur zwei Spielzeiten bei den Albatrossen. Während dieser Zeit erzielte der Guard auf nationalen Parkett im Durchschnitt 5,0 Punkte, 1,6 Assists und 1,6 Rebounds pro Begegnung.

Von den BBL-Playoffs in die ProA 

Zur Spielzeit 2010/11 entschied sich Steffen Hamann dazu, sich dem Basketballprojekt des FC Bayern München anzuschließen. Der zum damaligen Zeitpunkt deutsche Nationalspieler unterzeichnete einen Drei-Jahres-Vertrag beim FC Bayern, der zu diesem Zeitpunkt noch in der ProA spielte. Direkt im ersten Jahr gelang den Münchnern der Aufstieg in die easyCredit BBL und der Point Guard sollte sich in die Herzen der Münchner Fans spielen. Drei weitere Jahre sollte der gebürtige Oberfranke noch im Audi Dome in der bayrischen Landeshauptstadt auflaufen. Seine Karriere als Spieler des FC Bayern fand den Gipfel in der Saison 2013/14, als Hamann, zu diesem Zeitpunkt Kapitän des Teams, und seine Mannschaftskameraden deutscher Meister wurden. Insgesamt absolvierte der Aufbauspieler 118 Spiele in der Liga für den FC Bayern Basketball. Dabei legte Hamann durchschnittlich 5,0 Punkte, 3,0 Assists und 1,4 Rebounds pro Partie auf. Sein Vertrag wurde jedoch nach der Meistersaison nicht verlängert. 

Erfolgreiche Zeit mit dem Adler auf der Brust 

Nicht nur auf Vereinsebene, sondern auch im Trikot der Nationalmannschaft konnte der Spielmacher überzeugen. Bereits im Frühjahr 2003 debütierte Hamann mit dem Adler auf der Brust. In der Gesamtsumme sollte der Guard in 131 Spielen sein Heimatland repräsentieren und eine erfolgreiche Nationalmannschaftskarriere auf das Parkett bringen. Als größter Erfolg auf internationaler Ebene stand der fünfte Platz bei den Europameisterschaften 2007 in Spanien zu Buche. Sowohl bei Brose Bamberg und beim FC Bayern Basketball, als auch in der Nationalmannschaft arbeitete Steffen Hamann mit Dirk Bauermann als Trainer zusammen. Der Headcoach sollte den inzwischen 38-Jährige prägen und mit ihm gemeinsam wichtige Erfolge feiern. 2013 trat der mehrmalige deutsche Meister aus der Nationalmannschaft zurück.

Abschluss der aktiven Karriere in Baunach und Rosenheim 

Nachdem der Vertrag in München nicht verlängert wurde, wechselte der Spielmacher zur Spielzeit 2014/15 zum Zweitligisten Bike-Cafe Messingschlager Baunach. Dort spielte Hamann noch eine Saison und beendete die Karriere als Basketballer. Im Altherrenbereich gewann der Point Guard mit dem TSV 1860 Rosenheim später noch die deutsche Meisterschaft.

Trikot unter der Hallendecke und Cheftrainer im Nachwuchsbereich 

Nach seiner aktiven Laufbahn kehrte der in Rattelsdorf geborene Hamann zurück nach München. In der bayerischen Landeshauptstadt sollte seine Rückennummer 6 nicht mehr vergeben werden, als Anerkennung für seine Leistungen für den FC Bayern Basketball. Zunächst hospitierte der frühere Nationalspieler im Nachwuchsprogramm der Münchner. Ab der Saison 2016/17 war Steffen Hamann fester Assistenztrainer der U14 des FC Bayern. Im Sommer 2017 wurde der frühere Spitzen-Guard zum Cheftrainer befördert. Während seiner Zeit im Coaching-Staff der U14 konnte die Mannschaft zwei mal die deutsche Meisterschaft und einmal die Vizemeisterschaft erringen. 

Steffen Hamann hat sich nach seiner aktiven Spielerkarriere für den oftmals klassischen Weg entschieden. Der ehemalige Nationalspieler hat die Liebe zum Sport – zu seinem Sport – nicht verloren und Basketball soll weiterhin ein wichtiger Bestandteil in seinem Leben sein. Es ist nicht auszuschließen, dass wir den ehemaligen deutschen Meister in geraumer Zeit als Headcoach bei einem Klub in der easyCredit BBL sehen. Das Zeug dazu hat der 131-fache Nationalspieler auf jeden Fall. 

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Roman Benker
Unser Autor Roman ist seit nun mehr als 5 Jahren bekennender Fan der einzig, wahren Hallensportart Basketball. Er stammt aus München und fiebert dementsprechend mit den Korbjägern des FC Bayern Basketballs mit. Die NBA und europäischer Basketball (außerhalb der BBL) fesseln ihn in gewisser Regelmäßigkeit vor dem Bildschirm

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